Ausfüllhinweise
Herzschrittmacher-Aggregatwechsel (09/2)
Stand: 12. April 2005 (BQS-Spezifikation 8.0 SR2)

Teildatensatz Basis (B)

Zeile Bezeichnung Allgemeiner Hinweis Ausfüllhinweis
1
Versorgungsart
Kodes:
1 = stationär
2 = teilstationär
3 = ambulant
-
2
Fachabteilung
Kodes:
Schlüssel Fachabteilungen
Format: § 301-Vereinbarung

3
Institutionskennzeichen/KV-Nr.
Kodes:
Schlüssel Institutionskennzeichen (Quelle § 301-Vereinbarung: http://www.dkgev.de)

Gemäß § 293 SGB V wird bei der Datenübermittlung zwischen den gesetzlichen Krankenkassen und den Leistungserbringern ein Institutionskennzeichen (IK) als eindeutige Identifizierung verwendet. Mit diesem IK sind auch die für die Vergütung der Leistungen maßgeblichen Kontoverbindungen verknüpft. Die IK werden durch die "Sammel- und Vergabestelle Institutionskennzeichen (SVI)" der Arbeitsgemeinschaft Institutionskennzeichen in Sankt Augustin (SVI, Alte Heerstraße 111, 53757 Sankt Augustin) vergeben und gepflegt.

Hier ist das bei der Registrierung für die Qualitätssicherung angegebene IK zu verwenden.



Achtung: Dieses Datenfeld darf von der QS-Software vorbelegt werden.
3,1
Betriebsstätten-Nummer
Gültige Angabe: ≥ 1

Diese Betriebsstätten-Nummer dient zur Unterscheidung organisatorisch getrennter Bereiche bei gleichem Institutionskennzeichen und gleicher Fachabteilungsnummer. Die Betriebsstätten-Nummer ist standardmäßig „1“. Ihre Verwendung oder Nicht-Verwendung kann durch das Krankenhaus bzw. den Träger frei festgesetzt werden, wenn es keine landeseinheitliche Empfehlung bzw. Festlegung für die bestimmte Verwendungsform gibt.

Die Betriebstättennummern eines Krankenhauses sollen jahrgangsübergreifend in der gleichen Weise vergeben werden, falls keine organisatorischen Veränderungen stattgefunden haben.



Achtung: Dieses Datenfeld darf von der QS-Software vorbelegt werden.
4
Identifikationsnummer des Patienten
-

Die Identifikationsnummer erhält der Patient im Krankenhaus bei der Aufnahme. Verbleibt im Krankenhaus, wird nicht an LQS/BQS übermittelt.

5
Geburtsdatum
Format: TT.MM.JJJJ
-
6
Geschlecht
Kodes:
1 = männlich
2 = weiblich
-
7
Aufnahmedatum Krankenhaus
Format: TT.MM.JJJJ

Besonderheiten bei der DRG-Fallzusammenführung

Bei DRG-Fallzusammenführung (z.B. Wiederaufnahme innerhalb der DRG-Grenzverweildauer) ist das Aufnahmedatum des ersten Krankenhausaufenthaltes und das Entlassungsdatum des letzten Krankenhausaufenthaltes zu wählen. Die QS-Dokumentation bezieht sich somit auf den zusammengeführten Fall.


Beispiel
1. Krankenhausaufenthalt vom 5.1.2005 bis zum 10.1.2005
2. Krankenhausaufenthalt (Wiederaufnahme) vom 15.1.2005 bis zum 20.1.2005
Das "Aufnahmedatum Krankenhaus" des zusammengeführten Falles ist der 5.1.2005, das "Entlassungsdatum Krankenhaus" ist der 20.1.2005
8
Schrittmacherabhängigkeit (Asystolie von mind. 4 sec nach Abschalten des SM oder Eigenfrequenz < 40 /Min)
Kodes:
0 = nein
1 = ja

Patient ist ohne Schrittmacher vital gefährdet.


9
Batterieerschöpfung
Kodes:
1 = regulär
2 = vorzeitig

Wenn unbekannt, 1= regulär angeben

2 = vorzeitig, vor Ablauf der Garantiezeit

10
(Indikation zum Aggregatwechsel) vermutete Schrittmacherfehlfunktion
Kodes:
1 = ja

Bei der Nachkontrolle Anzeichen einer SM-Dysfunktion, wie niedrige Ausgangsspannung, Unmöglichkeit der Abfrage oder Unmöglichkeit der Programmierung

11
(Indikation zum Aggregatwechsel) Schrittmacherfehlfunktion mit Rückruf
Kodes:
1 = ja

Unabhängig von Anzeichen einer SM-Dysfunktion, wenn der SM von einer Rückrufaktion betroffen ist

12
(Indikation zum Aggregatwechsel) Systemumwandlung
Kodes:
1 = zwischen SM-Systemen
2 = vom SM zum Defibrillator (ICD)
-
13
(Indikation zum Aggregatwechsel) Pektoraliszucken
Kodes:
1 = ja

Unerwünschte Miterregung der Brustmuskulatur

14
(Indikation zum Aggregatwechsel) Taschenhämatom
Kodes:
1 = ja
-
15
(Indikation zum Aggregatwechsel) Infektion
Kodes:
1 = ja

z.B. Abszess in der SM-Tasche mit den typischen Infektionszeichen tumor, dolor, calor, rubor, functio laesa oder Fieber in Verbindung mit positiven Blutkulturen, wenn eine andere Ursache ausgeschlossen werden konnte.

16
(Indikation zum Aggregatwechsel) anderes Taschenproblem
Kodes:
1 = ja

Jedes Problem der SM-Tasche, das nicht in einer Infektion, einer Perforation von Anteilen des SM-Aggregats durch die Haut, einem Taschenhämatom oder Pektoraliszucken besteht, wie Z.B. eine schmerzhafte SM-Tasche oder eine zu weit lateral, medial, kranial oder kaudal gelegene SM-Tasche

17
(Indikation zum Aggregatwechsel) Aggregatperforation
Kodes:
1 = ja

Perforation von Anteilen des SM-Aggregats durch die Haut

18
(Indikation zum Aggregatwechsel) sonstige Indikation
Kodes:
1 = ja

Probleme, die sich unter keiner der vorgenannten Probleme subsummieren lassen

19
OP-Datum
Format: TT.MM.JJJJ
-
20
Operation OPS
Kodes:
Schlüssel OPS (amtliche Kodes) (Quelle http://www.dimdi.de)

Alle OPS-Kodes des durchgeführten Eingriffs sind hier zu dokumentieren.

In der Version 2005 des OPS hat das DIMDI erstmals Zusatzkennzeichen für die Seitenbezeichnung eingeführt: R (Rechts), L (Links) und B (Beidseitig) eingeführt.  Für Prozeduren an Lokalisationen, die paarig vorhanden sind (z.B. Leiste, Niere, Oberschenkel etc.), sind die Zusatzkennzeichen R, L oder B verpflichtend.  Diejenigen Schlüsselnummern des OPS, die mit einem Zusatzkennzeichen versehen werden müssen,  sind  im OPS-Katalog 2005 besonders gekennzeichnet.
Das Zusatzkennzeichen für die Seitenbezeichnung wird hinter dem Kode und einem Doppelpunkt als Trennzeichen  angehängt. Fehlt ein erforderliches Zusatzkennzeichen, so  ist die Dokumentation unplausibel.


Beispiel:
Für den OPS-Kode 5-144.01 (Extrakapsuläre Extraktion der Linse [ECCE]: Über sklero-kornealen Zugang: Mit Einführung einer kapselfixierten Hinterkammerlinse= Einschlussprozedur für den Datensatz Kataraktchirurgie) ist eine Seitenangabe in den OPS-Feldern der Dokumentation erforderlich.  Gültige Kodes sind somit  5-144.01:R,   5-144.01:L oder  5-144.01:B.  Die Dokumentation des Kodes 5-144.01 ohne Zusatzkennzeichen ist hier unzulässig.

 
Die Kodierung geschieht nach dem am Aufnahmetag (Krankenhaus) gültigen OPS-Katalog: Im Jahr 2006 durchgeführte Operationen sind z.B. noch nach dem im Jahre 2005 gültigen OPS-Katalog zu dokumentieren, wenn der Patient am 31.12.2005 aufgenommen worden ist.

20,1
OPS-Version
Kodes:
1 = OPS-301 Version 1.1
2 = OPS-301 Version 2.0
3 = OPS-301 Version 2.1
4 = OPS-301 Version 2004
5 = OPS Version 2005
Hier  ist  die  Versionskennung  der  dokumentierten  OPS-Kodes  anzugeben.

Achtung: Dieses Datenfeld darf von der QS-Software vorbelegt werden.
21
Art der Anästhesie
Kodes:
1 = Lokalanästhesie
2 = Allgemeinanästhesie

Lokalanästhesie: lokale Infiltrationsanästhesie

Allgemeinanästhesie: systemische Anästhetikagabe, die einen Zustand des Bewusstseinsverlustes und der Empfindungslosigkeit hervorruft, in dem ein chirurgischer Eingriff ohne Abwehrreaktion möglich ist.

Wenn Lokal-(1) und Allgemeinanästhesie (2), dann „2“ eintragen

22
Dauer des Eingriffs (Schnitt-Nahtzeit)
Angabe in: Minuten
Gültige Angabe: ≥ 1 Minuten
Angabe ohne Warnung: ≤ 240 Minuten
-
23
(Implantiertes Schrittmachersystem) Ein-Kammer-System
Kodes:
1 = VVI
2 = AAI
-
24
(Implantiertes Schrittmachersystem) Zwei-Kammer-System
Kodes:
1 = DDD
2 = VDD
-
25
(Implantiertes Schrittmachersystem) sonstiges System
Kodes:
1 = biventrikuläres System mit einer Vorhofsonde
2 = biventrikuläres System ohne Vorhofsonde
3 = Sonstiges
-
26
(Implantiertes Schrittmachersystem) frequenzvariabel
Kodes:
0 = nein
1 = ja
-
27
(Implantiertes Schrittmachersystem) Sonstige
Kodes:
0 = nein
1 = prophylaktische antitachykarde Funktion
2 = therapeutische antitachykarde Funktion
3 = beides
9 = Sonstige
-
28
(Implantiertes Schrittmacheraggregat) Hersteller
Kodes:
01 = Biotronik
02 = Cook
03 = CPI/Guidant
04 = ELA Medical
05 = Implantronik
06 = Intermedics/Guidant
07 = Medtronic
08 = Osypka
09 = Sorin Biomedica
10 = Pacesetter/St. Jude Medical
11 = Vitatron
12 = Siemens/St. Jude Medical
13 = Teletronics/St. Jude Medical
14 = Medico
15 = CCS
16 = Cardiac Impulse
17 = Stöckert
18 = St. Jude Medical
99 = Sonstiger

Hersteller, der nicht endgültig zuzuordnen ist, bitte als „Sonstiger“ eintragen

29
(Implantiertes Schrittmacheraggregat) Typ (Klartext)
-

Angabe ohne Leerzeichen

30
(Implantiertes Schrittmacheraggregat) Seriennummer
-

Angabe ohne Leerzeichen

31
(Belassene Schrittmacher-Sonden/Vorhof) Reizschwelle (bei 0,5 ms)
Angabe in: V
Gültige Angabe: ≥ 0,0 V
Angabe ohne Warnung: ≤ 10,0 V
Format: X,X
-
32
(Belassene Schrittmacher-Sonden/Vorhof/Reizschwelle) nicht gemessen
Kodes:
1 = ja
-
33
(Belassene Schrittmacher-Sonden/Vorhof) P-Wellen-Amplitude
Angabe in: mV
Gültige Angabe: ≥ 0,0 mV
Angabe ohne Warnung: ≤ 15,0 mV
Format: XX,X
-
34
(Belassene Schrittmacher-Sonden/Vorhof/P-Wellen-Amplitude) nicht gemessen
Kodes:
1 = ja
-
35
(Belassene Schrittmacher-Sonden/Ventrikel) Reizschwelle (bei 0,5 ms)
Angabe in: V
Gültige Angabe: ≥ 0,0 V
Angabe ohne Warnung: ≤ 10,0 V
Format: X,X
-
36
(Belassene Schrittmacher-Sonden/Ventrikel/ Reizschwelle) nicht gemessen
Kodes:
1 = ja
-
37
(Belassene Schrittmacher-Sonden/Ventrikel) R-Amplitude
Angabe in: mV
Gültige Angabe: ≥ 0,0 mV
Angabe ohne Warnung: ≤ 20,0 mV
Format: XX,X
-
38
(Belassene Schrittmacher-Sonden/Ventrikel/R-Amplitude) nicht gemessen
Kodes:
1 = ja
-
39
(Belassene Schrittmacher-Sonden/Vorhof 2. Sonde) Reizschwelle (bei 0,5 ms)
Angabe in: V
Gültige Angabe: ≥ 0,0 V
Angabe ohne Warnung: ≤ 10,0 V
Format: X,X
-
40
(Belassene Schrittmacher-Sonden/Vorhof 2. Sonde/Reizschwelle) nicht gemessen
Kodes:
1 = ja
-
41
(Belassene Schrittmacher-Sonde/Vorhof 2. Sonde) P-Wellen-Amplitude
Angabe in: mV
Gültige Angabe: ≥ 0,0 mV
Angabe ohne Warnung: ≤ 15,0 mV
Format: XX,X
-
42
(Belassene Schrittmacher-Sonden/Vorhof 2. Sonde/P-Wellen-Amplitude) nicht gemessen
Kodes:
1 = ja
-
43
(Belassene Schrittmacher-Sonde/Ventrikel 2. Sonde) Reizschwelle (bei 0,5 ms)
Angabe in: V
Gültige Angabe: ≥ 0,0 V
Angabe ohne Warnung: ≤ 10,0 V
Format: X,X
-
44
(Belassene Schrittmacher-Sonden/Ventrikel 2. Sonde/Reizschwelle) nicht gemessen
Kodes:
1 = ja
-
45
(Belassene Schrittmacher-Sonden/Ventrikel 2. Sonde) R-Amplitude
Angabe in: mV
Gültige Angabe: ≥ 0,0 mV
Angabe ohne Warnung: ≤ 30,0 mV
Format: XX,X
-
46
(Belassene Schrittmacher-Sonden/Ventrikel 2. Sonde/ R-Amplitude) nicht gemessen
Kodes:
1 = ja
-
47
(Explantiertes Schrittmachersystem) Ein-Kammer-System
Kodes:
1 = VVI
2 = AAI
-
48
(Explantiertes Schrittmachersystem) Zwei-Kammer-System
Kodes:
1 = DDD
2 = VDD
-
49
(Explantiertes Schrittmachersystem) sonstiges System
Kodes:
1 = biventrikuläres System mit einer Vorhofsonde
2 = biventrikuläres System ohne Vorhofsonde
3 = Sonstiges
-
50
(Explantiertes Schrittmachersystem) frequenzvariabel
Kodes:
0 = nein
1 = ja
-
51
(Explantiertes Schrittmachersystem) Sonstige
Kodes:
0 = nein
1 = prophylaktische antitachykarde Funktion
2 = therapeutische antitachykarde Funktion
3 = beides
9 = Sonstige
-
52
(Explantiertes Schrittmacheraggregat) Jahr der Implantation
Format: JJJJ
-
53
(Explantiertes Schrittmacheraggregat) nicht bekannt
Kodes:
1 = ja
-
54
(Explantiertes Schrittmacheraggregat) Hersteller
Kodes:
01 = Biotronik
02 = Cook
03 = CPI/Guidant
04 = ELA Medical
05 = Implantronik
06 = Intermedics/Guidant
07 = Medtronic
08 = Osypka
09 = Sorin Biomedica
10 = Pacesetter/St. Jude Medical
11 = Vitatron
12 = Siemens/St. Jude Medical
13 = Teletronics/St. Jude Medical
14 = Medico
15 = CCS
16 = Cardiac Impulse
17 = Stöckert
18 = St. Jude Medical
99 = Sonstiger

Hersteller, der nicht endgültig zuzuordnen ist, bitte als „Sonstiger“ eingeben.

55
(Explantiertes Schrittmacheraggregat/Hersteller) nicht bekannt
Kodes:
1 = ja
-
56
(Explantiertes Schrittmacheraggregat) Typ (Klartext)
-

Angabe ohne Leerzeichen

57
(Explantiertes Schrittmacheraggregat/Typ) nicht bekannt
Kodes:
1 = ja
-
58
(Explantiertes Schrittmacheraggregat) Seriennummer
-

Angabe ohne Leerzeichen

59
(Explantiertes Schrittmacheraggregat/Seriennummer) nicht bekannnt
Kodes:
1 = ja
-
60
perioperative Komplikationen
Kodes:
0 = nein
1 = ja

Nur behandlungsbedürftige Komplikationen, die während oder unmittelbar nach dem Schrittmachereingriff aufgetreten sind

61
(Perioperative Komplikationen) Asystolie
Kodes:
1 = ja
-
62
(Perioperative Komplikationen) Kammerflimmern
Kodes:
1 = ja
-
63
(Perioperative Komplikationen)Vorhofflimmern
Kodes:
1 = ja

neu aufgetretenes Vorhofflimmern

64
(Perioperative Komplikationen) Taschenhämatom
Kodes:
1 = ja
-
65
(Perioperative Komplikationen) Wundinfektion
Kodes:
1 = ja

Allgemeine Prinzipien der CDC-Definitionen für nosokomiale Infektionen:

Als Reaktion auf das Vorhandensein von Mikroorganismen oder ihrer Toxine liegen lokale oder systemische Infektionszeichen vor. Es dürfen keine Hinweise existieren, dass die Infektion bereits bei der Aufnahme in das Krankenhaus vorhanden oder in der Inkubationsphase war. Außerdem gilt:

  • Die Entscheidung über das Vorhandensein einer Infektion erfolgt unter Berücksichtigung klinischer Daten und der Ergebnisse von paraklinischen Untersuchungen.
  • Die klinischen Hinweise können aus der direkten Patientenbeobachtung gewonnen oder den Krankenunterlagen entnommen werden
  • Laborbefunde können kulturelle Befunde sein, Ergebnisse serologischer Untersuchungen oder mikroskopischer Nachweismethoden.
  • Andere zu berücksichtigende diagnostische Untersuchungen sind: Röntgen-, Ultraschall-, CT-, MRT-, Szintigrafie- und Endoskopie-Untersuchungen, Biopsien oder Punktionen.
  • Die Diagnose des behandelnden Arztes, die aus der direkten Beobachtung während einer Operation, einer endoskopischen Untersuchung oder anderer diagnostischer Maßnahmen bzw. aus der klinischen Beurteilung resultiert, ist ebenfalls ein akzeptables Kriterium für eine Infektion, sofern nicht zwingende Gründe für die Annahme des Gegenteils vorliegen (z.B. vorläufige Diagnosen, die später nicht erhärtet werden konnten).

Die nosokomialen Infektionen können durch endogene oder exogene Infektionserreger hervorgerufen worden sein.

Infektionen, die mit Komplikationen oder Ausbreitungen von bereits bei der Aufnahme vorhandenen Infektionen verbunden sind, werden nicht als nosokomiale Infektionen angesehen, es sei denn, ein Erregerwechsel oder das Auftreten neuer Symptome deutet stark auf eine neu erworbene Infektion hin.

Eine Kolonisation (Anwesenheit von Erregern auf der Haut, Schleimhaut, in offenen Wunden, in Exkreten oder Sekreten, aber ohne klinische Symptome) ist keine Infektion.

66
(Perioperative Komplikationen/Wundinfektion) Revisionseingriff erforderlich
Kodes:
0 = nein
1 = ja
-
67
(Perioperative Komplikationen) Sonstige
Kodes:
1 = ja

Sonstige behandlungsbedürftige Komplikationen als Folge des Eingriffs

68
(Perioperative Komplikationen) Reanimation erforderlich
Kodes:
1 = ja
-
69,1
(Stimulationsart bei Abschlußkontrolle) NBG-Code 1. Ziffer: Ort der Stimulation
Kodes:
0 = keine
A = Atrium
D = doppelt (Atrium + Ventrikel)
V = Ventrikel

Revidierter „Generic Code“ der NASPE/BPEG von 2002

Findet nach der Implantation während des stationären Aufenthaltes eine Revision statt, so ist hier die Stimulationsart bei Indikationsstellung zur Revision einzutragen

69,2
(Stimulationsart bei Abschlußkontrolle) NBG-Code 2. Ziffer: Ort der Wahrnehmung
Kodes:
0 = keine
A = Atrium
D = doppelt (Atrium + Ventrikel)
V = Ventrikel

Revidierter „Generic Code“ der NASPE/BPEG von 2002

Findet nach der Implantation während des stationären Aufenthaltes eine Revision statt, so ist hier die Stimulationsart bei Indikationsstellung zur Revision einzutragen

69,3
(Stimulationsart bei Abschlußkontrolle) NBG-Code 3. Ziffer: Betriebsart, Art der Wahrnehmung
Kodes:
0 = keine
D = doppelt (getriggert + inhibiert)
I = inhibiert
T = getriggert

Revidierter „Generic Code“ der NASPE/BPEG von 2002

Findet nach der Implantation während des stationären Aufenthaltes eine Revision statt, so ist hier die Stimulationsart bei Indikationsstellung zur Revision einzutragen

69,4
(Stimulationsart bei Abschlußkontrolle) NBG-Code 4. Ziffer: Frequenzadaptation
Kodes:
0 = keine
R = Frequenzadaptation

Revidierter „Generic Code“ der NASPE/BPEG von 2002

Findet nach der Implantation während des stationären Aufenthaltes eine Revision statt, so ist hier die Stimulationsart bei Indikationsstellung zur Revision einzutragen

69,5
(Stimulationsart bei Abschlußkontrolle) NBG-Code 5. Ziffer: Multifokale Stimulation
Kodes:
0 = keine
A = Atrium
D = doppelt (Atrium + Ventrikel)
V = Ventrikel

Revidierter „Generic Code“ der NASPE/BPEG von 2002, z.B. im Rahmen einer kardialen Resychronisationstherapie (CRT). Kannfeld

Findet nach der Implantation während des stationären Aufenthaltes eine Revision statt, so ist hier die Stimulationsart bei Indikationsstellung zur Revision einzutragen

70
Entlassungsdatum aus der operierenden Institution
Format: TT.MM.JJJJ

Datum der ersten Entlassungs- oder Verlegungsbewegung nach der letzten dokumentierten Operation.
Wenn keine interne Verlegung stattgefunden hat = Entlassungsdatum aus dem Krankenhaus.

71
Entlassungsdatum Krankenhaus
Format: TT.MM.JJJJ

Besonderheiten bei der DRG-Fallzusammenführung

Bei DRG-Fallzusammenführung (z.B. Wiederaufnahme innerhalb der DRG-Grenzverweildauer) ist das Aufnahmedatum des ersten Krankenhausaufenthaltes und das Entlassungsdatum des letzten Krankenhausaufenthaltes zu wählen. Die QS-Dokumentation bezieht sich somit auf den zusammengeführten Fall.


Beispiel
1. Krankenhausaufenthalt vom 5.1.2005 bis zum 10.1.2005
2. Krankenhausaufenthalt (Wiederaufnahme) vom 15.1.2005 bis zum 20.1.2005
Das "Aufnahmedatum Krankenhaus" des zusammengeführten Falles ist der 5.1.2005, das "Entlassungsdatum Krankenhaus" ist der 20.1.2005
72
Entlassungsgrund
Kodes:
01 = Behandlung regulär beendet
02 = Behandlung regulär beendet, nachstationäre Behandlung vorgesehen
03 = Behandlung aus sonstigen Gründen beendet
04 = Behandlung gegen ärztlichen Rat beendet
05 = Zuständigkeitswechsel des Leistungsträgers
06 = Verlegung in ein anderes Krankenhaus
07 = Tod
08 = Verlegung in ein anderes Krankenhaus im Rahmen einer Zusammenarbeit (§ 14 Abs. 5 Satz 2 BPflV '95)
09 = Entlassung in eine Rehabilitationseinrichtung
10 = Entlassung in eine Pflegeeinrichtung
11 = Entlassung in ein Hospiz
12 = Interne Verlegung
13 = Externe Verlegung zur psychosomatischen Betreuung
14 = Behandlung aus sonstigen Gründen beendet, nachstationäre Behandlung vorgesehen
15 = Behandlung gegen ärztlichen Rat beendet, nachstationäre Behandlung vorgesehen
16 = externe Verlegung in eine anderes Krankenhaus und nachfolgende Rückverlegung oder interne Verlegung mit Wechsel zwischen den Geltungsbereichen der BPflV und des KHEntgG und nachfolgende Rückverlegung
17 = interne Verlegung mit Wechsel zwischen den Geltungsbereichen der BPflV und des KHEntgG
18 = Rückverlegung
19 = Entlassung vor Wiederaufnahme mit Neueinstufung
20 = Entlassung vor Wiederaufnahme mit Neueinstufung mit Komplikation
21 = Entlassung mit nachfolgender Wiederaufnahme
Format: § 301-Vereinbarung

Wenn die Angabe des Entlassungsgrunds mit 07 = Tod beantwortet worden ist, sind Angaben bezüglich des Zusammenhangs mit der zugrunde liegenden Erkrankung und einer erfolgten Sektion anzugeben.

Der Entlassungsgrund 09 = Entlassung in eine Rehabilitationseinrichtung ist auch dann anzugeben, wenn der Patient zwischenzeitlich kurzfristig nach Hause entlassen wird und seine Rehabilitationsmaßnahme von dort aus antritt.

73
Tod im Zusammenhang mit dem Eingriff oder der zugrunde liegenden Rhythmusstörung
Kodes:
0 = nein
1 = ja

Hier ist „ja“ anzugeben, wenn in der Todesbescheinigung in der Kausalkette die dokumentierte Leistung aufgeführt ist.

74
Tod bei Schrittmacher- oder Sondendysfunktion
Kodes:
0 = nein
1 = ja
-
75
Sektion
Kodes:
0 = nein
1 = ja

Diese Angabe ist nur dann erforderlich, wenn die Angabe zum Entlassungsgrund mit 07 = Tod beantwortet worden ist.

76
Entlassungsdiagnose(n) ICD-10
Kodes:
Schlüssel ICD-10-GM SGB V (Quelle http://www.dimdi.de)

Es sollen die Entlassungsdiagnosen (Haupt- oder Nebendiagnosen) angegeben werden, die in inhaltlichem Zusammenhang mit der in diesem Leistungsbereich der Qualitätssicherung dokumentierten Leistung stehen
Die Kodierung geschieht nach dem am Aufnahmetag (Krankenhaus) gültigen ICD-10-GM-Katalog: Im Jahr 2006 gestellte Entlassungsdiagnosen sind z.B. noch nach dem im Jahre 2005 gültigen ICD-10-GM-Katalog zu dokumentieren, wenn der Patient am 31.12.2005 aufgenommen worden ist.

76,1
Entlassungsdiagnose(n) ICD-10-Version
Kodes:
0 = ICD-9, 2. Auflage vom 01.01.1993
1 = ICD-10 1.3 SGB V vom Juli 1999
2 = ICD-10 2.0 SGB V vom 15.11.2000
3 = ICD-10-GM Version 2004
4 = ICD-10-GM Version 2005
Hier  ist  die  Versionskennung  der  dokumentierten  ICD-10-GM-Kodes  anzugeben.

Achtung: Dieses Datenfeld darf von der QS-Software vorbelegt werden.