Ausfüllhinweise
Koronarangiographie und perkutane transluminale Koronarangioplastie (PTCA) (21/3)
Stand: 12. April 2005 (BQS-Spezifikation 8.0 SR2)

Teildatensatz Basis (B)

Zeile Bezeichnung Allgemeiner Hinweis Ausfüllhinweis
1
Institutionskennzeichen
Kodes:
Schlüssel Institutionskennzeichen (Quelle § 301-Vereinbarung: http://www.dkgev.de)

Gemäß § 293 SGB V wird bei der Datenübermittlung zwischen den gesetzlichen Krankenkassen und den Leistungserbringern ein Institutionskennzeichen (IK) als eindeutige Identifizierung verwendet. Mit diesem IK sind auch die für die Vergütung der Leistungen maßgeblichen Kontoverbindungen verknüpft. Die IK werden durch die "Sammel- und Vergabestelle Institutionskennzeichen (SVI)" der Arbeitsgemeinschaft Institutionskennzeichen in Sankt Augustin (SVI, Alte Heerstraße 111, 53757 Sankt Augustin) vergeben und gepflegt.

Hier ist das bei der Registrierung für die Qualitätssicherung angegebene IK zu verwenden.



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1,1
Betriebsstätten-Nummer
Gültige Angabe: ≥ 1

Diese Betriebsstätten-Nummer dient zur Unterscheidung organisatorisch getrennter Bereiche bei gleichem Institutionskennzeichen und gleicher Fachabteilungsnummer. Die Betriebsstätten-Nummer ist standardmäßig „1“. Ihre Verwendung oder Nicht-Verwendung kann durch das Krankenhaus bzw. den Träger frei festgesetzt werden, wenn es keine landeseinheitliche Empfehlung bzw. Festlegung für die bestimmte Verwendungsform gibt.

Die Betriebstättennummern eines Krankenhauses sollen jahrgangsübergreifend in der gleichen Weise vergeben werden, falls keine organisatorischen Veränderungen stattgefunden haben.



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2
Aufnahmedatum Krankenhaus
Format: TT.MM.JJJJ

Besonderheiten bei der DRG-Fallzusammenführung

Bei DRG-Fallzusammenführung (z.B. Wiederaufnahme innerhalb der DRG-Grenzverweildauer) ist das Aufnahmedatum des ersten Krankenhausaufenthaltes und das Entlassungsdatum des letzten Krankenhausaufenthaltes zu wählen. Die QS-Dokumentation bezieht sich somit auf den zusammengeführten Fall.


Beispiel
1. Krankenhausaufenthalt vom 5.1.2005 bis zum 10.1.2005
2. Krankenhausaufenthalt (Wiederaufnahme) vom 15.1.2005 bis zum 20.1.2005
Das "Aufnahmedatum Krankenhaus" des zusammengeführten Falles ist der 5.1.2005, das "Entlassungsdatum Krankenhaus" ist der 20.1.2005
3
Fachabteilung
Kodes:
Schlüssel Fachabteilungen
Format: § 301-Vereinbarung

4
Identifikationsnummer des Patienten
-

Die Identifikationsnummer erhält der Patient im Krankenhaus bei der Aufnahme. Verbleibt im Krankenhaus, wird nicht an LQS/BQS übermittelt.

5
Geburtsdatum
Format: TT.MM.JJJJ
-
6
Geschlecht
Kodes:
1 = männlich
2 = weiblich
-
7
diagnostische Koronarangiographie vor diesem Aufenthalt
Kodes:
0 = nein
1 = ja
9 = unbekannt

Bei bewusstlosen Patienten ist der Schlüsselwert „9 = unbekannt“ zu kodieren.

8
Katheterintervention vor diesem Aufenthalt
Kodes:
0 = nein
1 = ja
9 = unbekannt

Mit Katheterintervention sind jegliche Interventionen an den Koronarien gemeint (z.B. Stent, PTCA, etc.).

Bei bewusstlosen Patienten ist der Schlüsselwert „9 = unbekannt“ zu kodieren.

9
Zustand nach koronarer Bypass-Op
Kodes:
0 = nein
1 = ja
9 = unbekannt

Bei bewusstlosen Patienten ist der Schlüsselwert „9 = unbekannt“ zu kodieren.

10
Ejektionsfraktion unter 40%
Kodes:
0 = nein
1 = ja
2 = fraglich
3 = unbekannt

Nach Messung oder Einschätzung (z.B. Echokardiographie, Ventrikulographie, Szintigraphie)

Bei bewusstlosen Patienten ist der Schlüsselwert „9 = unbekannt“ zu kodieren.

11
Diabetes mellitus
Kodes:
0 = nein
1 = ja
9 = unbekannt

WHO/NCD/NCS 99.2 Definition, Diagnosis and Classification of Diabetes mellitus and its Complications Part 1

(nach den Kriterien der WHO)

Nach den Kriterien der WHO bzw. der American Diabetes Association (ADA) kann ein Diabetes mellitus dann diagnostiziert werden, wenn klassische Symptome (verstärkter Durst und Harndrang, Abgeschlagenheit, Juckreiz) und ein Gelegenheitsblutzucker über 200 mg/dl oder ein Nüchtern-Plasma-Glukosewert über 125 mg/dl (7 mmol/l) mit Wiederholungsmessung vorliegen.

Oder Diagnose vom vorbehandelnden Arzt gestellt

Bei bewusstlosen Patienten ist der Schlüsselwert „9 = unbekannt“ zu kodieren.

12
Niereninsuffizienz
Kodes:
0 = nein
1 = dialysepflichtig
2 = nicht dialysepflichtig
3 = unbekannt

Nach Krankenhaus-individuellem Labor-Grenzwert.

Bei bewusstlosen Patienten ist der Schlüsselwert „3 = unbekannt“ zu kodieren.

13
akutes Koronarsyndrom (ST-Hebungsinfarkt oder Infarkt ohne ST-Hebung, aber mit Markererhöhung oder instabile Angina pectoris (Ruheangina) innerhalb der letzten 48 Stunden)
Kodes:
0 = nein
1 = ja

Markererhöhung = Mindestens einer der Marker Troponin oder CKMB

14
stabile Angina pectoris (nach CCS)
Kodes:
0 = nein
1 = CCS I (Angina pectoris bei schwerer Belastung)
2 = CCS II (Angina pectoris bei mittlerer Belastung)
3 = CCS III (Angina pectoris bei leichter Belastung)
4 = CCS IV (Angina pectoris in Ruhe)

Trifft anamnestisch sowohl das akute Koronarsyndrom als auch die Angina pectoris zu, so ist nur das akute Koronarsyndrom anzugeben.

15
objektive (apparative) Ischämiezeichen bei Belastung (Belastungs-EKG oder andere Tests)
Kodes:
0 = nein
1 = ja
2 = fraglich
3 = nicht geprüft

andere Tests z.B. Stress-Echo, Stress-MRT, Myokard-Szintigraphie

16
kardial bedingte Ruhe- oder Belastungsdyspnoe
Kodes:
0 = nein
1 = ja

Analog NYHA II bis IV

Alleinige COPD (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung) ist darunter nicht zu subsummieren.

17
sonstige Symptomatik (z.B. Rhythmusstörungen)
Kodes:
0 = nein
1 = ja

z.B. Atypische Angina, Synkope

Teildatensatz Prozedur (PROZ)

Zeile Bezeichnung Allgemeiner Hinweis Ausfüllhinweis
18
Wievielte Prozedur während dieses Aufenthaltes?
Gültige Angabe: ≥ 1
Angabe ohne Warnung: ≤ 10
Anhand dieses Datenfeldes sind verschiedene dokumentationspflichtige Eingriffe während eines Aufenthaltes unterscheidbar. Innerhalb einer QS-Dokumentation eines Falls darf dieselbe Eingriffsnummer nicht mehrfach vergeben werden.

Achtung: Dieses Datenfeld darf von der QS-Software vorbelegt werden.
19
Datum der Prozedur
Format: TT.MM.JJJJ
-
20
manifeste Herzinsuffizienz
Kodes:
0 = nein
1 = ja

zum Zeitpunkt der Behandlung (z.B. Dyspnoe, Zyanose, Lungenstauung)

21
bei Prozedurbeginn kardiogener Schock
Kodes:
1 = ja
-
22
Art der Prozedur
Kodes:
1 = Diagnostische Koronarangiographie
2 = PTCA
3 = einzeitig Koronarangiographie und PTCA
-

Teildatensatz Koronarangiographie (KORO)

Zeile Bezeichnung Allgemeiner Hinweis Ausfüllhinweis
23
Wievielte diagnostische Koronarangiographie (mit oder ohne Intervention) während dieses Aufenthaltes?
Gültige Angabe: ≥ 1
Angabe ohne Warnung: ≤ 10
Format: 1 ... 99
-
24
Anlass der erneuten diagnostischen Koronarangiographie
Kodes:
1 = geplante Kontrolle ggf. mit Folge-PTCA
2 = neue Angina pectoris
3 = neuer Ischämienachweis
9 = Sonstige

2: neu/erneut aufgetreten nach der vorhergehenden Untersuchung

3: neu/erneut durchgeführt nach der vorhergehenden Untersuchung z.B. EKG, Belastungs-EKG, Stress-Echokardiographie, Szintigraphie etc.

25
führende Indikation zur Koronarangiographie (Nach Einschätzung des Untersuchers vor dem Eingriff)
Kodes:
1 = V. a. KHK bzw. Ausschluss KHK
2 = bekannte KHK
3 = akutes Koronarsyndrom ohne ST-Hebung und ohne Markererhöhung (instabile Angina pectoris (Ruheangina))
4 = akutes Koronarsyndrom ohne ST-Hebung aber mit Markererhöhung (= Infarkt ohne ST-Hebung)
5 = akutes Koronarsyndrom mit ST-Hebung (= ST-Hebungsinfarkt) bis 24 h nach Stellung der Diagnose
6 = akutes Koronarsyndrom mit ST-Hebung (= ST-Hebungsinfarkt) über 24 h nach Stellung der Diagnose
7 = elektive Kontrolle nach Koronarintervention
8 = Myokarderkrankung mit eingeschränkter Ventrikelfunktion (Ejektionsfraktion <40%)
9 = Vitium
99 = Sonstiges

Nach Einschätzung des Untersuchers vor der Koronarangiographie

Bekannte KHK = Angiographisch dokumentierte Stenose >= 50% und/oder alter Herzinfarkt, der nicht unter 3 - 6 aufgeführt ist

Markererhöhung = zum Zeit der Untersuchung bekannt

Markererhöhung = Mindestens einer der Marker Troponin oder CKMB

Myokarderkrankung mit normaler Ventrikelfunktion sind unter Sonstiges zu kodieren

26
Operation OPS
Kodes:
Schlüssel OPS (amtliche Kodes) (Quelle http://www.dimdi.de)

Alle OPS-Kodes des durchgeführten Eingriffs sind hier zu dokumentieren.

In der Version 2005 des OPS hat das DIMDI erstmals Zusatzkennzeichen für die Seitenbezeichnung eingeführt: R (Rechts), L (Links) und B (Beidseitig) eingeführt.  Für Prozeduren an Lokalisationen, die paarig vorhanden sind (z.B. Leiste, Niere, Oberschenkel etc.), sind die Zusatzkennzeichen R, L oder B verpflichtend.  Diejenigen Schlüsselnummern des OPS, die mit einem Zusatzkennzeichen versehen werden müssen,  sind  im OPS-Katalog 2005 besonders gekennzeichnet.
Das Zusatzkennzeichen für die Seitenbezeichnung wird hinter dem Kode und einem Doppelpunkt als Trennzeichen  angehängt. Fehlt ein erforderliches Zusatzkennzeichen, so  ist die Dokumentation unplausibel.


Beispiel:
Für den OPS-Kode 5-144.01 (Extrakapsuläre Extraktion der Linse [ECCE]: Über sklero-kornealen Zugang: Mit Einführung einer kapselfixierten Hinterkammerlinse= Einschlussprozedur für den Datensatz Kataraktchirurgie) ist eine Seitenangabe in den OPS-Feldern der Dokumentation erforderlich.  Gültige Kodes sind somit  5-144.01:R,   5-144.01:L oder  5-144.01:B.  Die Dokumentation des Kodes 5-144.01 ohne Zusatzkennzeichen ist hier unzulässig.

 
Die Kodierung geschieht nach dem am Aufnahmetag (Krankenhaus) gültigen OPS-Katalog: Im Jahr 2006 durchgeführte Operationen sind z.B. noch nach dem im Jahre 2005 gültigen OPS-Katalog zu dokumentieren, wenn der Patient am 31.12.2005 aufgenommen worden ist.

26,1
OPS-Version
Kodes:
1 = OPS-301 Version 1.1
2 = OPS-301 Version 2.0
3 = OPS-301 Version 2.1
4 = OPS-301 Version 2004
5 = OPS Version 2005
Hier  ist  die  Versionskennung  der  dokumentierten  OPS-Kodes  anzugeben.

Achtung: Dieses Datenfeld darf von der QS-Software vorbelegt werden.
27
führende Diagnose nach Herzkatheter (Diagnose aus Voruntersuchungen und Koronarangiographie, die den Pat. am meisten beeinträchtigt oder gefährdet und/oder die Therapie entscheidet)
Kodes:
0 = Ausschluss KHK
1 = KHK mit Lumeneinengung geringer als 50%
2 = funktionelle 1- oder 2-Gefäßerkrankung
3 = funktionelle 3-Gefäßerkrankung
4 = Hauptstammstenose (nicht bypass-geschützt) ab 50%
5 = Kardiomyopathie
6 = Aortenklappenerkrankung
7 = Mitralklappenerkrankung
8 = anderes Vitium
9 = Aortenaneurysma
10 = hypertensive Herzerkrankung
99 = andere kardiale Erkrankung

Die führende Diagnose ist die Diagnose aus Voruntersuchungen und Herzkatheter, die den Patienten am meisten beeinträchtigt oder gefährdet und/oder die Therapie entscheidet

KHK mit Lumeneinengungen geringer als 50%

d.h. keine Stenose >= 50% oder ausreichende Bypass-Versogung

1- oder 2-Gefäßerkrankung

Eine 1-oder 2 Gefäßerkrankung liegt vor, wenn ein bzw. zwei Hauptversorgungsgebiet(e) über ein natives oder Bypass-Gefäß versorgt werden, das eine jeweils mindestens 50%ige Stenose aufweist

3-Gefäßerkrankung

Eine 3-Gefäßerkrankung liegt vor, wenn drei Hauptversorgungsgebiete über native oder Bypass-Gefäße versorgt werden, die jeweils mindestens 50%ige Stenose(n) aufweisen

Hauptstammstenose (nicht bypassgeschützt) ab 50%

d.h. Hauptstammstenose der LCA

Hauptstammstenosen < 50% sind unter 1 subsummiert

Wenn eine Hauptstammstenose ab 50% vorliegt, ist diese als führende Diagnose unter Feld 29 (4) anzugeben.

Zusätzliche (1-, 2- oder 3-) Gefäßerkrankungen sind unter Feld 30 zu dokumentieren.

Sollte der Eingriff abgebrochen worden sein, so ist das Ergebnis der bis zum Abbruch erbrachten Leistung zu dokumentieren. Sollte überhaupt keine diagnostische Aussage möglich sein, nutzen Sie bitte Schlüssel „99 = andere kardiale Erkrankung“

28
erste Nebendiagnose nach Herzkatheter (Diagnose aus Voruntersuchungen und Koronarangiographie, die Einfluss auf den aktuellen Krankheitszustand des Pat. oder die Therapieentscheidung hat)
Kodes:
0 = Ausschluss KHK
1 = KHK mit Lumeneinengung geringer als 50%
2 = funktionelle 1- oder 2-Gefäßerkrankung
3 = funktionelle 3-Gefäßerkrankung
4 = Hauptstammstenose (nicht bypass-geschützt) ab 50%
5 = Kardiomyopathie
6 = Aortenklappenerkrankung
7 = Mitralklappenerkrankung
8 = anderes Vitium
9 = Aortenaneurysma
10 = hypertensive Herzerkrankung
99 = andere kardiale Erkrankung

Nebendiagnose(n) ist (sind) die Diagnose(n) aus Voruntersuchungen und Herzkatheter, die Einfluss auf den den aktuellen Krankheitszustand des Patienten oder die Therapieentscheidung haben.

Lagen früher höhergradige Gefäßstenosen an einem oder an mehreren Gefäßen vor, die aktuell nach der Herzkatheterdiagnostik nicht mehr vorliegen, so ist der frühere Zustand als Nebendiagnose zu kodieren.

z.B. Hauptdiagnose: keine Stenose >= 50% bei Nebendiagnose 1- oder 2-Gefäßerkrankung

29
Therapieempfehlung
Kodes:
0 = keine
1 = medikamentös
2 = interventionell
3 = herzchirurgisch
4 = Sonstige

Therapieempfehlung des Untersuchers aus Voruntersuchungen und Herzkatheter. Aneurysmata, Herzschrittmacher und ICD-Implantationen einschließlich nicht-koronarer Katheterinterventionen sind unter 4 subsummiert. Bei Hybrideingriffen ist der zeitlich nächste Eingriff zu dokumentieren.

Teildatensatz PTCA (PTCA)

Zeile Bezeichnung Allgemeiner Hinweis Ausfüllhinweis
30
Wievielte PTCA während dieses Aufenthaltes?
Gültige Angabe: ≥ 1
Angabe ohne Warnung: ≤ 10
Format: 1 ... 99
-
31
Indikation zur PTCA
Kodes:
1 = stabile Angina pectoris (nach CCS)
2 = Akutes Koronarsyndrom ohne ST-Hebung und ohne Markererhöhung (= instabile Angina pectoris (Ruheangina))
3 = Akutes Koronarsyndrom ohne ST-Hebung aber mit Markererhöhung (Infarkt ohne ST-Hebung)
4 = Akutes Koronarsyndrom mit ST-Hebung (= ST-Hebungsinfarkt) bis 24h nach Stellung der Diagnose
5 = Akutes Koronarsyndrom mit ST-Hebung (= ST-Hebungsinfarkt) nach 24h nach Stellung der Diagnose
6 = stumme Ischämie
7 = prognostische Indikation
8 = Komplikation bei oder nach vorangegangener Koronarangiographie oder PTCA
9 = Sonstige

2 - 5: zum Zeitpunkt der PTCA

Stumme Ischämie = Ischämie (z.B. ST-Senkung) ohne A. pectoris in Ruhe oder unter Belastung

7: Unter prognostischer Indikation wird die Durchführung einer PCI ohne klinische oder apparative Ischämiezeichen verstanden.

8: Es sind auch Interventionen während früherer Aufenthalte gemeint

32
Operation OPS
Kodes:
Schlüssel OPS (amtliche Kodes) (Quelle http://www.dimdi.de)

Alle OPS-Kodes des durchgeführten Eingriffs sind hier zu dokumentieren.

In der Version 2005 des OPS hat das DIMDI erstmals Zusatzkennzeichen für die Seitenbezeichnung eingeführt: R (Rechts), L (Links) und B (Beidseitig) eingeführt.  Für Prozeduren an Lokalisationen, die paarig vorhanden sind (z.B. Leiste, Niere, Oberschenkel etc.), sind die Zusatzkennzeichen R, L oder B verpflichtend.  Diejenigen Schlüsselnummern des OPS, die mit einem Zusatzkennzeichen versehen werden müssen,  sind  im OPS-Katalog 2005 besonders gekennzeichnet.
Das Zusatzkennzeichen für die Seitenbezeichnung wird hinter dem Kode und einem Doppelpunkt als Trennzeichen  angehängt. Fehlt ein erforderliches Zusatzkennzeichen, so  ist die Dokumentation unplausibel.


Beispiel:
Für den OPS-Kode 5-144.01 (Extrakapsuläre Extraktion der Linse [ECCE]: Über sklero-kornealen Zugang: Mit Einführung einer kapselfixierten Hinterkammerlinse= Einschlussprozedur für den Datensatz Kataraktchirurgie) ist eine Seitenangabe in den OPS-Feldern der Dokumentation erforderlich.  Gültige Kodes sind somit  5-144.01:R,   5-144.01:L oder  5-144.01:B.  Die Dokumentation des Kodes 5-144.01 ohne Zusatzkennzeichen ist hier unzulässig.

 
Die Kodierung geschieht nach dem am Aufnahmetag (Krankenhaus) gültigen OPS-Katalog: Im Jahr 2006 durchgeführte Operationen sind z.B. noch nach dem im Jahre 2005 gültigen OPS-Katalog zu dokumentieren, wenn der Patient am 31.12.2005 aufgenommen worden ist.

32,1
OPS-Version
Kodes:
1 = OPS-301 Version 1.1
2 = OPS-301 Version 2.0
3 = OPS-301 Version 2.1
4 = OPS-301 Version 2004
5 = OPS Version 2005
Hier  ist  die  Versionskennung  der  dokumentierten  OPS-Kodes  anzugeben.

Achtung: Dieses Datenfeld darf von der QS-Software vorbelegt werden.
33
PTCA an
Kodes:
1 = einem Versorgungsgebiet
2 = zwei Versorgungsgebieten
3 = drei Versorgungsgebieten

unabhängig von der Zahl der Stenosen

„Versorgungsgebiete “ betreffen RIVA, RCX oder RCA einschließlich Bypassgefäßen

34
PTCA mit besonderen Merkmalen
Kodes:
0 = nein
1 = ja

d.h. eines der Felder 35 bis 40

35
PTCA an komplettem Gefäßverschluss
Kodes:
1 = ja

TIMI Grad 0 (kein Kontrastmitteldurchtritt)

36
PTCA eines Koronarbypasses
Kodes:
1 = ja
-
37
PTCA an ungeschütztem Hauptstamm
Kodes:
1 = ja

nicht durch offenes Bypass-Gefäß überbrückter Hauptstamm

38
PTCA einer Ostiumstenose LAD/RCX/RCA
Kodes:
1 = ja
-
39
PTCA an letztem verbliebenen Gefäß
Kodes:
1 = ja

Letztes natives oder Bypass-Gefäß, welches das vitale Myokard versorgt.

40
PTCA bei 3-Gefäßerkrankung
Kodes:
1 = ja

Eine 3-Gefäßerkrankung liegt vor, wenn drei Hauptversorgungsgebiete über native oder Bypass-Gefäße versorgt werden, die jeweils mindestens 50%ige Stenose(n) aufweisen.

41
Stent(s) implantiert
Kodes:
0 = nein
1 = ja
-
42
wesentliches Interventionsziel erreicht (nach Einschätzung des Untersuchers: im Allgemeinen angiographisch Residualveränderung des dilatierten Segments unter 50%)
Kodes:
0 = nein
1 = ja
2 = fraglich
-

Teildatensatz Prozedur (PROZ)

Zeile Bezeichnung Allgemeiner Hinweis Ausfüllhinweis
43
Durchleuchtungsdauer
Angabe in: Minuten
Gültige Angabe: ≥ 0,0 Minuten
Angabe ohne Warnung: ≤ 100,0 Minuten
-
44
Flächendosisprodukt
Angabe in: (cGy)* cm²
Gültige Angabe: ≥ 0 (cGy)* cm²
Angabe ohne Warnung: ≤ 10.000 (cGy)* cm²
-
45
Flächendosisprodukt unbekannt
Kodes:
1 = ja
-
46
Kontrastmittelmenge
Angabe in: ml
Gültige Angabe: ≥ 1 ml
Angabe ohne Warnung: ≤ 1.500 ml
-
47
intraprozedural auftretende Ereignisse oder Komplikationen
Kodes:
0 = nein
1 = ja
geändert
„Hier ist jeder intraprozedurale Verschluss aufzunehmen, unabhängig davon, ob dieser mit den ergänzenden therapeutischen Maßnahmen (z.B. Stent) erfolgreich zu rekanalisieren ist“
48
koronarer Verschluss (des dilatierten Gefäßes)
Kodes:
1 = ja
-
49
TIA/Schlaganfall
Kodes:
1 = ja

Jedes neurologische Defizit, das während der Prozedur neu auftritt:. z.B. Sehstörung, Aphasie, Hemiparese

50
Reanimation
Kodes:
1 = ja

mit Herzdruckmassage

51
Sonstige
Kodes:
1 = ja

z.B. Perikarderguss, Perforation eines Koronargefäßes, periphere Gefäßkomplikation, schwere Kontrastmittelreaktion (z.B. Schocksymptomatik, schwere Urtikaria)

52
Exitus im Herzkatheterlabor
Kodes:
0 = nein
1 = ja
-

Teildatensatz Basis (B)

Zeile Bezeichnung Allgemeiner Hinweis Ausfüllhinweis
53
postprozedural festgestellte Komplikationen (während dieses Aufenthaltes bis zur Verlegung/ Entlassung aus der Fachabteilung, jedoch max. 36 Stunden nach der letzten Prozedur)
Kodes:
0 = nein
1 = ja
-
54
Herzinfarkt
Kodes:
1 = ja

Wenn bei Infarktverdacht eine Markererhöhung vorliegt (Markererhöhung = mindestens einer der Marker Troponin, CKMB). Falls PTCA bei akutem Infarkt durchgeführt wird: V. a. erneuten Infarkt und zweiter Anstieg der Marker

55
TIA/Schlaganfall
Kodes:
1 = ja

Jedes neurologische Defizit, das postprozedural neu auftritt. z.B. Sehstörung, Aphasie, Hemiparese

56
Lungenembolie
Kodes:
1 = ja

Neue, postinterventionell aufgetretene Rechtsherzbelastung mit Druckerhöhung im kleinen Kreislauf und/oder direktem Embolienachweis in einem bildgebenden Verfahren

57
Komplikationen an der Punktionsstelle (z.B. Blutung, Aneurysma, Fistel)
Kodes:
1 = mit operativer Revision oder Transfusion
2 = ohne operative Revision, aber mit verlängertem stationären Aufenthalt

Bezieht sich nur auf die Komplikation an der Punktionsstelle. Wenn beides, hier 1 angeben.

58
Reanimation
Kodes:
1 = ja
-
59
Sonstige (z.B. Sepsis)
Kodes:
1 = ja

Unabhängig vom Eingriff

60
Tod
Kodes:
1 = ja

Hier ist jeder Todesfall unabhängig von der Ursache zu dokumentieren

61
Wurde wegen einer dieser Komplikationen eine koronare Notfallbypass-Operation durchgeführt?
Kodes:
0 = nein
1 = ja

Im eigenen oder einem fremden Krankenhaus

62
Führte eine dieser Komplikationen während des Aufenthaltes im eigenen Krankenhaus zum Tode?
Kodes:
0 = nein
1 = ja
-
63
Wurde der Patient wegen einer dieser Komplikationen in ein anderes Krankenhaus verlegt?
Kodes:
0 = nein
1 = ja
-
64
Führte nach Verlegung in ein anderes Krankenhaus eine dieser Komplikationen innerhalb von 30 Tagen zum Tode?
Kodes:
0 = nein
1 = ja
9 = unbekannt

Freiwilliges 30-Tage-Follow-Up

65
Entlassungs-/ Verlegungsdatum Fachabteilung bzw. Todesdatum
Format: TT.MM.JJJJ

Datum der ersten Entlassungs- oder Verlegungsbewegung nach der letzten dokumentierten Operation.
Wenn keine interne Verlegung stattgefunden hat = Entlassungsdatum aus dem Krankenhaus.

66
Entlassungsdatum Krankenhaus
Format: TT.MM.JJJJ

Besonderheiten bei der DRG-Fallzusammenführung

Bei DRG-Fallzusammenführung (z.B. Wiederaufnahme innerhalb der DRG-Grenzverweildauer) ist das Aufnahmedatum des ersten Krankenhausaufenthaltes und das Entlassungsdatum des letzten Krankenhausaufenthaltes zu wählen. Die QS-Dokumentation bezieht sich somit auf den zusammengeführten Fall.


Beispiel
1. Krankenhausaufenthalt vom 5.1.2005 bis zum 10.1.2005
2. Krankenhausaufenthalt (Wiederaufnahme) vom 15.1.2005 bis zum 20.1.2005
Das "Aufnahmedatum Krankenhaus" des zusammengeführten Falles ist der 5.1.2005, das "Entlassungsdatum Krankenhaus" ist der 20.1.2005
67
Entlassungsdiagnose(n) ICD-10
Kodes:
Schlüssel ICD-10-GM SGB V (Quelle http://www.dimdi.de)

Es sollen die Entlassungsdiagnosen (Haupt- oder Nebendiagnosen) angegeben werden, die in inhaltlichem Zusammenhang mit der in diesem Leistungsbereich der Qualitätssicherung dokumentierten Leistung stehen
Die Kodierung geschieht nach dem am Aufnahmetag (Krankenhaus) gültigen ICD-10-GM-Katalog: Im Jahr 2006 gestellte Entlassungsdiagnosen sind z.B. noch nach dem im Jahre 2005 gültigen ICD-10-GM-Katalog zu dokumentieren, wenn der Patient am 31.12.2005 aufgenommen worden ist.

67,1
Entlassungsdiagnose(n) ICD-10-Version
Kodes:
0 = ICD-9, 2. Auflage vom 01.01.1993
1 = ICD-10 1.3 SGB V vom Juli 1999
2 = ICD-10 2.0 SGB V vom 15.11.2000
3 = ICD-10-GM Version 2004
4 = ICD-10-GM Version 2005
Hier  ist  die  Versionskennung  der  dokumentierten  ICD-10-GM-Kodes  anzugeben.

Achtung: Dieses Datenfeld darf von der QS-Software vorbelegt werden.