BQS-Ausfüllhinweise
Mammachirurgie (18/1)
11.0 SR3

18/1: Teildatensatz Basis (B)

Zeile Bezeichnung Allgemeiner Hinweis Ausfüllhinweis
1
Institutionskennzeichen
Schlüssel Institutionskennzeichen (Quelle § 301-Vereinbarung: http://www.dkgev.de)

Gemäß § 293 SGB V wird bei der Datenübermittlung zwischen den gesetzlichen Krankenkassen und den Leistungserbringern ein Institutionskennzeichen (IK) als eindeutige Identifizierung verwendet. Mit diesem IK sind auch die für die Vergütung der Leistungen maßgeblichen Kontoverbindungen verknüpft. Die IK werden durch die "Sammel- und Vergabestelle Institutionskennzeichen (SVI)" der Arbeitsgemeinschaft Institutionskennzeichen in Sankt Augustin (SVI, Alte Heerstraße 111, 53757 Sankt Augustin) vergeben und gepflegt.

Hier ist das bei der Registrierung für die Qualitätssicherung angegebene IK zu verwenden.



Achtung: Dieses Datenfeld darf von der QS-Software vorbelegt werden.
1,1
Betriebsstätten-Nummer
Gültige Angabe: ≥ 1

Diese Betriebsstätten-Nummer dient zur Unterscheidung organisatorisch getrennter Bereiche bei gleichem Institutionskennzeichen und gleicher Fachabteilungsnummer. Die Betriebsstätten-Nummer ist standardmäßig „1“. Ihre Verwendung oder Nicht-Verwendung kann durch das Krankenhaus bzw. den Träger frei festgesetzt werden, wenn es keine landeseinheitliche Empfehlung bzw. Festlegung für die bestimmte Verwendungsform gibt.

Die Betriebstättennummern eines Krankenhauses sollen jahrgangsübergreifend in der gleichen Weise vergeben werden, falls keine organisatorischen Veränderungen stattgefunden haben.



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2
Fachabteilung
Schlüssel Fachabteilungen (Quelle § 301-Vereinbarung: http://www.dkgev.de)
Format: § 301-Vereinbarung

3
Identifikationsnummer der Patientin
-

Die Identifikationsnummer erhält der Patient im Krankenhaus bei der Aufnahme. Verbleibt im Krankenhaus, wird nicht an LQS/BQS übermittelt.

4
Geburtsdatum
Format: TT.MM.JJJJ
-
5
Geschlecht
1 = männlich
2 = weiblich
-
6
Aufnahmedatum Krankenhaus
Format: TT.MM.JJJJ
-
7
Aufnahmediagnose(n)
Schlüssel ICD-10-GM SGB V (Quelle http://www.dimdi.de)

Die Kodierung der Aufnahmediagnaosen geschieht nach dem am Aufnahmetag (Krankenhaus) gültigen ICD-GM-Katalog.

8
Einstufung nach ASA-Klassifikation
1 = normaler, ansonsten gesunder Patient
2 = Patient mit leichter Allgemeinerkrankung
3 = Patient mit schwerer Allgemeinerkrankung und Leistungseinschränkung
4 = Patient mit inaktivierender Allgemeinerkrankung, ständige Lebensbedrohung
5 = moribunder Patient

Risikoklassifikation

ASA= American Society of Anesthesiologists

18/1: Teildatensatz Brust (BRUST)

Zeile Bezeichnung Allgemeiner Hinweis Ausfüllhinweis
9
betroffene Brust / Seite
1 = rechts
2 = links
Wenn beide Seiten operiert werden, ist ein zweiter Teildatensatz "Brust" (incl. Teildatensatz Operation) anzulegen und auszufüllen.
10
Erkrankung an dieser Brust
1 = Primärerkrankung
2 = lokoregionäres Rezidiv nach BET
3 = lokoregionäres Rezidiv nach Mastektomie
  1. Bei ausschließlicher operativer Behandlung von Haut-(Fern)metastasen muss ein Minimaldatensatz (MDS) angelegt werden.
  2. Zweitkarzinome in derselben Brust wie das Erstkarzinom sind als Primärerkrankungen zu dokumentieren.
11
Aufnahme zum ersten offenen Eingriff an dieser Brust wegen Primärerkrankung
0 = nein
1 = ja
-
12
tastbarer Mammabefund
0 = nein
1 = ja

Im Falle einer neoadjuvanten Therapie (vorausgegangene endokrine oder Chemotherapie, vgl.präoperative tumorspezifische Therapie) ist hier der prätherapeutische Befund vor der neoadjuvanten Therapie anzugeben

Auch bei Tumoren, die sich später in der Histologie als gutartig herausstellen, sind die klinischen Tastbefunde entsprechend der präoperativen Untersuchung zu dokumentieren.

13
Primärtumor cT
0 = kein Anhalt für Primärtumor
1 = Tumor 2 cm oder weniger in größter Ausdehnung
1a = Tumor mehr als 0,1 cm, aber nicht mehr als 0,5 cm im größten Durchmesser
1b = Tumor mehr als 0,5 cm, aber nicht mehr als 1 cm im größten Durchmesser
1c = Tumor mehr als 1 cm, aber nicht mehr als 2 cm im größten Durchmesser
2 = Tumor mehr als 2 cm, aber nicht mehr als 5 cm in größter Ausdehnung
3 = Tumor mehr als 5 cm in größter Ausdehnung
4 = Tumor jeder Größe mit direkter Ausdehnung auf Brustwand oder Haut, wie unter 4a bis 4d beschrieben
4a = Ausdehnung auf Brustwand
4b = Ödem (einschl. Apfelsinenhaut) oder Ulzeration der Haut oder Satellitenknötchen der Haut der gleichen Brust
4c = Kriterien von 4a und 4b gemeinsam
4d = entzündliches (inflammatorisches) Karzinom
is = Carcinoma in situ
X = Primärtumor kann nicht beurteilt werden
Im Falle einer neoadjuvanten Therapie (vorausgegangene endokrine oder Chemotherapie, vgl. präoperative tumorspezifische Therapie) ist hier der prätherapeutische Befund vor der neoadjuvanten Therapie anzugeben

Die TNM-Klassifikation erfolgt nach der 6. Auflage 2002 (1,2)

Obligat sind nur die Hauptkategorien, die Unterteilung in Subkategorien (bei T1, T4, N2, N3) ist fakultativ.

(1) UICC (2002) TNM classification of malignant tumours, 6th ed. (Soblin LH, Wittekind Ch, eds.). John Wiley & Sons, New York

(2) UICC (2002) TNM Klassifikation maligner Tumoren, 6. Aufl. (Wittekind Ch, Meyer H-J, Bootz F, Hrsg). Springer, Berlin,  Heidelberg,  New York

1. Allgemeine Regeln zur klinischen Klassifikation

Im Falle multizentrischer Karzinome (Definition siehe unten) wird der Tumor mit der höchsten T-Kategorie klassifiziert. Simultane bilaterale Tumoren werden getrennt klassifiziert.

Schema zur T-Klassifikation

TX     Primärtumor kann nicht beurteilt werden

T0     Kein Anhalt für Primärtumor

Tis     Carcinoma in situ:

           Tis (DCIS): Duktales Carcinoma in situ

           Tis (LCIS): Lobuläres Carcinoma in situ

           Tis (Paget): M. Paget der Mamille ohne nachweisbaren Tumor(1)

           Die Zusätze DCIS, LCIS und Paget können in der QS-Dokumentation nicht verschlüsselt werden.


T1 bis T3: Invasive Karzinome ohne direkte Ausdehnung auf Brustwand(2) oder Haut(3).

T1     Tumor 2 cm oder weniger

        T1mic Mikroinvasion (4)

        T1a Tumor > 0,1 – 0,5 cm

        T1b Tumor > 0,5 – 1,0 cm

        T1c Tumor > 1,0 – 2,0 cm

T2     Tumor > 2 – 5 cm

T3     Tumor > 5 cm

T4     Tumor jeder Größe mit direkter Ausbreitung auf Brustwand(2) oder Haut(3).

T4a     Ausdehnung auf Brustwand(2)

T4b     Ödem (einschließlich Apfelsinenhaut) oder Ulzeration der Brusthaut oder Satellitenmetastasen
           der Haut der gleichen Brust.

T4c     Kriterien von T4a und T4b

T4d     Entzündliches (inflammatorisches) Karzinom(5).

Auch bei Tumoren, die sich später in der Histologie als gutartig herausstellen, sind die klinischen Tastbefunde entsprechend der präoperativen Untersuchung zu dokumentieren.



(1)M. Paget kombiniert mit einem nachweisbaren Tumor wird entsprechend der Größe des Tumors klassifiziert.

(2) Die Brustwand schließt die Rippen, die Interkostalmuskulatur und den vorderen Serratusmuskel mit ein, nicht aber die Pektoralismuskulatur.

(3) Als Ausdehnung auf die Haut gelten Ödem inkl. Apfelsinenhaut, Ulzeration der Brusthaut oder Satellitenmetastasen der Haut der gleichen Brust.

Einziehungen der Haut oder der Mamille oder andere Hautveränderungen (außer denjenigen, die in T4b, 4d klassifiziert sind) können in T1, T2, T3 vorkommen, ohne die T-Klassifikation zu beeinflussen.

(4) Unter Mikroinvasion wird ein Eindringen von Karzinomzellen über die Basalmembran hinaus in das angrenzende Gewebe verstanden. Kein Invasionsherd darf mehr als 0,1 cm in größter Ausdehnung messen. Wenn multiple Mikroinvasionsherde vorliegen, wird nur die Ausdehnung des größten Herdes für die Klassifikation verwendet. (Eine Summe aus der Größe aller Mikroinvasionsherde darf nicht gebildet werden). Das Vorhandensein multipler Mikroinvasionsherde sollte ebenso wie bei multiplem größeren Karzinomen festgehalten werden.

(5) Entzündliche (inflammatorische) Karzinome der Brust sind durch eine diffuse braune Induration der Haut mit erysipelähnlichem Rand gekennzeichnet, gewöhnlich ohne eine palpable Tumormasse.

14
regionäre Lymphknoten cN
0 = keine regionären Lymphknotenmetastasen
1 = Metastase(n) in beweglichen ipsilateralen axillären Lymphknoten
2 = Metastase(n) in ipsilateralen axillären Lymphknoten, untereinander oder an andere Strukturen fixiert oder in klinisch erkennbaren ipsilateralen Lymphknoten entlang der A. mammaria interna in Abwesenheit klinisch erkennbarer axillärer Lymphknotenmetastasen
2a = Metastase(n) in ipsilateralen axillären Lymphknoten, untereinander oder an andere Strukturen fixiert
2b = Metastase(n) in klinisch erkennbaren ipsilateralen Lymphknoten entlang der A. mammaria interna in Abwesenheit klinisch erkennbarer axillärer Lymphknotenmetastasen
3 = Metastase(n) in ipsilatateralen infraklavikul. LK mit o. ohne Beteil. ax. LK. o. in klin. erkb. ipsilat. LK entl. d. A.mam.int. in Anwh. klin. erkb. ax. LK-Metast. o. Metast. in ipsilat. supraklavik. LK mit o. ohne Beteil. ax. LK o. LK entl. d. A.mam.int.
3a = Metastase(n) in ipsilateralen infraklavikulären Lymphknoten
3b = Metastase(n) in ipsilateralen Lymphknoten entlang der A. mammaria in Anwesenheit axillärer Lymphknotenmetastasen
3c = Metastase(n) in ipsilateralen supraklavikulären Lymphknoten
X = regionäre Lymphknoten können nicht beurteilt werden (z.B. vor klinischer Klassifikation bioptisch entfernt)

Im Falle einer neoadjuvanten Therapie (vorausgegangene endokrine oder Chemotherapie, vgl. präoperative tumorspezifische Therapie) ist hier der prätherapeutische Befund vor der neoadjuvanten Therapie anzugeben

Definition der regionären Lymphknoten

Regionäre Lymphknoten sind:

  1. Ipsilaterale axilläre Lymphknoten (einschl. intramammäre Lymphknoten und interpektorale (Rotter-) Lymphknoten
  2. Ipsilaterale infraklavikuläre (subklavikuläre) Lymphknoten
  3. Ipsilaterale Lymphknoten an der A. mammaria interna
  4. Ipsilaterale supraklavikuläre Lymphknoten

Metastasen in allen anderen Lymphknoten werden als Fernmetastasen klassifiziert.

Schema zur N-Klassifikation

  •  Vorbemerkung: Berücksichtigt wird nur „klinischer Befall“, bestimmt durch klinische Untersuchung oder bildgebende Verfahren ausgenommen Lymphszintigraphie. Befunde an Sentinel-Node-Biopsien werden stets als pN eingeordnet und in der  
     klinischen N-Klassifikation nicht berücksichtigt(1,2).
  •  Regionäre LK können nicht beurteilt werden NX
  •  Keine regionären Lymphknotenmetastasen N0
  •  Klinischer Befall nur von ipsilateralen axillären und/oder ipsilateralen Mammaria-Lymphknoten:



  •  Klinischer Befall ipsilateraler infra- (sub-)klavikulärer Lymphknoten N3a

  •  Klinischer Befall ipsilateraler supraklavikulärer Lymphknoten N3c



(1) UICC (2002) TNM classification of malignant tumours, 6th ed. (Soblin LH, Wittekind Ch, eds.). John Wiley & Sons, New York

(2) UICC (2002) TNM Klassifikation maligner Tumoren, 6. Aufl. (Wittekind Ch, Meyer H-J, Bootz F, Hrsg). Springer, Berlin Heidelberg New York

15
Anlass der Diagnosestellung bekannt
0 = nein
1 = ja
-
16
Selbstuntersuchung
1 = ja
-
17
Früherkennung
1 = ja
-
18
Mammographie-Screening-Programm
0 = nein
1 = ja
Bei Mammographien von asymptomatischen Patientinnen mit familiärem Risiko handelt es sich um Früherkennung, die aber nicht Mammographie-Screening-Programmen zuzuordnen sind
19
Tumorsymptomatik
1 = ja
-
20
Nachsorge
1 = ja
-
21
sonstiges
1 = ja
-
22
prätherapeutische histologische Diagnosesicherung
0 = nein
1 = ja

ja: Ein histologischer Befund z.B. durch Stanzbiopsie liegt vor dem ersten offenen Eingriff vor.

Bei der Feinnadelbiopsie handelt es sich nicht um eine histologische Diagnosesicherung.

23
Histologie
1 = maligne Neoplasie (einschließlich in-situ-Karzinom)
2 = benigne/entzündliche Veränderung
3 = regelhaftes Drüsengewebe
4 = Risikoläsion: Flache epitheliale Atypie (DIN 1a)
5 = Risikoläsion: Zylinderzellmetaplasie mit Atypie (DIN 1a)
6 = Risikoläsion: Atypische duktale Hyperplasie (DIN 1b)
-
24
maligne Neoplasie
Schlüssel ICD-O-3 (Mammakarzinom) mit mehr als 100 Kodes
Format: ICD-O-3

Die ICD-O-Klassifikation erfolgt nach der 3. Revision. Herausgeber DIMDI, August 2003.

Zulässig sind nur Kodes mit Relevanz für die Brust.

ICD-O-3 Primärtumor Metastase unklar ob Primärtumor oder Metastase
LCIS/ lobuläre Neoplasie 
lobuläres Carcinoma-in-situ 8520/2    
DCIS
duktales Carcinoma-in-situ 8500/2    
  Intraduktales Karzinom o.n.A.   8500/2    
  Duktales Carcinoma in situ o.n.A.   8500/2    
  DCIS o.n.A.   8500/2    
  DIN 1c bis DIN 3   8500/2    
  Duktale intraepitheliale Neoplasie 3   8500/2    
intraduktales mikropapilläres Karzinom 8507/2    
intraduktales papilläres Karzinom 8503/2    
intrazystisches papilläres Karzinom 8504/2    
Morbus Paget der Brustwarzenhaut 8540/3    
intraduktales Carcinoma-in-situ mit M. Paget 8543/3    
invasive Karzinome
invasiv duktales Karzinom 8500/3 8500/6 8500/9
  Duktales Adenokarzinom o.n.A. C50.-|
  Duktales Karzinom o.n.A.
  Duktalzell-Karzinom C50.-|
  Invasives duktales Adenokarzinom
  invasives duktales Karzinom, nicht weiter spezifiziert
invasiv duktales Karzinom mit M. Paget 8541/3 8541/6 8541/9
invasiv duktales und lobuläres Karzinom 8522/3 8522/6 8522/9
pleomorphes Karzinom 8022/3 8022/6 8022/9
Karzinom mit osteoklastischen Riesenzellen 8035/3 8035/6 8035/9
invasiv lobuläres Karzinom 8520/3 8520/6 8520/9
  Invasives lobuläres Karzinom o.n.A.   8520/3   8520/6   8520/9
  Lobuläres Adenokarzinom C50.-|   8520/3   8520/6   8520/9
tubuläres Karzinom 8211/3 8211/6 8211/9
invasiv cribriformes Karzinom 8201/3 8201/6 8201/9
  kribriformes duktales Karzinom   8201/3   8201/6   8201/9
medulläres Karzinom 8510/3 8510/6 8510/9
muzinöses Karzinom 8480/3 8480/6 8480/9
  cystadenomatöses und Kolumnarzell-muzinöses Karzinom   8480/3   8480/6   8480/9
  Carcinoma gelatinosum   8480/3   8480/6   8480/9
  Gallertkarzinom   8480/3   8480/6   8480/9
  Kolloidales Adenokarzinom   8480/3   8480/6   8480/9
  Kolloidkarzinom   8480/3   8480/6   8480/9
  Mukoides Karzinom   8480/3   8480/6   8480/9
  Mukoides Adenokarzinom   8480/3   8480/6   8480/9
  Muköses Adenokarzinom   8480/3   8480/6   8480/9
  Muköses Karzinom   8480/3   8480/6   8480/9
  Muzinöses Karzinom   8480/3   8480/6   8480/9
Siegel-Ring-Zell-Karzinom 8490/3 8490/6 8490/9
atypischer Karzinoidtumor 8249/3 8249/6 8249/9
neuroendokrines und kleinzelliges/oat cell-Karzinom 8041/3 8041/6 8041/9
  Reservezellkarzinom   8041/3   8041/6   8041/9
  Rundzellkarzinom   8041/3   8041/6   8041/9
  Kleinzelliges neuroendokrines Karzinom   8041/3   8041/6   8041/9
Großzelliges neuroendokrines Karzinom 8013/3 8013/6 8013/9
invasiv-papilläres Karzinom 8503/3 8503/6 8503/9
  Invasives papilläres Adenokarzinom C50.-|   8503/3   8503/6   8503/9
  Invasives und papilläres Adenokarzinom C50.-|   8503/3   8503/6   8503/9
Invasiv-mikropapilläres Karzinom 8507/3 8507/6 8507/9
apokrines Karzinom 8401/3 8401/6 8401/9
metaplastisches Karzinom 8575/3 8575/6 8575/9
squamöses Karzinom
(vom Drüsenkörper und nicht von der Brusthaut ausgehend)
8070/3 8070/6 8070/9
  Epidermoidkarzinom o.n.A.   8070/3   8070/6   8070/9
  Spinaliom   8070/3   8070/6   8070/9
Adenokarzinom mit Spindelzell-Metaplasie 8572/3 8572/6 8572/9
adenosquamöses Karzinom 8560/3 8560/6 8560/9
  Adenokarzinomatös-epidermoider Tumor   8560/3   8560/6   8560/9
  Kombiniertes Adeno-Plattenepithelkarzinom   8560/3   8560/6   8560/9
mucoepidermoides Karzinom 8430/3 8430/6 8430/9
gemischt epitheliales-mesenchymal-metaplastisches Karzinom 8575/3 8575/6 8575/9
Lipidreiches Karzinom 8314/3 8314/6 8314/9
sekretorisches Karzinom 8502/3 8502/6 8502/9
  Juveniles Mammakarzinom C50.-|   8502/3   8502/6   8502/9
onkozytäres Karzinom 8290/3 8290/6 8290/9
  Onkozytäres Adenokarzinom   8290/3   8290/6   8290/9
  Onkozytäres Karzinom   8290/3   8290/6   8290/9
  Hürthle-Zell-Adenokarzinom   8290/3   8290/6   8290/9
  Hürthle-Zell-Karzinom   8290/3   8290/6   8290/9
  Oxyphiles follikuläres Karzinom   8290/3   8290/6   8290/9
adenoides zystisches Karzinom 8200/3 8200/6 8200/9
  Zylindroides Adenokarzinom   8200/3   8200/6   8200/9
  Zylindrom o.n.A - Exkl. Zylindrom der Haut 8200/0   8200/3   8200/6   8200/9
Azinus-Zell Karzinom 8550/3 8550/6 8550/9
  Azinäres Adenokarzinom   8550/3   8550/6   8550/9
  Azinarkarzinom   8550/3   8550/6   8550/9
  Azinuszell-Adenokarzinom   8550/3   8550/6   8550/9
Glykogenreiches Klarzellkarzinom 8315/3 8315/6 8315/9
sebaceous Karzinom
(vom Drüsenkörper und nicht von der Brusthaut ausgehend)
8410/3 8410/6 8410/9
  Talgdrüsenkarzinom C44.-|   8410/3   8410/6   8410/9
inflammatorisches Karzinom 8530/3 8530/6 8530/9
  Entzündliches Adenokarzinom C50.-|   8530/3   8530/6   8530/9
malignes Myoepitheliom 8982/3 8982/6 8982/9
Adenokarzinom ohne nähere Angaben 8140/3 8140/6 8140/9
Karzinom ohne nähere Angaben (Auffangschlüssel) 8010/3 8010/6  
Sarkome
Liposarkom 8850/3 8850/6 8850/9
Leiomyosarkom 8890/3 8890/6 8890/9
Rhabdomyosarkom 8900/3 8900/6 8900/9
Angiosarkom 9120/3 9120/6 9120/9
Osteosarkom 9180/3 9180/6 9180/9
periduktales Stromasarkom niedrig diff. 9020/3 9020/6 9020/9
maligner phylloider Tumor 9020/3 9020/6 9020/9
borderline phylloider Tumor 9020/1    
Sarkom ohne nähere Angaben 8800/3 8800/6 8800/9
Lymphome
diffuses großzelliges B-Zell Lymphom 9680/3    
Burkitt Lymphom
(Einschließlich aller Varianten)
9687/3    
extranodales Randzonen B-Zell-Lymphom des MALT-Typ 9699/3    
follikuläres Lymphom (S.a. 9675/3) 9690/3    
Malignes Lymphom ohne nähere Angaben 9590/3    
25
Datum (Ausgang Pathologie) des prätherapeutischen histologischen Befundes
Format: TT.MM.JJJJ
-
26
prätherapeutische interdisziplinäre Therapieplanung
0 = nein
1 = ja
-
27
Datum der Therapieplanung
Format: TT.MM.JJJJ
-
28
präoperative tumorspezifische Therapie
0 = nein
1 = ja
-
29
systemische Chemotherapie
1 = ja
-
30
endokrine Therapie
1 = ja
-
31
spezifische Antikörpertherapie
1 = ja
-
32
Strahlentherapie
1 = ja
-
33
sonstige
1 = ja
-

18/1: Teildatensatz Operation (O)

Zeile Bezeichnung Allgemeiner Hinweis Ausfüllhinweis
34
wievielter mammachirurgischer Eingriff während dieses Aufenthalts?
Gültige Angabe: ≥ 1
Angabe ohne Warnung: ≤ 10
Anhand dieses Datenfeldes sind verschiedene dokumentationspflichtige Eingriffe während eines Aufenthaltes unterscheidbar. Innerhalb einer QS-Dokumentation eines Falls darf dieselbe Eingriffsnummer nicht mehrfach vergeben werden.

Achtung: Dieses Datenfeld darf von der QS-Software vorbelegt werden.
35
Ist dieser Eingriff eine offene Biopsie aus diagnostischen Gründen?
0 = nein
1 = ja
Eine offene Biopsie aus diagnostischen Gründen ist jeder offene Eingriff ohne vorangegangene histologische Diagnosestellung oder jeder Eingriff ohne Vorliegen einer aussagefähigen Histologie.
36
präoperative Draht-Markierung gesteuert durch bildgebende Verfahren
0 = nein
1 = ja
präoperative Draht-Markierung auch ja, wenn eine Clip-Markierung erfolgt
37
Mammographie
1 = ja
-
38
intraoperatives Präparatröntgen
0 = nein
1 = ja
-
39
Sonographie
1 = ja
-
40
intraoperative Präparatsonographie
0 = nein
1 = ja
-
41
MRT
1 = ja
-
42
OP-Datum
Format: TT.MM.JJJJ
-
43
Operation
Schlüssel OPS (amtliche Kodes) (Quelle http://www.dimdi.de)

Alle OPS-Kodes des durchgeführten Eingriffs sind hier zu dokumentieren.

In der Version 2005 des OPS hat das DIMDI erstmals Zusatzkennzeichen für die Seitenbezeichnung eingeführt: R (Rechts), L (Links) und B (Beidseitig) eingeführt. Für Prozeduren an Lokalisationen, die paarig vorhanden sind (z.B. Leiste, Niere, Oberschenkel etc.), sind die Zusatzkennzeichen R, L oder B verpflichtend. Diejenigen Schlüsselnummern des OPS, die mit einem Zusatzkennzeichen versehen werden müssen, sind im OPS-Katalog 2008 besonders gekennzeichnet. Das Zusatzkennzeichen für die Seitenbezeichnung wird hinter dem Kode und einem Doppelpunkt als Trennzeichen angehängt. Fehlt ein erforderliches Zusatzkennzeichen, so ist die Dokumentation unplausibel.


Beispiel: Für den OPS-Kode 5-872.0 (Mastektomie ohne axilläre Lymphadenektomie: ohne Resektion der M. pectoralis-Faszie) als Einschlussprozedur für den Datensatz Mammachirurgie ist eine Seitenangabe in den OPS-Feldern der Dokumentation erforderlich. Gültige Kodes sind somit 5-872.0:R, 5-872.0:L oder 5-872.0:B. Die Dokumentation des Kodes 5-872.0 ohne Zusatzkennzeichen ist hier unzulässig.


Die Kodierung geschieht nach dem am Aufnahmetag (Krankenhaus) gültigen OPS-Katalog: Im Jahr 2009 durchgeführte Operationen sind z.B. noch nach dem im Jahre 2008 gültigen OPS-Katalog zu dokumentieren, wenn der Patient am 31.12.2008 aufgenommen worden ist.

44
Sentinel-Lymphknoten-Biopsie bei diesem Eingriff durchgeführt
0 = nein
1 = ja
-
45
perioperative Antibiotikaprophylaxe
0 = nein
1 = ja
-

18/1: Teildatensatz Brust (BRUST)

Zeile Bezeichnung Allgemeiner Hinweis Ausfüllhinweis
46
behandlungsbedürftige postoperative chirurgische Komplikationen
0 = nein
1 = ja
behandlungsbedürftig ist definiert als medikamentös (antibiotisch) oder operativ
47
Wundinfektion
1 = ja

ja, wenn Wundinfektion nach Kriterien der CDC vorliegt.


CDC-Definitionen für Postoperative Wundinfektionen

A1 Postoperative oberflächliche Wundinfektion

Infektion an der Inzisionsstelle innerhalb von 30 Tagen nach der Operation, die nur Haut oder subkutanes Gewebe mit einbezieht, und eines der folgenden Kriterien trifft zu:

  • Eitrige Sekretion aus der oberflächlichen Inzision.
  • Kultureller Nachweis eines Mikroorganismus aus einer steril entnommenen Flüssigkeitskultur oder aus dem Wundabstrich von der oberflächlichen Inzision.
  • Eines der folgenden Anzeichen: Schmerz oder Berührungsempfindlichkeit, lokalisierte Schwellung, Rötung oder Überwärmung, und Chirurg öffnet die oberflächliche Inzision bewusst. Dieses Kriterium gilt jedoch nicht bei Vorliegen einer negativen mikrobiologischen Kultur von der oberflächlichen Inzision.
  • Diagnose des behandelnden Arztes.

A2 Postoperative tiefe Wundinfektion

Infektion innerhalb von 30 Tagen nach der Operation (innerhalb von 1 Jahr, wenn Implantat in situ belassen), und Infektion scheint mit der Operation in Verbindung zu stehen und erfasst Faszienschicht und Muskelgewebe, und eines der folgenden Kriterien trifft zu:

  • Eitrige Sekretion aus der Tiefe der Inzision, aber nicht aus dem operierten Organ bzw. Körperhöhle, da solche Infektionen dann zur Kategorie A3 gehören würden.
  • Spontan oder vom Chirurgen bewusst geöffnet, wenn der Patient mindestens eines der nachfolgenden Symptome hat: Fieber (> 38°C), lokalisierter Schmerz oder Berührungsempfindlichkeit. Dieses Kriterium gilt jedoch nicht bei Vorliegen einer negativen mikrobiologischen Kultur aus der Tiefe der Inzision.
  • Abszess oder sonstige Zeichen der Infektion, die tieferen Schichten betreffend, sind bei der klinischen Untersuchung, während der erneuten Operation, bei der histopathologischen Untersuchung oder bei radiologischen Untersuchungen ersichtlich.
  • Diagnose des behandelnden Arztes.

A3 Infektion von Organen und Körperhöhlen im Operationsgebiet

Infektion innerhalb von 30 Tagen nach der Operation (innerhalb von 1 Jahr, wenn Implantat in situ belassen), und Infektion scheint mit der Operation in Verbindung zu stehen und erfasst Organe oder Körperhöhlen, die während der Operation geöffnet wurden oder an denen manipuliert wurde, und eines der folgenden Kriterien trifft zu:

  • Eitrige Sekretion aus einer Drainage, die Zugang zu dem Organ bzw. der Körperhöhle im Operationsgebiet hat.
  • Isolierung eines Mikroorganismus aus steril entnommener Flüssigkeitskultur (bzw. Wundabstrich) oder Gewebekultur aus einem Organ bzw. der Körperhöhle im Operationsgebiet.
  • Abszess oder sonstiges Zeichen einer Infektion des Organs bzw. der Körperhöhle im Operationsgebiet, ist bei klinischer Untersuchung, während der erneuten Operation, bei der histopathologischen Untersuchung oder bei radiologischen Untersuchungen ersichtlich.
  • Diagnose des behandelnden Arztes.


48
Nachblutung/Hämatom
1 = ja
-
49
Serom
1 = ja
-
50
(Komplikationen) sonstige
1 = ja
-
51
Histologie unter Berücksichtigung der Vorbefunde
1 = maligne Neoplasie (einschließlich in-situ-Karzinom)
2 = benigne/entzündliche Veränderung
3 = regelhaftes Drüsengewebe
4 = Risikoläsion: Flache epitheliale Atypie (DIN 1a)
5 = Risikoläsion: Zylinderzellmetaplasie mit Atypie (DIN 1a)
6 = Risikoläsion: Atypische duktale Hyperplasie (DIN 1b)
-
52
(Histologie und Staging) maligne Neoplasie
Schlüssel ICD-O-3 (Mammakarzinom) mit mehr als 100 Kodes
Format: ICD-O-3

Die ICD-O-Klassifikation erfolgt nach der 3. Revision. Herausgeber DIMDI, August 2003.

Zulässig sind nur Kodes mit Relevanz für die Brust.

ICD-O-3 Primärtumor Metastase unklar ob Primärtumor oder Metastase
LCIS/ lobuläre Neoplasie 
lobuläres Carcinoma-in-situ 8520/2    
DCIS
duktales Carcinoma-in-situ 8500/2    
  Intraduktales Karzinom o.n.A.   8500/2    
  Duktales Carcinoma in situ o.n.A.   8500/2    
  DCIS o.n.A.   8500/2    
  DIN 1c bis DIN 3   8500/2    
  Duktale intraepitheliale Neoplasie 3   8500/2    
intraduktales mikropapilläres Karzinom 8507/2    
intraduktales papilläres Karzinom 8503/2    
intrazystisches papilläres Karzinom 8504/2    
Morbus Paget der Brustwarzenhaut 8540/3    
intraduktales Carcinoma-in-situ mit M. Paget 8543/3    
invasive Karzinome
invasiv duktales Karzinom 8500/3 8500/6 8500/9
  Duktales Adenokarzinom o.n.A. C50.-|
  Duktales Karzinom o.n.A.
  Duktalzell-Karzinom C50.-|
  Invasives duktales Adenokarzinom
  invasives duktales Karzinom, nicht weiter spezifiziert
invasiv duktales Karzinom mit M. Paget 8541/3 8541/6 8541/9
invasiv duktales und lobuläres Karzinom 8522/3 8522/6 8522/9
pleomorphes Karzinom 8022/3 8022/6 8022/9
Karzinom mit osteoklastischen Riesenzellen 8035/3 8035/6 8035/9
invasiv lobuläres Karzinom 8520/3 8520/6 8520/9
  Invasives lobuläres Karzinom o.n.A.   8520/3   8520/6   8520/9
  Lobuläres Adenokarzinom C50.-|   8520/3   8520/6   8520/9
tubuläres Karzinom 8211/3 8211/6 8211/9
invasiv cribriformes Karzinom 8201/3 8201/6 8201/9
  kribriformes duktales Karzinom   8201/3   8201/6   8201/9
medulläres Karzinom 8510/3 8510/6 8510/9
muzinöses Karzinom 8480/3 8480/6 8480/9
  cystadenomatöses und Kolumnarzell-muzinöses Karzinom   8480/3   8480/6   8480/9
  Carcinoma gelatinosum   8480/3   8480/6   8480/9
  Gallertkarzinom   8480/3   8480/6   8480/9
  Kolloidales Adenokarzinom   8480/3   8480/6   8480/9
  Kolloidkarzinom   8480/3   8480/6   8480/9
  Mukoides Karzinom   8480/3   8480/6   8480/9
  Mukoides Adenokarzinom   8480/3   8480/6   8480/9
  Muköses Adenokarzinom   8480/3   8480/6   8480/9
  Muköses Karzinom   8480/3   8480/6   8480/9
  Muzinöses Karzinom   8480/3   8480/6   8480/9
Siegel-Ring-Zell-Karzinom 8490/3 8490/6 8490/9
atypischer Karzinoidtumor 8249/3 8249/6 8249/9
neuroendokrines und kleinzelliges/oat cell-Karzinom 8041/3 8041/6 8041/9
  Reservezellkarzinom   8041/3   8041/6   8041/9
  Rundzellkarzinom   8041/3   8041/6   8041/9
  Kleinzelliges neuroendokrines Karzinom   8041/3   8041/6   8041/9
Großzelliges neuroendokrines Karzinom 8013/3 8013/6 8013/9
invasiv-papilläres Karzinom 8503/3 8503/6 8503/9
  Invasives papilläres Adenokarzinom C50.-|   8503/3   8503/6   8503/9
  Invasives und papilläres Adenokarzinom C50.-|   8503/3   8503/6   8503/9
Invasiv-mikropapilläres Karzinom 8507/3 8507/6 8507/9
apokrines Karzinom 8401/3 8401/6 8401/9
metaplastisches Karzinom 8575/3 8575/6 8575/9
squamöses Karzinom
(vom Drüsenkörper und nicht von der Brusthaut ausgehend)
8070/3 8070/6 8070/9
  Epidermoidkarzinom o.n.A.   8070/3   8070/6   8070/9
  Spinaliom   8070/3   8070/6   8070/9
Adenokarzinom mit Spindelzell-Metaplasie 8572/3 8572/6 8572/9
adenosquamöses Karzinom 8560/3 8560/6 8560/9
  Adenokarzinomatös-epidermoider Tumor   8560/3   8560/6   8560/9
  Kombiniertes Adeno-Plattenepithelkarzinom   8560/3   8560/6   8560/9
mucoepidermoides Karzinom 8430/3 8430/6 8430/9
gemischt epitheliales-mesenchymal-metaplastisches Karzinom 8575/3 8575/6 8575/9
Lipidreiches Karzinom 8314/3 8314/6 8314/9
sekretorisches Karzinom 8502/3 8502/6 8502/9
  Juveniles Mammakarzinom C50.-|   8502/3   8502/6   8502/9
onkozytäres Karzinom 8290/3 8290/6 8290/9
  Onkozytäres Adenokarzinom   8290/3   8290/6   8290/9
  Onkozytäres Karzinom   8290/3   8290/6   8290/9
  Hürthle-Zell-Adenokarzinom   8290/3   8290/6   8290/9
  Hürthle-Zell-Karzinom   8290/3   8290/6   8290/9
  Oxyphiles follikuläres Karzinom   8290/3   8290/6   8290/9
adenoides zystisches Karzinom 8200/3 8200/6 8200/9
  Zylindroides Adenokarzinom   8200/3   8200/6   8200/9
  Zylindrom o.n.A - Exkl. Zylindrom der Haut 8200/0   8200/3   8200/6   8200/9
Azinus-Zell Karzinom 8550/3 8550/6 8550/9
  Azinäres Adenokarzinom   8550/3   8550/6   8550/9
  Azinarkarzinom   8550/3   8550/6   8550/9
  Azinuszell-Adenokarzinom   8550/3   8550/6   8550/9
Glykogenreiches Klarzellkarzinom 8315/3 8315/6 8315/9
sebaceous Karzinom
(vom Drüsenkörper und nicht von der Brusthaut ausgehend)
8410/3 8410/6 8410/9
  Talgdrüsenkarzinom C44.-|   8410/3   8410/6   8410/9
inflammatorisches Karzinom 8530/3 8530/6 8530/9
  Entzündliches Adenokarzinom C50.-|   8530/3   8530/6   8530/9
malignes Myoepitheliom 8982/3 8982/6 8982/9
Adenokarzinom ohne nähere Angaben 8140/3 8140/6 8140/9
Karzinom ohne nähere Angaben (Auffangschlüssel) 8010/3 8010/6  
Sarkome
Liposarkom 8850/3 8850/6 8850/9
Leiomyosarkom 8890/3 8890/6 8890/9
Rhabdomyosarkom 8900/3 8900/6 8900/9
Angiosarkom 9120/3 9120/6 9120/9
Osteosarkom 9180/3 9180/6 9180/9
periduktales Stromasarkom niedrig diff. 9020/3 9020/6 9020/9
maligner phylloider Tumor 9020/3 9020/6 9020/9
borderline phylloider Tumor 9020/1    
Sarkom ohne nähere Angaben 8800/3 8800/6 8800/9
Lymphome
diffuses großzelliges B-Zell Lymphom 9680/3    
Burkitt Lymphom
(Einschließlich aller Varianten)
9687/3    
extranodales Randzonen B-Zell-Lymphom des MALT-Typ 9699/3    
follikuläres Lymphom (S.a. 9675/3) 9690/3    
Malignes Lymphom ohne nähere Angaben 9590/3    
53
primär-operative Therapie abgeschlossen
0 = nein
1 = ja
Die operative Therapie ist dann abgeschlossen, wenn keine weitere Operation zur Tumorentfernung bzw. zum lokoregionären Staging empfohlen wird. Dies gilt auch, wenn die operative Behandlung aufgrund des Allgemeinzustandes der Patientin beendet wird. Die folgenden Items (55 bis 73) dürfen erst dann ausgefüllt werden, wenn die operative Therapie (ausgenommen plastisch-rekonstruktive Operationen) abgeschlossen ist. Nur so kann gesichert werden, dass die endgültigen Befunde eingetragen werden. Im Falle der Empfehlung einer weiteren operativen Therapie werden die genannten Items beim letzten stationären Aufenthalt ausgefüllt.
54
weitere Therapieempfehlung
1 = Empfehlung zur Nachresektion
2 = Empfehlung zur Mastektomie
3 = Empfehlung zur Sentinel-Lymphknoten-Biopsie
4 = Empfehlung zur Axilladissektion
5 = Kombination aus 1 bis 4
-
55
pT
pT0 = pT0
pT1a = pT1a
pT1b = pT1b
pT1c = pT1c
pT1mic = pT1mic
pT2 = pT2
pT3 = pT3
pT4a = pT4a
pT4b = pT4b
pT4c = pT4c
pT4d = pT4d
pTis = pTis
pTX = pTX
ypT0 = ypT0
ypT1a = ypT1a
ypT1b = ypT1b
ypT1c = ypT1c
ypT1mic = ypT1mic
ypT2 = ypT2
ypT3 = ypT3
ypT4a = ypT4a
ypT4b = ypT4b
ypT4c = ypT4c
ypT4d = ypT4d
ypTis = ypTis
ypTX = ypTX

Im Falle einer neoadjuvanten Therapie (vorausgegangene endokrine oder Chemotherapie, vgl. Item präoperative tumorspezifische Therapie) muss die ypTNM-Klassifikation angewandt werden

pTNM-Klassifikation

Die pTNM-Klassifikation erfolgt nach UICC 6. Auflage, 2002 (1,2).

(1) UICC (2002) TNM classification of malignant tumors, 6th ed. (Sobin LH, Wittekind Ch, eds.). John Wiley & Sons, New York

(2) UICC (2002) TNM Klassifikation maligner Tumoren, 6. Aufl. (Wittekind Ch, Meyer H-J, Bootz F, Hrsg). Springer, Berlin, Heidelberg, New York

Bei der pT-Klassifikation muss die Einteilung in Subkategorien für pT1 und pT4 erfolgen.

pT-Klassifikation

Eine pT-Klassifikation erfordert die Untersuchung des Primärtumors ohne makroskopisch erkennbaren Tumor an den Resektionsrändern. Ein Fall kann nach pT klassifiziert werden, wenn an den Resektionsrändern ein Tumor nur histologisch nachgewiesen wird.

Die pT-Kategorien entsprechen den T-Kategorien (siehe klinische TNM-Klassifikation).

Zur Bestimmung der Tumorgröße wird nur die invasive Komponente gemessen. Wenn eine große in-situ Komponente (z. B. 4 cm) und eine kleine invasive Komponente (z.B. 0,5 cm) besteht, wird der Tumor entsprechend der kleinen invasiven Komponente (im Beispiel pT1a) klassifiziert.

56
pN
pN0 = pN0
pN0(sn) = pN0(sn)
pN1(sn) = pN1(sn)
pN1a = pN1a
pN1b = pN1b
pN1c = pN1c
pN1mi = pN1mi
pN1mi(sn) = pN1mi(sn)
pN2a = pN2a
pN2b = pN2b
pN3a = pN3a
pN3b = pN3b
pN3c = pN3c
pNX = pNX
pNX(sn) = pNX(sn)
ypN0 = ypN0
ypN0(sn) = ypN0(sn)
ypN1(sn) = ypN1(sn)
ypN1a = ypN1a
ypN1b = ypN1b
ypN1c = ypN1c
ypN1mi = ypN1mi
ypN1mi(sn) = ypN1mi(sn)
ypN2a = ypN2a
ypN2b = ypN2b
ypN3a = ypN3a
ypN3b = ypN3b
ypN3c = ypN3c
ypNX = ypNX
ypNX(sn) = ypNX(sn)

Bei der pN-Klassifikation müssen die Subkategorien für pN1, pN2, pN3 verschlüsselt werden.

Die pN-Klassifikation erfordert die Resektion und histologische Untersuchung zumindest der unteren axillären Lymphknoten (Level I).

Hierbei sollen üblicherweise mindestens 10 Lymphknoten histologisch untersucht werden.(1)

pNX darf nur angewandt werden, falls keine Lymphknoten untersucht wurden (Auch bei einer Anzahl untersuchter Lymphknoten < 10 muss das Staging pN0 lauten, falls keine Metastasen gefunden wurden. Dies gilt auch für Sentinel-Node-Biopsien). (Greene et al. 2005. On the Use and Abuse of X in the TNM Classification. Cancer February 1.2005. Volume 103 (3), p. 647-49)

Die Untersuchung eines oder mehrerer Sentinel-Lymphknoten kann für die pathologische Klassifikation herangezogen werden. Eine Klassifikation, die allein auf der Untersuchung von Sentinel-Lymphknoten beruht, muss mit dem Zusatz (sn) verschlüsselt werden, z. B. pN1(sn).


Im Falle einer neoadjuvanten Therapie (vorausgegangene endokrine oder Chemotherapie, vgl. Item präoperative tumorspezifische Therapie) muss die ypTNM-Klassifikation angewandt werden.

(1) Deutsche Krebsgesellschaft und beteiligte medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaften. Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms der Frau. Eine nationale S3-Leitlinie. Deutsche Krebsgesellschaft e.V., (Hrsg.) AWMF Leitlinienregister, Nr. 032/045, Entwicklungsstufe 3 + IDA, Juni 2004. www.uni-duesseldorf.de/awmf/llindex.html

57
Anzahl histologisch untersuchter regionärer Lymphknoten
Gültige Angabe: ≥ 0

Die Gesamtzahl der untersuchten Lymphknoten muss dokumentiert werden (Lymphknoten aus möglicherweise vorausgegangener SLNB werden dazugerechnet)


Im Falle von Lymphknotenkonglomeraten ist folgenderweise zu dokumentieren:

1. wenn einzelne Lymphknoten auch mikroskopisch nicht mehr identifizierbar sind, wie 1 Lymphknoten. Begründung: Wenn Konglomerattumor oder Kapsel-überschreitende Metastase in axillären Lymphknoten, betrifft das i. d. R. zwei oder drei Lymphknoten. Dass alle zu einem Konglomerattumor verschmelzen ist unwahrscheinlich.
2. zumeist aber mikroskopisch noch individuelle Lymphknoten abgrenz- und zählbar.


Falls keine Axilladissektion durchgeführt wurde (z. B. DCIS, Lokalrezidiv) muss "0" angegeben werden.

57,1
Anzahl histologisch untersuchter regionärer Lymphknoten unbekannt
1 = ja
-
58
Grading
G1 = G1
G2 = G2
G3 = G3
GX = Differenzierungsgrad kann nicht beurteilt werden

In der überarbeiteten Version der S-3-Leitlinie "Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms der Frau" sind für das DCIS zwei alternative Graduierungsschemen angeführt:

1. Graduierung (WHO):
Grad 1 = Low Grade = Kerngrad 1 ohne Nekrosen
Grad 2 = Intermediate Grade = Kerngrad 1 mit Nekrosen oder Kerngrad 2 ohne/mit Nekrosen
Grad 3 = High Grade = Kerngrad 3 ohne/mit Nekrosen
2. Graduierung (Van Nuys):
Grad 1 = Non-high-grade ohne Komedonekrosen
Grad 2 = Non-high-grade mit Komedonekrosen
Grad 3 = High-grade mit / ohne Komedonekrosen
Für die externe Qualitätssicherung ist die Angabe Grad 1, 2, oder 3 ohne Angabe des Graduierungsschemas ausreichend.
59
Gesamttumorgröße
Angabe in: mm
Gültige Angabe: ≥ 0 mm
Angabe ohne Warnung: ≤ 100 mm

Anzugeben ist der größte Durchmesser.

Die Gesamttumorgröße ist nur bei ausschließlichen DCIS-Tumoren zu dokumentieren.
Begründung:

Bei invasivem Karzinom mit extensiver in-situ Komponente wird die Gesamttumorgröße (invasiver und nicht-invasiver Anteil) in Pathologie-Berichten nicht als Standard gefordert. Vielmehr werden die beiden Komponenten separat beschrieben. Bei alleinigem DCIS liefert sie wichtige Informationen für die Auswertung, da aus dem Staging pTis die Tumorgröße nicht hervorgeht. Bei invasiven Karzinomen ist zur Beschreibung der Tumorgröße pT ausreichend für die Auswertung. Allerdings wird kritisch diskutiert, dass dieser Parameter keine Informationen liefert über ein evtl. zusätzliches DCIS. Die Gesamttumorgröße ist in der BQS-Auswertung nicht Qualitätsindikator-relevant. Auch beim QI "Indikation zur BET" wird die Gesamttumorgröße nicht berücksichtigt, obwohl selbstverständlich bei der klinischen Entscheidung relevant. Die internationalen Publikationen beziehen sich alle auf das Tumorstadium pT.

60
Grading (WHO)
1 = gut differenziert
2 = mäßig differenziert
3 = schlecht differenziert
X = Differenzierungsgrad kann nicht beurteilt werden

Auswahl nach Schlüssel: G

Beim invasiven Karzinom erfolgt das Grading nach Elston und Ellis(1) (sog. Nottingham histologic grading).

G1 = Gut differenziert                    (3, 4, 5 Punkte)

G2 = Mittelgradig differenziert      (6, 7 Punkte)

G3 = Gering differenziert               (8, 9 Punkte)

(Siehe Tabelle Grading nach Elston und Ellis.)



Eine begleitende in-situ-Komponente wird beim Grading invasiver Karzinome nicht berücksichtigt.


(1) Elston CW, Ellis IO (1991) Pathological prognostic factors in breast cancer. 1. The value of histological grade in breast cancer: experience from a large study with long-term follow-up. Histopathology 19: 403-410.

61
immunhistochemischer Hormonrezeptorstatus
0 = negativ
1 = positiv
9 = unbekannt

Angabe zum endgültigen Rezeptorstatus

  • positiv/negativ nur dann, falls Hormonrezeptoren mit immunhistochemischen Verfahren bestimmt wurden
  • Angabe auch, wenn die Hormonrezeptoren aus der präoperativen Stanzbiopsie bestimmt wurden

Entsprechend der St. Gallen - Konferenz zur adjuvanten Therapie 2001(1) und 2003(2) sind rezeptorpositiv und –negativ wie folgt definiert:

  • rezeptorpositiv: mehr als 10 % der Kerne für Östrogenrezeptor (ER) und / oder für Progesteronrezeptor (PgR) positiv
  • rezeptornegativ: völlig fehlende Kernfärbbarkeit sowohl für ER als auch für PgR


(1) Goldhirsch A, Glick JH, Gelber RD, Coates AS, Senn H-J (2001) Meeting highlights: International Consensus Panel on the Treatement of Primary Breast Cancer. J Clin Oncol 19: 3817-3827. 2001

Bei einem kleinen Teil der Tumoren liegen weder die Kriterien für rezeptorpositiv noch jene für rezeptornegativ vor, nämlich dann, wenn 1 – 10 % der Kerne für ER und / oder PgR positiv sind. In diesen Fällen kann eine geringe Ansprechbarkeit gegenüber endokriner Therapie erwartet werden.

(2) Goldhirsch A, Wood WC, Gelber RD, Coates A.S., Thurlimann B, Senn H-J: Meeting highlights. Updated International Expert consensus on the Rimary Therapy of Erly Breast Cancer. J Clin Oncol 21: 3357-65.2003


62
HER-2/neu-Status
0 = negativ
1 = positiv
9 = unbekannt
Bei immunhistochemischer Bestimmungsmethode mit dem Ergebnis 2+, muss "unbekannt=9" angegeben werden, es sei denn ein eindeutiges Ergebnis durch weitere Abklärung mit CISH/FISH liegt vor.
63
histologisch gesicherte Multizentrizität
0 = nein
1 = ja

Multizentrizität ist nach der Leitlinie der Deutschen Krebsgesellschaft(1) definiert als Auftreten von getrennten Karzinomherden in mehr als einem Quadranten bzw. bei einem Abstand von mindestens 4 cm zwischen den Herden.

(1) Deutsche Krebsgesellschaft und beteiligte medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaften. Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms der Frau. Eine nationale S3-Leitlinie. Deutsche Krebsgesellschaft e.V., (Hrsg.) AWMF Leitlinienregister, Nr. 032/045, Entwicklungsstufe 3 + IDA, Juni 2004.

www.uni-duesseldorf.de/awmf/llindex.html

64
Angaben des Pathologen zum metrischen Sicherheitsabstand
0 = nein
1 = ja
2 = Vollremission nach neoadjuvanter Therapie


Die Forderung einer metrischen minimalen Abstandsangabe zum Resektionsrand entspricht der Stufe-3-Leitlinie Brustkrebs-Früherkennung in Deutschland1 und der Stufe-3-Leitinie Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms der Frau2.


  • In den Fällen, in denen vom Pathologen im histologischen Befund die Angabe R0 vorliegt oder auch „ist im Gesunden entfernt“ ohne Angabe des metrischen Abstandes in Millimetern soll 0 = nein dokumentiert werden.
  • Resektionen nicht im Gesunden (R1) sind mit 1 = ja anzugeben.
  • Bei mehrzeitigem Vorgehen „Angaben des Pathologen zum Sicherheitsabstand = ja“, wenn zu allen Gewebsentnahmen metrische Angaben vorliegen, die sich auf den Primärtumor beziehen. Bei Nachresektaten ohne histologisch nachweisbare Tumorreste muss demnach die minimale zum Tumor ursprünglich gelegene Schichtdicke (mm) bekannt sein, damit der definitive Gesamtabstand ermittelt werden kann (für die Prognose und das weitere Vorgehen ausschlaggebend ist der minimale Abstand des Tumors zur Wundhöhle).
  • Bei einer BET ist 1 = ja auszufüllen, wenn der Pathologe bei der mikroskopischen Begutachtung einen Mindestabstand des Tumors zum Resektionsrand in mm angegeben hat.
  • Bei einer Mastektomie ist 1 = ja auszufüllen, wenn entweder in der mikroskopischen oder makroskopischen Begutachtung ein Mindestabstand angegeben wurde.

1Schulz KD, Albert US und die Mitglieder der Planungsgruppe und Leiter der Arbeitsgruppen Konzertierte Aktion Brustkrebs-Früherkennung in Deutschland. Stufe-3-Leitlinie Brustkrebsfrüherkennung in Deutschland. 1. Auflage. Zuckschwerdt, München. 2003.

2Deutsche Krebsgesellschaft und beteiligte medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaften. Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms der Frau. Eine nationale S3-Leitlinie. Deutsche Krebsgesellschaft e.V., (Hrsg.) AWMF Leitlinienregister, Nr. 032/045, Entwicklungsstufe 3 + IDA, Juni 2004. www.uni-duesseldorf.de/awmf/llindex.html

65
geringster Abstand des Tumors (invasiver und nicht-invasiver Anteil) zum Resektionsrand
Angabe in: mm
Gültige Angabe: ≥ 0 mm
Angabe ohne Warnung: ≤ 99 mm
geändert

Im pathologischen Befund soll der minimale Abstand des Tumors von den Resektionsrändern angegeben werden. Dabei ist bei invasivem Tumor mit umgebender in-situ-Komponente die letztere mit einzubeziehen.

Sowohl kontinuierliche Primärtumorausläufer als auch diskontinuierliche Tumorherde (sog. Satelliten bei Multifokalität) werden berücksichtigt. Tumorzellen oder –zellverbände in Lymph- oder Blutgefäßen am Resektionsrand werden nur dann berücksichtigt, wenn sie Kontakt mit dem Endothel oder Gefäßinvasion zeigen (1).

Bei mehrzeitigem Vorgehen müssen die Abstände so aufsummiert werden, dass der angegebene Wert (mm) dem minimalen Abstand des Tumors zur Wundhöhle entspricht. Bei Nachresektaten ohne histologisch nachweisbare Tumorreste ist die minimale zum Tumor ursprünglich gelegene Schichtdicke (mm) einzubeziehen.

 

Wenn die Entfernung des Tumors zum Resektionsrand im histologischen Bericht im Submillimeter-Bereich angegeben wurde, muss dieser Wert für die Dokumentation immer auf ganze Millimeter abgerundet werden (z. B. 0,8 mm sind als 0 mm zu dokumentieren).

 

Wenn der Tumor den Resektionsrand erreicht, wird „0“ angegeben.

 

Weitere Empfehlungen zur Angabe des Sicherheitsabstandes:

Zur Beurteilung des mit Pektoralisfaszie entnommenen dorsalen und des mit Haut entnommenen ventralen Resektionsrandes gibt es derzeit keine Empfehlungen.

 

Aus sachlichen Erwägungen ist derzeit folgendes Vorgehen zu empfehlen:

 

Beim intraduktalen Karzinom (duktales Carcinoma in situ) ist bei miterfasster Faszie und miterfasster Haut das DCIS in diesen beiden Resektionsrändern im Gesunden entfernt. In diesen Fällen werden nur die jeweils anderen Resektionsgrenzen berücksichtigt.

 

Beim invasiven Mammakarzinom empfehlen wir folgendes Vorgehen:

 

Der tumorfreie dorsale Resektionsrand sollte in mm angegeben werden. Hier ist entscheidend, ob die miterfasste Faszie und evtl. die Pektoralismuskulatur frei von Tumorinfiltraten oder befallen ist, da sich hieraus Hinweise für eine mögliche Strahlentherapie ergeben.

 

Für den ventralen (hauttragenden) Anteil eines Exzidates ist lediglich anzugeben, ob die Subkutis, Dermis oder Epidermis befallen ist. Eine metrische Angabe (mm) ist hier nicht nötig.

 

Damit bezieht sich beim invasiven Karzinom die Angabe des geringsten angegebenen Sicherheitsabstandes auf die dorsalen und seitlichen Resektionsränder

(1) Wittekind Ch, Compton CC, Green FL, Sobin LH (2002) TNM residual tumor classification revisited, Cancer 94: 2511-2519.



66
Fernmetastasen M nach Vorliegen der Staging-Befunde
0 = keine Fernmetastasen
1 = Fernmetastasen
X = Fernmetastasen können nicht beurteilt werden


Regeln zur klinischen M-Klassifikation:

TNM Klassifikation nach UICC, 6. Auflage, 2002

Zur Fernmetastasensuche sollen als Standard das Knochenszintigramm, ein Röntgen-Thorax und eine Lebersonographie gefordert werden (entspricht interdisziplinärer Stufe-3-Leitlinie „Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms(1)).

 Nur bei Vorliegen dieser Untersuchungen kann eine Fernmetastasierung ausgeschlossen werden und damit M0 dokumentiert werden.

Ein zytologisch positiver Knochenmarksbefund allein bedeutet M0.


MX darf nur angewandt werden, falls kein adäquates Metastasen-Screening (klinische Untersuchung und bildgebende Verfahren, UICC, 6. Auflage. Wittekind et al. 2003, S. 122) vorgenommen wurde. Bei zweifelhaften Befunden im Metastasen-Screening ist M0 anzugeben. M1 ist einer klinisch (oder pathologisch) eindeutigen Metastasierung vorbehalten. (Greene et al. 2005. On the Use and Abuse of X in the TNM Classification. Cancer February 1.2005. Volume 103 (3), p. 647-49)

Im Falle einer neoadjuvanten Therapie (vorausgegangene endokrine oder Chemotherapie, vgl. Item präoperative tumorspezifische Therapie) ist hier der prätherapeutische Befund vor der neoadjuvanten Therapie anzugeben

(1) Deutsche Krebsgesellschaft und beteiligte medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaften . Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms der Frau. Eine nationale S3-Leitlinie. Deutsche Krebsgesellschaft e.V., (Hrsg.) AWMF Leitlinienregister, Nr. 032/045, Entwicklungsstufe 3 + IDA, Juni 2004. www.uni-duesseldorf.de/awmf/llindex.html
67
brusterhaltende Therapie (BET)
0 = nein
1 = ja
2 = nein (auf Wunsch Patient(in), trotz erfüllter Kriterien BET)
3 = ja (auf Wunsch Patient(in), trotz nicht erfüllter Kriterien BET)
BET=ja, wenn bei der Patientin bei abgeschlossener operativer Behandlung eine Restbrustdrüse erhalten ist. Dies gilt auch dann, wenn der Eingriff an der Brust in einem vorhergehenden Aufenthalt oder in einer anderen Einrichtung durchgeführt wurde.
68
axilläre Lymphknotenentfernung ohne Markierung bei diesem oder vorausgegangenem Aufenthalt durchgeführt
0 = nein
1 = ja
Bei mehrzeitigem operativem Vorgehen muss die Abfrage bejaht werden, wenn im Rahmen der Behandlung der Primärerkrankung eine axilläre Lymphknotenentfernung (ausgenommen alleinige SLNB) durchgeführt wurde. Dies gilt auch, wenn dies in einer anderen Einrichtung erfolgt ist.
69
Sentinel-Lymphknoten-Biopsie bei diesem oder vorausgegangenem Aufenthalt durchgeführt
0 = nein
1 = ja
Bei mehrzeitigem operativem Vorgehen muss die Abfrage bejaht werden, wenn im Rahmen der Behandlung der Primärerkrankung eine SLNB durchgeführt wurde. Dies gilt auch, wenn dies in einer anderen Einrichtung erfolgt ist.

18/1: Teildatensatz Basis (B)

Zeile Bezeichnung Allgemeiner Hinweis Ausfüllhinweis
70
postoperative Therapieplanung in interdisziplinärer Tumorkonferenz
0 = nein
1 = ja

= 1(ja), auch wenn die interdisziplinäre Tumorkonferenz nach Beendigung des stationären Aufenthalts erfolgt ist.

71
postoperative Therapieplanung mit Patientin besprochen
0 = nein
1 = ja

= 1(ja), auch wenn das Gespräch mit der Patientin ambulant nach Beendigung des stationären Aufenthalts erfolgt ist.

72
Datum des Gespräches mit Patientin
Format: TT.MM.JJJJ
-
73
Erfolgte Meldung an epidemiologisches Landeskrebsregister oder klinisches Krebsregister?
0 = nein
1 = ja

Meldung an Krebsregister ist auch mit ja zu dokumentieren, wenn die Meldung z. B. durch Pathologen oder einweisenden Arzt erfolgt ist.

74
Entlassungsdatum Krankenhaus
Format: TT.MM.JJJJ
-
75
Entlassungsdiagnose(n)
Schlüssel ICD-10-GM SGB V (Quelle http://www.dimdi.de)

Es sollen die Entlassungsdiagnosen (Haupt- oder Nebendiagnosen) angegeben werden, die in inhaltlichem Zusammenhang mit der in diesem Leistungsbereich der Qualitätssicherung dokumentierten Leistung stehen.
Die Kodierung geschieht nach dem am Aufnahmetag (Krankenhaus) gültigen ICD-10-GM-Katalog: Im Jahr 2009 gestellte Entlassungsdiagnosen sind z.B. noch nach dem im Jahre 2008 gültigen ICD-10-GM-Katalog zu dokumentieren, wenn der Patient am 31.12.2008 aufgenommen worden ist.

76
Entlassungsgrund
01 = Behandlung regulär beendet
02 = Behandlung regulär beendet, nachstationäre Behandlung vorgesehen
03 = Behandlung aus sonstigen Gründen beendet
04 = Behandlung gegen ärztlichen Rat beendet
05 = Zuständigkeitswechsel des Kostenträgers
06 = Verlegung in ein anderes Krankenhaus
07 = Tod
08 = Verlegung in ein anderes Krankenhaus im Rahmen einer Zusammenarbeit (§ 14 Abs. 5 Satz 2 BPflV in der am 31.12.2003 geltenden Fassung)
09 = Entlassung in eine Rehabilitationseinrichtung
10 = Entlassung in eine Pflegeeinrichtung
11 = Entlassung in ein Hospiz
12 = interne Verlegung
13 = externe Verlegung zur psychiatrischen Behandlung
14 = Behandlung aus sonstigen Gründen beendet, nachstationäre Behandlung vorgesehen
15 = Behandlung gegen ärztlichen Rat beendet, nachstationäre Behandlung vorgesehen
16 = externe Verlegung mit Rückverlegung oder Wechsel zwischen den Entgeltbereichen der DRG-Fallpauschalen, nach der BPflV oder für besondere Einrichtungen nach § 17b Abs. 1 Satz 15 KHG mit Rückverlegung
17 = interne Verlegung mit Wechsel zwischen den Entgeltbereichen der DRG-Fallpauschalen, nach der BPflV oder für besondere Einrichtungen nach § 17b Abs. 1 Satz 15 KHG
18 = Rückverlegung
19 = Entlassung vor Wiederaufnahme mit Neueinstufung
20 = Entlassung vor Wiederaufnahme mit Neueinstufung wegen Komplikation
21 = Entlassung oder Verlegung mit nachfolgender Wiederaufnahme
22 = Fallabschluss (interne Verlegung) bei Wechsel zwischen voll- und teilstationärer Behandlung
Format: § 301-Vereinbarung
-
77
Sektion erfolgt
0 = nein
1 = ja

Diese Angabe ist nur dann erforderlich, wenn die Angabe zum Entlassungsgrund mit 07 = Tod beantwortet worden ist.