Was bedeutet "externe vergleichende Qualitätssicherung"?
Unternehmen können mit dieser Methode ihre eigene Leistung im Vergleich mit anderen Unternehmen darstellen. Diese Darstellung innerhalb einer Vergleichsgruppe bezeichnet man als Benchmarking.
Die Anwendung des Benchmarking in allen deutschen Krankenhäusern ermöglicht einen bundesweiten Vergleich von medizinischen und pflegerischen Krankenhausleistungen.
Um diesen Vergleich anstellen zu können, müssen folgende Schritte geleistet werden:
- Alle Krankenhäuser dokumentieren qualitätsrelevante Daten für bestimmte Leistungsbereiche und schicken sie zentral an die BQS.
- Anschließend wertet die BQS die Daten nach festgelegten Konzepten aus.
- Die Ergebnisse werden den den Krankenhäusern von der BQS oder den Landesgeschäftsstellen für Qualitätssicherung in Form von Berichten und Empfehlungen zur Verfügung gestellt.
- Auffällige Ergebnisse werden in einem "Strukturierten Dialog" gemeinsam mit den krankenhäusern analysiert. Die Krankenhäuser setzen vereinbarte Verbesserungsmaßnahmen um. Damit wird eine kontinuierliche Verbesserung der Leistungsqualität erreicht.
Für jedes Krankenhaus bietet sich die Chance, den eigenen Leistungsstand im Vergleich mit allen Krankenhäusern kennenzulernen und konkrete Ansätze für die Qualitätsverbesserung zu entwickeln.
So gibt die externe vergleichende Qualitätssicherung den Anstoß für einen Dialog über die Krankenhausleistungen, der die kontinuierliche Qualitätsarbeit in den Krankenhäusern unterstützt.
Je nach Anzahl der teilnehmenden Krankenhausabteilungen wird in der externen Qualitätssicherung zwischen direkten und indirekten Verfahren unterschieden.
Direktes Verfahren
Das direkte Verfahren kommt in den Leistungsbereichen der Herzchirurgie und Transplantationsmedizin zum Einsatz, da für diese Leistungsbereiche aufgrund der relativ geringen Anzahl der Leistungserbringer ein Benchmarking auf Landesebene nicht sinnvoll ist:
- Die Betreuung der etwa 120 herzchirurgischen Kliniken und Transplantationszentren erfolgt im direkten Verfahren unmittelbar durch die BQS, die BQS-Fachgruppen und die Gremien auf der Bundesebene.
Indirektes Verfahren
Das indirekte Verfahren wird für alle übrigen Leistungsbereiche genutzt:
- An diesem Verfahren nehmen seit dem 01.01.2001 alle deutschen Krankenhäuser teil. Dabei werden etwa 1800 Krankenhäuser betreut. Hier übernehmen die Landesgeschäftsstellen für Qualitätssicherung (LQS) und die fachlichen Arbeitsgruppen in den einzelnen Bundesländern die Unterstützung der Krankenhausabteilungen und vermitteln die Ergebnisse der Auswertungen auf der Bundes- und der Landesebene im indirekten Verfahren an die Anwender.
- Die BQS gewährleistet die Neu- und Weiterentwicklung der Messinstrumente für die indirekten Verfahren und bildet die koordinative Schnittstelle zwischen dem Gemeinsamen Bundesausschuss und der Landesebene.