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Kompetenz 8: Ergebnisse im Dialog

Datenerfassung, Auswertung und Bewertung sind nicht Selbstzweck, sondern haben ein zentrales Ziel - die Qualitätsverbesserung.  Dazu muß aber von allen am System der Externen Qualitätsdarstellung Beteiligten mit den Ergebnissen gearbeitet werden.

Arbeiten mit den Ergebnissen

Internes Qualitätsmanagement: BQS-Ergebnisse sind Managementinstrumente. Prozess- und Ergebniskennzahlen können und sollen für das interne Qualitätsmanagement im Krankenhaus genutzt werden. Viele Krankenhäuser haben das darin schlummernde Potential erkannt und arbeiten intensiv mit den Ergebnissen.

Benchmarking: Mit ihren bundesweit einheitlichen Qualitätszielen und -indikatoren schafft die BQS die Grundlage für das medizinische Benchmarking. Die Leistung in Medizin und Pflege wird vergleichbar. Krankenhäuser schließen sich in Benchmarking-Zirkeln zusammen und nutzen die Chance, den eigenen Leistungsstand mit anderen Krankenhäusern zu vergleichen und Ansätze für die kontinuierliche Qualitätsverbesserung zu entwickeln. „Learning from the best“ ist die Devise.

Sonderauswertungen: Neue Fragestellungen und die ständige kritische Prüfung des bisher Bekannten eröffnen den Blick auf neue und spannende Sachverhalte. Auf Wunsch unserer Auftraggeber fertigen wir daher Sonderauswertungen sowie Einzelauswertungen.

Strukturierter Dialog: Der Strukturierte Dialog ist eine besonders intensive Form der ergebnisoffenen Kommunikation mit Krankenhäusern. Er hat das Ziel, die Krankenhäuser bei ihrem kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu unterstützen. Krankenhäuser, die mit ihren Ergebnissen außerhalb der von den BQS-Fachgruppen definierten Referenzbereiche liegen, werden von der BQS um eine schriftliche Stellungnahme gebeten. Im Dialog mit den auffälligen Krankenhäusern können so Ursachen analysiert, Verbesserungsmaßnahmen vereinbart und deren Wirksamkeit kontrolliert werden. Das Spektrum der Formen des Strukturierten Dialogs reicht von der schriftlichen Stellungnahme über das Gespräch bis hin zur Begehung vor Ort im Krankenhaus.

Transparenz

Analysen und Bewertungen wurden bisher vor allem von Experten aus Krankenhaus, Selbstverwaltung und Politik genutzt. Patienten treten aber vermehrt als Kunden mit klaren Anforderungen auf und fordern Transparenz. Die Leistungserbringer erhalten mit den BQS-Auswertungen die Instrumente, um ihre Qualität gegenüber dem Patienten zu vermitteln. Die Patienten erhalten die Information, auf die es ihnen ankommt: Die Darstellung der medizinisch-pflegerischen Versorgungsqualität und nicht nur Statistiken über Betten oder Geräte.

Der erste, im Jahr 2005 veröffentlichte Qualitätsbericht der Krankenhäuser zeigte bereits, dass fast 30 % der Krankenhäuser dieser Anforderung nachkommen. Auf freiwilliger Basis stellen sie Informationen aus den BQS-Auswertungen in ihren Qualitätsberichten dar.

Interne Steuerung und strategische Positionierung

Die Ergebnisse der Qualitätssicherung und des medizinischen Benchmarking sind keine bloßen Zahlenkolonnen für den Controller im Krankenhaus. Sie bilden ein wichtiges Steuerungsinstrument auch für Medizin und Pflege. In einer von der Ökonomie bestimmten Debatte sind solche Führungsinformationen unverzichtbar. Trotz Sparzwang müssen Entscheider in Krankenhäusern, Selbstverwaltung und Politik die Qualität im Blick behalten. Rationalisierung mutiert sonst zur Verschlechterung – und schlechte Versorgung bereitet unabsehbare Folgekosten.

Weiterentwicklung im Dialog mit Auftraggebern, Experten und Praktikern

Die externe Qualitätsdarstellung muß flexibel bleiben, weil sich die Probleme in Medizin und Pflege wandeln. Versorgungs- und Qualitätsprobleme beschränken sich auch nicht auf die derzeit im stationären Bereich verpflichtenden Leistungsbereiche.
Die BQS bleibt stets im Gespräch mit Experten aller medizinischen und pflegerischen Wissensgebiete und den Praktikern aus den Krankenhäusern. Sie gibt Hinweise zu Versorgungsproblemen und Qualitätsdefiziten an die Auftraggeber weiter und stellt sich neuen Anforderungen.