Interpretationshilfe für Patienten
(Stand: 21.06.2007)
Qualitätsindikator |
Klärung der Ursachen für angestaute Gallenflüssigkeit vor der Gallenblasenentfernung |
BQS-Qualitätsindikator |
Präoperative Diagnostik bei extrahepatischer
Cholestase |
Versorgungsbereich:
Gallenblasenentfernung
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Indikatortyp:
Prozessindikator
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BQS-Leistungsbereich:
Cholezystektomie
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Art des Referenzbereichs:
Zielbereich
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Informationen zum Versorgungsbereich: Link. |
Begriffserläuterungen finden Sie im Glossar. |
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Qualitätsziel
Wenn vor einer Gallenblasenentfernung ein Gallenstau besteht, soll möglichst häufig die Ursache des Gallenstaus vor der Operation untersucht werden.
Warum kann das Erreichen dieses Ziels als gute Qualität angesehen werden?
Die Gallenflüssigkeit kann sich sowohl innerhalb der Leber (intrahepatisch) als auch außerhalb (extrahepatisch) anstauen. Der Gallenstau außerhalb der Leber (extrahepatische Cholestase) wird durch einen Verschluss der Gallengänge verursacht. Die Gallenwege können aus verschiedenen Gründen blockiert sein, beispielsweise durch Gallensteine oder Tumoren.
Die verschiedenen Ursachen des Gallenstaus erfordern unterschiedliche Behandlungen. Deshalb ist es erforderlich, dass bei einem Gallenstau vor einer Gallenblasenoperation (präoperativ) durch eine Untersuchung der Gallengänge geklärt wird, wodurch der Gallenstau verursacht wird. Nur so kann mit Sicherheit festgestellt werden, welche Behandlungsweise angemessen ist.
Wie werden die Ergebnisse zu diesem Qualitätsindikator ermittelt?
Damit ermittelt werden kann, ob das Qualitätsziel erreicht wird, dokumentiert das Krankenhaus für alle PatientInnen mit einem Gallenstau außerhalb der Leber (extrahepatisch), ob dessen Ursachen vor der Gallenblasenoperation (präoperativ) durch eine Untersuchung der Gallengänge abgeklärt wurden.
Aus diesen Angaben wird eine Kennzahl berechnet, die angibt, wie hoch der Anteil der Patient(inn)en ist, bei denen die Gallenwege im Vorfeld der Gallenblasenoperation untersucht wurden, um die Gründe für einen vorliegenden Gallenstau außerhalb der Leber zu klären.
Wie kann man die Versorgungsqualität bewerten?
Für diesen Qualitätsindikator lag der Referenzbereich im Jahre 2006 bei 100%.
Dieser Referenzbereich beschreibt gute Qualität, die nachweislich erreichbar ist.
Bei der Interpretation von Ergebnissen sollte berücksichtigt werden, dass in besonderen Einzelfällen durchaus begründet auf die Durchführung der Untersuchung verzichtet werden kann. Daher sind auch Ergebnisse, die nahe bei 100% liegen, in der Regel als qualitativ gut anzusehen.
Wie sind die Ergebnisse in Deutschland?
Welche Versorgungsqualität für dieses Qualitätsziel erwartet werden kann, zeigt das Ergebnis, das 2006 in Deutschland erreicht wurde: Es betrug 95,60%.
Damit wurden im Jahr 2006 bei 95 bis 96 von 100 Patienten die Ursachen eines Gallenstaus vor der Operation im Krankenhaus geklärt.
Wie sind die Krankenhausergebnisse einzuschätzen?
Krankenhäuser mit 100% haben das Qualitätsziel erreicht.
Krankenhäuser mit mehr als 95,60% liegen über dem Durchschnitt.
Aus Ergebnissen von Krankenhäusern, die das Qualitätsziel nicht erreichen, kann nicht automatisch auf schlechte Qualität geschlossen werden. Daher werden diese Ergebnisse im Strukturierten Dialog gemeinsam durch eine Gruppe von Fachexperten und das Krankenhaus analysiert. Dabei wird geprüft, ob in einem Krankenhaus mit auffälligen Ergebnissen Verbesserungsmaßnahmen erforderlich sind.
Autoren:
BQS gGmbH, BQS Fachgruppe Viszeralchirurgie, Verbraucherzentrale Hamburg e.V.
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