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Hintergrundinformationen zum Versorgungsbereich

(Bezeichnung des BQS-Leistungsbereichs: Geburtshilfe)

(Stand: 21.06.2007)

Icon für Geburtshilfe

Folgende Qualitätsindikatoren aus diesem Versorgungsbereich sind für die öffentliche Berichterstattung verpflichtend:

Zeitspanne zwischen dem Entschluss zum Notfallkaiserschnitt und der Entbindung des Kindes

Anwesenheit eines Kinderarztes bei Frühgeburten

Vorgeburtliche Gabe von Medikamenten zur Unterstützung der Lungenentwicklung bei Frühgeborenen

Folgender Qualitätsindikator ist für die öffentliche Berichterstattung empfohlen:

Übersäuerung des kindlichen Blutes nach der Geburt

Interpretationshilfen für die Ergebnisse dieser Qualitätsindikatoren finden Sie, indem Sie die Bezeichnungen der Qualitätsindikatoren anklicken.

Informationen für Patienten zu diesem Versorgungsbereich:

Die Geburtshilfe ist ein wesentlicher Teil des Gebiets Frauenheilkunde. Sie beinhaltet die Betreuung normaler und problematischer Schwangerschaften und Geburten einschließlich der Untersuchungen und Behandlungen vor der Geburt und im Wochenbett.

Auch Operationen wie zum Beispiel der Kaiserschnitt gehören in diesen Bereich.

Um eine optimale Versorgung für Mutter und Kind zu ermöglichen, gibt es das Konzept der Perinatalmedizin.

Die Perinatalmedizin umfasst die Medizin für Mutter und Kind rund um die Geburt bis maximal 7 Tage danach. Zum perinatalmedizinischen Team gehören speziell ausgebildete Ärzte für die Geburtshilfe und Kinderärzte zur Betreuung von Neugeborenen mit besonderen Risiken, wie beispielsweise Frühgeburten. Zu diesem Team gehören des Weiteren Hebammen, Kinderkrankenschwestern und Narkosefachärzte (Anästhesisten) sowie weitere Spezialisten für die Behandlung des Kindes, wie beispielsweise Kinderchirurgen.

In den letzten Jahren dehnte sich die Tätigkeit der Ärzte unter dem Begriff Perinatalmedizin zunehmend in frühere Phasen der Schwangerschaft aus. Erweiterte technische Möglichkeiten haben Diagnostik und Therapie in der Schwangerschaft ermöglicht, so dass eventuelle Gefährdungen und Erkrankungen von Mutter und Kind frühzeitig erfasst und erfolgreich behandelt werden können.

Das wesentliche Ziel der Perinatalmedizin ist es, sicherzustellen, dass gefährdete Neugeborene gesund überleben. Die Perinatalmedizin trägt wesentlich zur Früherkennung und Behandlung von Risiken und Erkrankungen von Kindern bei, was von entscheidender Bedeutung ist, wenn Erkrankungs- und Sterblichkeitsraten der neu geborenen Kinder weiter gesenkt werden sollen.

Autoren:
BQS gGmbH, BQS Fachgruppe Perinatalmedizin, Verbraucherzentrale Hamburg e.V.

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