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Interpretationshilfe für Patienten(Stand: 21.06.2007)
Qualitätsziel Warum kann das Erreichen dieses Ziels als gute Qualität angesehen werden? Diese Komplikation ist folgenschwer und tritt meistens innerhalb der ersten acht Wochen nach dem Einsetzen der Gelenkprothese auf. Solche Ausrenkungen des künstlichen Hüftgelenkes können operationstechnische Gründe haben oder auftreten, weil bei manchen Patienten besondere Voraussetzungen bestehen. Beispielsweise kann die umliegende Muskulatur, die maßgeblich zum stabilen Funktionieren des Hüftgelenkes beiträgt, schon vor der Operation geschwächt sein, so dass das Gelenk nicht ausreichend fest in seiner Position gehalten wird. Die Ausrenkung ist schmerzhaft für die betroffenen Patient(inn)en und muss in jedem Fall korrigiert werden. Dazu muss der Gelenkkopf wieder in seine richtige Position in der Gelenkpfanne gebracht, also eingerenkt werden (Reposition). Hier werden nur Ausrenkungen erfasst, die während des Krankenhausaufenthaltes auftreten. Sollte eine Ausrenkung mehr als ein Mal auftreten, muss eine nochmalige Operation zur Korrektur erwogen werden. Bei etwa einem Viertel der Fälle, bei denen ein erneuter Eingriff zur Behebung des Problems erforderlich wird, fehlt dem künstlichen Hüftgelenk dauerhaft die nötige Stabilität. Diese schwerwiegende Komplikation gilt es also zu vermeiden. Wie werden die Ergebnisse zu diesem Qualitätsindikator ermittelt?
Aus diesen Angaben wird eine Kennzahl berechnet, deren Ergebnis in Prozent angegeben wird. Sie gibt an, bei wie vielen Patient(inn)en nach dem erstmaligen Erhalt eines künstlichen Hüftgelenkes Ausrenkungen vorgekommen sind. Wie kann man die Versorgungsqualität bewerten?
Da es für diesen Indikator keine klar belegbare Grenze für gute Qualität gibt, wurde ein Referenzbereich festgelegt, der besonders auffällige Ergebnisse kennzeichnet. Nicht jedes auffällige Ergebnis bedeutet automatisch schlechte Qualität. Daher werden diese Ergebnisse im Strukturierten Dialog gemeinsam durch eine Gruppe von Fachexperten und das Krankenhaus analysiert. Dabei wird geprüft, ob in einem Krankenhaus mit auffälligen Ergebnissen möglicherweise Verbesserungsmaßnahmen erforderlich sind. Wie sind die Ergebnisse in Deutschland?
Damit lag bei weniger als 1 von 100 Patient(inn)en, die 2006 in Deutschland zum ersten Mal einen Hüftgelenkersatz erhielten, eine Ausrenkung (Endoprothesenluxation) bereits während des Krankenhausaufenthaltes vor. Wie sind die Krankenhausergebnisse einzuschätzen?
Aus auffälligen Ergebnissen kann nicht automatisch auf schlechte Qualität geschlossen werden. Daher werden diese Ergebnisse im Strukturierten Dialog gemeinsam durch eine Gruppe von Fachexperten und das Krankenhaus analysiert. Dabei wird geprüft, ob in einem Krankenhaus mit auffälligen Ergebnissen Verbesserungsmaßnahmen erforderlich sind. Autoren:
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