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Interpretationshilfe für Patienten(Stand: 21.06.2007)
Warum kann das Erreichen dieses Ziels als gute Qualität angesehen werden? Das Prinzip des Sicherheitsabstandes ist aus dem Straßenverkehr vertraut: Das Einhalten eines angemessenen Abstandes zum vorausfahrenden Fahrzeug schafft Sicherheit und erhöht die Wahrscheinlichkeit, im Gefahrenfall entsprechend reagieren zu können. Der operierende Arzt kann aber nicht allein entscheiden, ob der Brustkrebs in der befallenen Brust mit ausreichendem Sicherheitsabstand entfernt wurde. Er benötigt dazu die Unterstützung des Pathologen, eines auf Gewebeuntersuchungen spezialisierten Arztes. Der Pathologe untersucht das entfernte Gewebe unter dem Mikroskop, beurteilt es nach festen Regeln, ermittelt alle erforderlichen Angaben zum Sicherheitsabstand und teilt die Ergebnisse dem operierenden Arzt mit. Bei einer gut funktionierenden Zusammenarbeit zwischen dem operierenden Arzt und dem Pathologen stehen alle Informationen zum Sicherheitsabstand rechtzeitig zur Verfügung, damit die weitere Versorgung zusammen mit der Patientin festgelegt werden kann: Ist der Sicherheitsabstand ausreichend groß, kann die Behandlung fortgesetzt werden. Sollte er zu gering ausgefallen sein, muss kurzfristig darüber entschieden werden, ob eine weitere Operation erforderlich ist. Wie werden die Ergebnisse zu diesem Qualitätsindikator ermittelt?
Aus diesen Angaben wird eine Kennzahl berechnet, deren Ergebnis in Prozent angegeben wird. Sie gibt an, für wie viele Patientinnen bei Entlassung aus dem Krankenhaus die Angabe des Pathologen zum Sicherheitsabstand vorgelegen hat. Wie kann man die Versorgungsqualität bewerten?
Dieser Referenzbereich beschreibt gute Qualität, die nachweislich erreichbar ist. Wie sind die Ergebnisse in Deutschland?
Damit lag bei 90 von 100 Brustkrebspatientinnen, die 2006 in Deutschland eine brusterhaltende Operation im Krankenhaus erhalten haben, eine Angabe des Pathologen zum Sicherheitsabstand vor. Bei vollständiger Entfernung der Brust war dies bei 85 von 100 Patientinnen der Fall. Wie sind die Krankenhausergebnisse einzuschätzen?
Aus Ergebnissen von Krankenhäusern, die das Qualitätsziel nicht erreichen, kann nicht automatisch auf schlechte Qualität geschlossen werden. Daher werden diese Ergebnisse im Strukturierten Dialog gemeinsam durch eine Gruppe von Fachexperten und das Krankenhaus analysiert. Dabei wird geprüft, ob in einem Krankenhaus mit auffälligen Ergebnissen Verbesserungsmaßnahmen erforderlich sind. Autoren:
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