Informationen zum Ziel des Generalindikators Dekubitusprophylaxe
Im Rahmen eines Generalindikators „Dekubitusprophylaxe“ soll die
Dekubitusinzidenz (Rate an neu entstanden Dekubitalulzera) ohne die
primäre Bindung an bestimmte Diagnosen oder Prozeduren erfasst werden.
Damit wird die Versorgungsqualität eines Krankenhauses und nicht mehr
nur die einzelner Abteilungen beobachtet. Die Ergebnisse werden für
einen validen externen Vergleich von Krankenhäusern verwendet und
ermöglichen Aussagen zur pflegerischen Versorgungsqualität im deutschen
Gesundheitswesen.
Bis einschließlich 2006 erfolgte die Erfassung von Dekubitusraten in der externen stationären Qualitätssicherung nach § 137 SGB V bei allen DRG-Abrechnungsfällen in einem Teildatensatz, der an acht medizinische Leistungsbereiche angeschlossen war.
Dekubitusprophylaxe (Pflege) bei:
Aortenklappenchirurgie, isoliert
Kombinierte Koronar- und Aortenklappenchirurgie
Koronarchirurgie, isoliert
Hüft-Endoprothesen-Erstimplantation
Hüft-Endoprothesen-Wechsel
Hüftgelenknahe Femurfraktur
Knie-Totalendoprothesen-Erstimplantation
Knie-Totalendoprothesen-Wechsel
Seit dem 1. Januar 2007 wird die Dekubitusrate im Rahmen eines BQS-Generalindikators erfasst, d. h. ohne die Bindung an bestimmte Diagnosen oder Prozeduren. Die segmentale Perspektive der derzeitigen Qualitätssicherung wurde zugunsten einer fachabteilungsübergreifenden Querschnittbetrachtung eines Versorgungsproblems weiterentwickelt.