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19.11.2003 BQS-NewsErstes bundesweites Forum Externe Qualitätssicherung in der Chirurgie und Orthopädie in Münster Auf der ersten, gemeinsam von der BQS und der Ärztekammer Westfalen-Lippe veranstalteten, bundesweiten Tagung der Fach- und Arbeitsgruppen Chirurgie und Orthopädie am 30. und 31. Oktober in Münster hatten die rund 90 Teilnehmer Gelegenheit, sich einen Überblick über den aktuellen Stand der externen Qualitätssicherung im Krankenhaus in Deutschland zu verschaffen. Zum Auftakt erfuhren Teilnehmer Neuigkeiten im Bereich der externen Qualitätssicherung im Jahr 2004. So sollen die Ergebnisse der Bundesauswertung 2003 bereits im Juli 2004 vorliegen. Dies ermöglicht den mit der Qualitätssicherung befassten Stellen, noch im Jahr 2004 die Ergebnisse des strukturierten Dialogs mit den Krankenhäusern darzustellen. Mit dem „QS-Filter“ wird zudem im Jahr 2004 ein neuer Auslösemechanismus für das Qualitätssicherungsverfahren eingeführt. Im weiteren Verlauf wurde von den Referenten zunächst dargestellt, welchen Beitrag vergleichende externe Qualitätssicherung bei der Implementierung von Leitlinien im Bereich der Orthopädie leisten kann. Die Beschreibung des Vorgehens bei der Entwicklung von Qualitätszielen und der Festlegung von Referenzwerten bildete einen weiteren Schwerpunkt des ersten Tages. Hier wurde anhand des Leistungsbereichs Karotisrekonstruktion exemplarisch die Einbeziehung harter wissenschaftlicher Daten (Evidenz) als Grundlage für die Formulierung von Qualitätszielen geschildert. Doch auch in den Bereichen, in denen Qualitätsziele vorwiegend auf der Basis von Expertenmeinungen formuliert würden, sei eine Aussage über die Versorgungsqualität möglich, wie die Praxis gezeigt habe. Der zweite Tag widmete sich zunächst dem „Umgang mit den Qualitätssicherungsergebnissen“ im Krankenhaus. Hier seien regelmäßige Konferenzen, an denen die Krankenhäuser einer Region teilnehmen, eine Möglichkeit, bestehende Qualitätsprobleme zu diskutieren und zu beheben. Für den Bereich Geburtshilfe ist dies in einigen Bundesländern etabliert. Voraussetzung sei jedoch, dass die Ergebnisse der Qualitätssicherung nicht nur den Krankenhäusern übermittelt, sondern dort auch kommuniziert würden. Im Anschluss hatten die Teilnehmer Gelegenheit, einen „Blick über den Tellerrand“ auf die zur Zeit noch durch die wissenschaftlichen Fachgesellschaften durchgeführte externe Qualitätssicherung im Bereich der Karotis-PTA und der Transplantationsmedizin zu werfen. Eine Möglichkeit, Langzeitergebnisse von Operationen zu bewerten, wurde im Bereich der Endoprothesenchirurgie mit der Einführung eines, derzeit noch nicht flächendeckenden, Endoprothesenregisters aufgezeigt. Die Darstellung eines Konzepts der Qualitätssicherung aus den von den Krankenhäusern für die Kostenträger erhobenen administrativen Daten bildete den Abschluss der Vormittagssitzung. In den Vorträgen zum Thema „Mindestmengen“ wurde am Nachmittag die
Problematik der Festlegung von Mindestmengen anhand von
Qualitätssicherungsergebnissen deutlich. Für einen aussagefähigen
Vergleich einzelner Krankenhäuser ist unter anderem die Schwere
der Begleiterkrankungen der behandelten Patienten bedeutsam. Diese kann
durch Scoresysteme abgebildet werden, wie dies im Bereich der
Herzchirurgie durch den Euroscore geschieht. Beiträge als Download: Leistenhernien - Gibt es immer noch Rezidive?PDF Externe Qualitätssicherung Chirurgie und Orthopädie - Neues im Jahr 2004PDF Deutsches EndoprothesenregisterPDF Fallzahlabhängige Ergebnisqualität in der ChirurgiePDF
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