18.05.2004 BQS-News
Kontinuität in der externen Qualitätsdarstellung - alle 19 Leistungsbereiche werden auch 2005 erhoben
Das Verfahren der externen Qualitätsdarstellung wird mit geringfügigen
Änderungen im Jahr 2005 auch unter der Leitung des Gemeinsamen
Bundesausschusses (G-BA) fortgeführt. Dies hat der G-BA am 11. Mai in
Bonn beschlossen. Alle 19 Leistungsbereiche, für die im Jahr 2004 eine
Dokumentationspflicht bestand, werden auch im Jahr 2005
dokumentationspflichtig sein. „Diese Entscheidung bedeutet Kontinuität
für die Qualitätsdarstellung in den Krankenhäusern. Der Übergang vom
Bundeskuratorium Qualitätssicherung zum G-BA wurde ohne Reibungsverlust
vollzogen“, betonte Dr. Volker D. Mohr, Geschäftsführer der
BQS-Bundesgeschäftsstelle. Bei den Auslösebedingungen für das kommende
Jahr wurde nur an einer Stelle eine minimale Anpassung vorgenommen. Die
exakten Auslösebedingungen mit den vollständigen Prozeduren- und
Diagnoselisten für alle Leistungsbereiche sind ab dem 01.07.2004 aus
der QS-Filter-Anwenderinformation ersichtlich.
Erstmals wird zusätzlich zu den chirurgischen und interventionellen
Leistungsbereichen ab 2005 der konservative Leistungsbereich Pneumonie
in den Kanon der externen Qualitätsdarstellung aufgenommen. „Die BQS
wird in Zukunft also auch für Patienten mit Lungenentzündungen die
Behandlungsqualität in den internistisch-pneumologischen Abteilungen
der Krankenhäuser darstellen“, sagte Mohr. Zu diesem Zweck hat die BQS
gemeinsam mit der Fachgruppe Pneumonie ein zehn Qualitätsziele
umfassendes Auswertungskonzept erstellt. Erfasst werden ausschließlich
Pneumonien, die außerhalb des Krankenhauses erworben wurden.
Entsprechend einer Hochrechnung auf Basis von Echtdaten wird die
externe Qualitätsdarstellung dann im Leistungsbereich Pneumonie etwa
200.000 Krankenhausfälle erfassen. Die BQS und die Fachgruppe Pneumonie
wurde im November 2003 damit beauftragt, Kriterien für gute Qualität
bei der Behandlung der Pneumonie zu erarbeiten.