Leistungsbereich
Hüft-Endoprothesen-Wechsel
Einleitung
Die Erstimplantation einer Hüft-Totalendoprothese bei Verschleiß des
Hüftgelenks (Koxarthrose) verbessert die Lebensqualität des betroffenen
Patienten deutlich. Ebenso verschafft bei schmerzhafter und
beeinträchtigender Prothesenlockerung ein Prothesenwechsel dem
Patienten Linderung (Saleh 2003).
Ursachen der Implantatlockerung können ein Knochensubstanzverlust im
Prothesenlager, Ausbleiben der Osteointegration bei zementfreien
Prothesen, akute oder chronische Infektion des Prothesenlagers, eine
traumatisch bedingte periprothetische Fraktur oder das Auftreten
anderer Implantat- oder implantationsspezifischer Probleme sein
(Stürmer 1999).
Hüft-Totalendoprothesen haben in der Regel eine Standzeit, d. h.
eine Zeitspanne zwischen Erstoperation und Wechseloperation, von 10 bis
15 Jahren. Der Anteil an Revisionsoperationen bezogen auf die
Primärimplantation betrug nach Angaben des Schwedischen
Endoprothesenregisters für die Jahre 1992 bis 2003 9,9% für
zementierte, 28,1% für unzementierte und 10,8% für
Hybrid-Hüftendoprothesen (Herberts et al. 2003).