Rationale
Der Kniegelenkendoprothesenwechsel stellt - sofern es sich nicht um
einen fulminant fortschreitenden Infekt oder eine periprothetische
Fraktur handelt - einen Elektiveingriff bzw. einen Eingriff mit
aufgeschobener Dringlichkeit dar, der die Lebensqualität des Patienten
verbessern soll. Der Indikation zur Wechseloperation muss eine
sorgfältige individuelle Risikoabschätzung vorausgehen. Eine extrem
geringe perioperative Letalität ist – unabhängig von bestehenden
Komorbiditäten – zu fordern. Dies findet seinen Niederschlag in der
Forderung der Fachgruppe Orthopädie/Unfallchirurgie, jeden Todesfall in
der elektiven Endoprothetik nachzuverfolgen.
Die Literatur liefert keine Letalitätsraten nach Knieprothesenwechseloperationen (Saleh et al. 2002).