Leistungsbereich
Varizenchirurgie
Einleitung
Bei der primären Varikosis handelt es sich um eine
degenerative Erkrankung der Venenwand im epifaszialen Venensystem, die
sich unter dem Einfluss verschiedener Faktoren (z. B.
Orthostasebelastung) im Laufe des Lebens in unterschiedlicher
Ausprägung und Schweregrad zum Krampfaderleiden entwickelt.
Es handelt sich bei der primären Varikosis um eine sehr häufige
Erkrankung. In der Bonner Venenstudie 2003 zeigte jeder sechste Mann
und jede fünfte Frau eine chronische Veneninsuffizienz (CVI), jedoch
waren die schweren Ausprägungen im Vergleich zu älteren
epidemiologischen Studien rückläufig.
Die für die hämodynamische Bedeutung der Varikosis wichtige
Stammvenen-Insuffizienz lässt sich nach einer Stadieneinteilung von
HACH (1977) klassifizieren, die im deutschsprachigen Raum allgemein
akzeptiert ist.
Die operative Behandlung der primären Varikose besteht in der
Ausschaltung insuffizienter Abschnitte des epifaszialen Venensystems
und deren Verbindungen zum tiefen Venensystem durch Krossektomie,
verschiedene Formen der Resektion und Unterbrechungen insuffizienter
Vv. perforantes.