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Hintergrundinformationen zum Versorgungsbereich

(Bezeichnung des BQS-Leistungsbereichs: Koronarchirurgie, isoliert)

(Stand: 21.06.2007)

Icon für Koronarchirurgie, isoliert

Folgender Qualitätsindikator aus diesem Versorgungsbereich ist für die öffentliche Berichterstattung verpflichtend:

Sterblichkeitsrate während des stationären Aufenthaltes

Interpretationshilfen für die Ergebnisse dieser Qualitätsindikatoren finden Sie, indem Sie die Bezeichnungen der Qualitätsindikatoren anklicken.

Informationen für Patienten zu diesem Versorgungsbereich:

Das Herz
Das Herz ist ein muskuläres Hohlorgan, das den Körper durch rhythmisches Zusammenziehen (Kontraktionen) mit Blut versorgt und dadurch die Durchblutung aller Organe sichert.

Es setzt sich aus zwei Teilen zusammen:

  • die rechte Herzhälfte, die das Blut durch den Kreislauf der Lunge pumpt (kleiner Kreislauf),
  • die linke Herzhälfte, die das Blut durch den restlichen Körper befördert (großer Kreislauf).

Die Gestalt des Herzens gleicht einem gut faustgroßen, abgerundeten Kegel. Das Herz sitzt beim Menschen in der Regel leicht nach links versetzt hinter dem Brustbein.

Das gesunde Herz wiegt im Durchschnitt zwischen 300 und 350 Gramm und damit in der Regel etwa 0,5 Prozent des Körpergewichts. Rechte und linke Herzhälfte bestehen jeweils aus einer Kammer (Ventrikel) und einem Vorhof (Atrium). Getrennt werden diese Räume durch eine Vorhof- und Kammer-Scheidewand. Die linke Herzkammer pumpt das Blut in die Hauptschlagader (Aorta).

Aus dem Anfangsteil der Hauptschlagader entspringen das rechte und das linke Herzkranzgefäß (Koronararterie), die einen Durchmesser von 1 bis 4 Millimeter haben und das Herz wie ein Kranz umschließen. Sie versorgen den Herzmuskel mit Blut.

Koronare Herzkrankheit
Der Herzmuskel kann sich nur dann an die sich ändernden körperlichen und seelischen Belastungen anpassen, wenn die Versorgung des Herzmuskels mit Blut und Sauerstoff durch die Herzkranzgefäße gewährleistet ist. Es gibt keinen „Plan B“, keinen Umgehungskreislauf, der notfalls das Herz versorgen könnte.

Unter einer koronaren Herzerkrankung (KHK) versteht man eine Verengung der Herzkranzgefäße. Häufigste Ursache ist die Gefäßverkalkung (Arteriosklerose). Sind die Herzkranzgefäße in erheblichem Umfang (mehr als 70 Prozent) verengt und können sie deshalb das Herz nicht mehr ausreichend mit Blut versorgen, spricht man von einer behandlungsbedürftigen koronaren Herzkrankheit.

Eine nicht ausreichende Durchblutung des Herzmuskels kann Brustschmerzen verursachen (Angina pectoris). Sie können anfallartig auftreten und ausstrahlen (in den linken Arm, Schulterbereich und Bauchraum).

Im Falle eines totalen Verschlusses eines Herzkranzgefäßes wird das betroffene Herzmuskelgebiet nicht mehr mit Blut versorgt und stirbt schließlich ab. Dies entspricht einem akut lebensbedrohlichen Herzinfarkt.

Behandlung
Die koronare Herzerkrankung wird abhängig von ihrem Ausmaß mit Medikamenten, mit Herzkatheter-Technik (Ballon-Dehnung, Gefäßstütze) oder chirurgisch durch eine koronare Bypass-Operation behandelt.

Zusätzliche Informationen zu den Behandlungsoptionen bei koronarer Herzerkrankung finden sich auch in der im März 2007 veröffentlichten Patienten-Leitlinie „Chronische koronare Herzkrankheit“  (http://www.versorgungsleitlinien.de/patienten/pdf/nvl_khk_patienten.pdf).

Bei der koronaren Bypass-Operation wird die verengte oder verschlossene Stelle mittels einer geeigneten Gefäßbrücke (körpereigenes Blutgefäß, Arterie oder Vene) umgangen. Hierdurch wird der Herzmuskel in diesem Gebiet wieder besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, wodurch die Beschwerden reduziert werden.

Autoren:
BQS gGmbH, BQS Fachgruppe Herzchirurgie, Verbraucherzentrale Hamburg e.V.

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