Rationale
Die Untersuchung der perioperativen Letalität gehört zum Standard bei der Betrachtung von postoperativen Komplikationen.
Die In-Hospital-Letalität erfasst alle Patienten, die während des
gleichen stationären Aufenthaltes im Krankenhaus versterben, ohne
Angaben zum jeweiligen Todeszeitpunkt. Aussagen zur Ergebnisqualität
eines Krankenhauses sind jedoch nur unter Berücksichtigung der Tatsache
möglich, dass Patienten, die frühzeitig in ein anderes
Krankenhaus verlegt werden und dann dort versterben, nicht
erfasst werden.
Daher wird in der Literatur neben der In-Hospital-Letalität häufig auch die 30-Tage-Letalität angegeben.
Die 30-Tage-Letalität wird jedoch nicht allein von der Qualität der
erbrachten Leistung beeinflusst. Die medizinischen und pflegerischen
Ergebnisse hängen auch davon ab, welches Risikoprofil die in der
Abteilung behandelten Patienten aufweisen. Nur eine Risikoadjustierung
wie z. B. nach dem EuroSCORE ermöglicht hier einen Vergleich der
30-Tage-Letalitätsraten von Krankenhäusern (Roques et al. 1999,
Roques et al. 2003).