Interpretationshilfe für Patienten
(Stand: 21.06.2007)
Qualitätsindikator |
Feingewebliche Untersuchung der entfernten Gallenblase |
BQS-Qualitätsindikator |
Erhebung eines histologischen Befundes |
Versorgungsbereich:
Gallenblasenentfernung
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Indikatortyp:
Prozessindikator
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BQS-Leistungsbereich:
Cholezystektomie
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Art des Referenzbereichs:
Zielbereich
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Informationen zum Versorgungsbereich: Link. |
Begriffserläuterungen finden Sie im Glossar. |
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Qualitätsziel
Nach einer Gallenblasenentfernung soll die entfernte Gallenblase möglichst häufig feingeweblich untersucht werden.
Warum kann das Erreichen dieses Ziels als gute Qualität angesehen werden?
Um festzustellen, wie stark die entfernte Gallenblase geschädigt ist oder ob möglicherweise sogar eine bis dahin nicht bekannte Krebserkrankung der Gallenblase vorliegt, wird sie nach ihrer Entfernung (postoperativ) von einem auf Gewebeuntersuchungen spezialisierten Arzt (Pathologen), feingeweblich (histologisch) untersucht.
Mit diesem Schritt wird überprüft, ob der behandelnde Arzt die Krankheit vor der Operation richtig erkannt und eingeschätzt hat.
Außerdem kann nur mit dieser Gewebeuntersuchung durch den Pathologen nach der Operation endgültig festgestellt oder ausgeschlossen werden, dass eine bösartige Veränderung, wie beispielsweise ein bis dahin unbekannter Gallenblasenkrebs, besteht.
Wie werden die Ergebnisse zu diesem Qualitätsindikator ermittelt?
Damit ermittelt werden kann, ob das Qualitätsziel erreicht wird, dokumentiert das Krankenhaus für alle PatientInnen, denen die Gallenblase entfernt wurde, ob nach der Operation (postoperativ) eine Gewebeuntersuchung der entnommenen Gallenblase durch den zuständigen Facharzt, den Pathologen, erfolgt ist.
Aus diesen Angaben wird eine Kennzahl berechnet, die angibt, wie hoch der Anteil der Patient(inn)en ist, denen die Gallenblase entfernt wurde und deren entfernte Gallenblase anschließend durch einen Pathologen unter dem Mikroskop begutachtet wurde.
Wie kann man die Versorgungsqualität bewerten?
Für diesen Qualitätsindikator lag der Referenzbereich im Jahre 2006 bei 100%.
Dieser Referenzbereich beschreibt gute Qualität, die nachweislich erreichbar ist.
Bei der Interpretation von Ergebnissen sollte berücksichtigt werden, dass in besonderen Einzelfällen durchaus begründet auf die Durchführung der Untersuchung verzichtet werden kann.
Daher sind auch Ergebnisse, die nahe bei 100% liegen, in der Regel als qualitativ gut anzusehen.
Wie sind die Ergebnisse in Deutschland?
Welche Versorgungsqualität für dieses Qualitätsziel erwartet werden kann, zeigt das Ergebnis, das 2006 in Deutschland erreicht wurde: Es betrug 98,88%.
Damit wurden in Deutschland im Jahr 2006 in den Krankenhäusern in 98 bis 99 von 100 Fällen die entfernten Gallenblasen postoperativ durch einen Facharzt mikroskopisch untersucht und beurteilt.
Wie sind die Krankenhausergebnisse einzuschätzen?
Krankenhäuser mit 100% haben das Qualitätsziel erreicht.
Krankenhäuser mit mehr als 98,88% liegen über dem Durchschnitt.
Aus Ergebnissen von Krankenhäusern, die das Qualitätsziel nicht erreichen, kann nicht automatisch auf schlechte Qualität geschlossen werden. Daher werden diese Ergebnisse im Strukturierten Dialog gemeinsam durch eine Gruppe von Fachexperten und das Krankenhaus analysiert. Dabei wird geprüft, ob in einem Krankenhaus mit auffälligen Ergebnissen Verbesserungsmaßnahmen erforderlich sind.
Autoren:
BQS gGmbH, BQS Fachgruppe Viszeralchirurgie, Verbraucherzentrale Hamburg e.V.
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