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Rationale

Eine hohe Rate an Patienten, die mit Dekubitus aufgenommen und ohne Dekubitus entlassen wurden, weist auf eine gute Versorgungsleistung des Krankenhauses hin.

Zu diesem Indikator liegen keine nationalen oder internationalen Vergleichsdaten vor. Für den externen Krankenhausvergleich ist dieser Indikator nur eingeschränkt geeignet, liefert jedoch wichtige Informationen für das interne Qualitätsmanagement. Mit der Erfassung, ob ein Patient bereits bei der Aufnahme eines oder mehrere Ulzera aufwies, wird ein Ausgangsstatus erhoben. Da auch der Schweregrad des Dekubitus erfasst wird, ist es bei Entlassung möglich, eine Aussage zur Verbesserung oder zur Verschlechterung des Zustands des Patienten zu machen.

Ärztliche und pflegerische Maßnahmen müssen gleichermaßen zur Heilung eines Dekubitus eingesetzt werden. Auf ein multidisziplinäres Vorgehen wird auch im Expertenstandard Dekubitusprophylaxe in der Pflege hingewiesen (DNQP 2004).

Nicht immer lässt sich der Zeitpunkt der Entstehung eines Dekubitus lückenlos nachweisen. Aus pflegerischer und ärztlicher Verantwortung sowie aus juristischer Sicht ist jedoch die Dokumentation des Dekubitusstatus zu Beginn und bei Beendigung der pflegerischen und medizinischen Behandlung geboten (Robert Koch-Institut 2002).