Leistungsbereich
Hüft-Endoprothesen-Erstimplantation
Allgemeine Informationen
Arthrotische Gelenkerkrankungen sind häufige, alterskorrelierte und damit angesichts der demografischen Entwicklung
vermehrt auftretende Krankheitsbilder. Sie beeinträchtigen die Patienten
durch Schmerzen und Funktionseinbußen erheblich und vermindern so die
Lebensqualität. Die Behandlungskosten für alle Erkrankungen des Bewegungsapparats
(musculosceletal diseases), von denen die arthrotischen Gelenkerkrankungen
den größten Teil ausmachen, werden in den Industrieländern
mit 1 bis 3% des Bruttosozialprodukts veranschlagt (Reginster et al. 2002,
Merx et al. 2003).
Die Therapieoption der Wahl bei hochgradigem Hüftgelenkverschleiß (Koxarthrose)
ist der endoprothetische Gelenkersatz. Der Ersatz durch ein künstliches
Hüftgelenk erfolgt mit dem Ziel, dem Patienten Schmerzfreiheit und eine
alltagstaugliche Hüftgelenkbeweglichkeit zu ermöglichen. Dabei sollte
die Lebensdauer (Standzeit) der Prothese möglich lang sein, um die Zahl
notwendiger Wechseleingriffe gering zu halten.
Ca. 15% aller über 65-jährigen Einwohner in westlichen Industrieländern
leiden an einer Koxarthrose. Die Implantationsraten von Endoprothesen variieren
allerdings. In den 1990er Jahren lag die Eingriffsrate in OECD-Staaten zwischen
50 und 130 Eingriffen pro 100.000 Einwohner (Merx et al. 2003).
Literatur:
Merx H, Dreinhöfer K, Schräder P, Stürmer T, Puhl W, Günther
K-P, Brenner H. International variation in hip replacement rates. Ann Rheum
Dis 2003; 62: 222-226.
Reginster J-Y, Deroisy R, Dougados M, Jupsin I, Colette J, Roux C. Prevention
of Early Postmenopausal Bone Loss by Strontium Ranelate: The Randomized, Two-Year,
Double-Masked, Dose-Ranging, Placebo-Controlled PREVOS Trial. Osteoporosis International
2002; 13: 925-931.