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Interpretationshilfe für Patienten(Stand: 21.06.2007)
Qualitätsziel Warum kann das Erreichen dieses Ziels als gute Qualität angesehen werden? Das Schlaganfallrisiko hängt entscheidend vom Ausmaß der Verengung (Stenosegrad) der Halsschlagader ab. Deshalb hat die genaue Feststellung einer Halsschlagaderverengung besonders große Bedeutung. Die Verengung der Halsschlagader kann sich durch Krankheitsanzeichen bemerkbar machen, z. B. durch vorübergehende Lähmungserscheinungen. Dies wird als symptomatische Karotisstenose bezeichnet. Die Verengung kann aber auch durch eine Ultraschalluntersuchung erkannt werden, ohne dass Krankheitszeichen (Symptome) bemerkbar gewesen sind. Dies wird als asymptomatische Karotisstenose bezeichnet. Gewöhnlich entwickelt sich die Verengung der Halsschlagadern schleichend und unbemerkt. In der frühen Phase (d. h. bei weniger als 60 Prozent Verengungsgrad) ist bei symptomlosen Verengungen der Halsschlagader (asymptomatische Karotisstenose) das Schlaganfallrisiko im Vergleich zu gesunden Menschen, deren Halsschlagadern nicht eingeengt sind, leicht erhöht. Bei Einnahme von Medikamenten, die die Gerinnungsfähigkeit des Blutes herabsetzen, kann es gesenkt werden. Ab einem Verengungsgrad von über 60 Prozent bietet eine Operation Vorteile. Eine operative Beseitigung dieser Verengungen der Halsschlagader bei Patient(inn)en ohne sichtbare Krankheitszeichen halbiert im Verlauf der ersten fünf Jahre nach der Operation die Schlaganfallrate bzw. das Risiko zu sterben von 12 auf 6 Prozent. Dennoch muss sorgfältig abgewogen werden, ob das Risiko, ohne eine vorbeugende Erweiterung der Halsschlagader einen Schlaganfall zu bekommen, die Risiken dieser Operation überwiegt. So können sich z. B. während der Operation Kalkablagerungen (Plaques) von den Innenwänden der Halsschlagader lösen. Gelangen diese mit dem Blutfluss in das Gehirn, können sie dort Gefäße blockieren und das Absterben von Gehirnzellen verursachen, was zu dauerhaften Schäden für den Patienten führen kann. Wie werden die Ergebnisse zu diesem Qualitätsindikator ermittelt?
Aus diesen Angaben wird eine Kennzahl berechnet, deren Ergebnis in Prozent angegeben wird. Sie gibt den Anteil der operierten Patienten ohne erkennbare Krankheitszeichen an, deren Halsschlagader zu mindestens 60% eingeengt war. Wie kann man die Versorgungsqualität bewerten?
Wie sind die Ergebnisse in Deutschland?
Damit lag bei 91 bis 92 von 100 Patienten, bei denen 2006 in Deutschland im Krankenhaus eine Operation zur Erweiterung der Halsschlagader ohne erkennbare Krankheitszeichen durchgeführt wurde, ein Verengungsgrad von mindestens 60% vor. Wie sind die Krankenhausergebnisse einzuschätzen?
Aus Ergebnissen von Krankenhäusern, die das Qualitätsziel nicht erreichen, kann nicht automatisch auf schlechte Qualität geschlossen werden. Daher werden diese Ergebnisse im Strukturierten Dialog gemeinsam durch eine Gruppe von Fachexperten und das Krankenhaus analysiert. Dabei wird geprüft, ob in einem Krankenhaus mit auffälligen Ergebnissen Verbesserungsmaßnahmen erforderlich sind. Autoren:
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