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Rationale

Ein invalidisierender perioperativer Schlaganfall oder Tod beschreibt die schwerwiegendste Komplikation der Karotisthrombendarteriektomie. Dieser Indikator betrachtet die Häufigkeit dieser Komplikation differenziert nach Patienten mit asymptomatischer oder symptomatischer Karotisstenose, der Karotischirurgie unter besonderen Bedingungen sowie die risikoadjustierte Rate aller schweren Schlaganfälle oder Todesfälle nach logistischem Karotis-Score II. Invalidisierende Schlaganfälle machen einen Anteil von etwa 50% aller perioperativen Schlaganfälle bei der Karotis-TEA aus (Rothwell et al. 2003, MRC ACST Collaborative Group. 2004).

Aus der Literatur lassen sich derzeit keine Referenzwerte ableiten, die anhand dieses Indikators eine trennscharfe Differenzierung zwischen guter und verbesserungsbedürftiger Behandlungsqualität erlauben würden.

Eine Risikoadjustierung der patientenbezogenen Einflussfaktoren macht einen fairen Vergleich zwischen den Krankenhäusern möglich. Mit Hilfe der Methode der logistischen Regression wurde eine risikoadjustierte Rate der „schweren Schlaganfälle und Tod“ berechnet. Die berücksichtigten Einflussgrößen sind die klinische Symptomatik, das Alter, die ASA-Klassifikation, Schweregrad der Behinderung und die kontralaterale Stenose >= 75% (NASCET). Diese Einflussgrößen sind in einer systematischen Übersichtsarbeit (Eckstein 2004) als signifikante Prädiktoren eines erhöhten perioperativen Risikos identifiziert worden. Ihre Relevanz wurde anhand des BQS-Datenpools 2006 überprüft.

Die berechnete risikoadjustierte Rate entspricht der Rate an „schweren Schlaganfällen oder Tod“, wenn alle Krankenhäuser, bezogen auf die im Modell berücksichtigten Einflussgrößen, die gleichen Risiken hinsichtlich ihrer Patientenstruktur gehabt hätten.

Weitere Information zum logistischen Regressionsmodell sind unter „Erläuterung der Rechenregel“ dargestellt.