Rationale
In Studien konnte gezeigt werden, dass Patienten, die in klinisch stabilem Zustand
aus der stationären Behandlung entlassen werden, ein niedrigeres Letalitätsrisiko
aufweisen. Darüber hinaus ist eine stationäre Wiederaufnahme seltener
erforderlich und diese Patienten erreichen häufiger das Aktivitätsniveau,
das ihnen vor der Erkrankung möglich war (Halm et al. 1998; Halm et al.
2002; British Thoracic Society 2004; Höffken et al. 2005).
Als Kriterien für die klinische Stabilität werden verwendet:
- Systolischer Blutdruck >= 90 mmHg
- Herzfrequenz <= 100 Herzschläge pro Minute
- Spontane Atemfrequenz <= 24 Atemzüge pro Minute
- Sauerstoffsättigung >= 90%
- Temperatur <= 37,2 °C
- Stabile orale und/oder enterale Nahrungsaufnahme
- Keine pneumoniebedingte Desorientierung
Die Bestimmung dieser Stabilitätskriterien vor der Entlassung ist daher
als unverzichtbarer diagnostischer Schritt anzusehen.