Rationale
Eine normale Prostata hat ein Gewicht von ca. 25 g (= 25 cm3).
Präoperativ kann die Größe der Gesamtprostata sonografisch bestimmt
werden. Zwischen Prostatagröße und Symptomatik besteht kein eindeutiger
Zusammenhang, d. h. ein Patient mit einer kleinen Prostata kann starke
Beschwerden haben und umgekehrt. Die Indikationsstellung durch den
Urologen muss stets anhand mehrerer Kriterien erfolgen. Ist die
sonografisch gemessene Prostatavergrößerung nur gering ausgeprägt, so
sollten andere klinische oder diagnostische Parameter für einen
Eingriff sprechen. Deshalb sollten operative Eingriffe bei
Prostatavolumen unter 20 cm3 selten durchgeführt werden.
Die Deutsche Leitlinie (Palmtag et al. 2003) empfiehlt die
Prostatavolumenbestimmung im Rahmen der obligaten
Ultraschalluntersuchung. Eine größere Genauigkeit wird bei
transrektaler Sonographie (TRUS) erreicht.