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Rationale

Der Verbesserung der Symptomatik durch eine TUR muss der perioperativen Morbidität und Mortalität gegenübergestellt werden. Wesentliche Komplikationen sind Blutungen und Infektionen. McConnell et al. (1994) berichten in einer Metaanalyse von einer Gesamtkomplikationsrate postoperativ von 15%. Mebust et al. (2002) teilen eine intraoperative Rate von 6,9% (transfusionspflichtige Blutung 2,5%, TUR-Syndrom 2,0%, Herzrhythmusstörungen 1,1%, Exravasat 0,9%) mit. Postoperativ betrug die Gesamtkomplikationsrate 18% (Harnverhalt 6,5%, Blutungen 3,9%, Blasentamponade 3,3%, Infektionen 2,3%).

Borboroglu et al. (1999) berichten über 8 Jahre aus einem Operationszentrum von folgenden Gesamtkomplikationsraten: intraoperativ 2,5%, postoperativ 10,8% und spät postoperativ (im Mittel 42 Monate) 8,5%.

Die Gabe von Transfusionen lässt sich als Qualitätsindikator verwenden. Bei Patienten mit präoperativ normalen Hämoglobinwerten und einer Resektion von weniger als 30 g ist normalerweise keine Bluttransfusion notwendig (Kirollos und Campbell 1997). Nach Einschätzung von Pientka (1998) dürfte die Transfusionshäufigkeit nach TUR in guten Zentren bei 1% liegen, in ca. 2,2% sind chirurgische Interventionen wegen einer Blutung notwendig.

Die postoperativen Infektionen lassen sich unterteilen in Harnwegsinfekte und Epididymitiden. McConnell et al. (1994) errechneten für TUR eine Harnwegsinfektionsrate von 15,5% und eine Epididymitisrate von 1,0%.

Ein weiteres Problem stellt die postoperative Harninkontinenz dar. Hier dürfte die Rate für totale Harninkontinenz bei 0,7 bis 1,4% und für Stressinkontinenz bei 1,8 bis 2,5% liegen (McConnel ll et al. 1994), wobei im Krankheitsverlauf "natürliche" Inkontinenzfälle berücksichtigt werden müssen (Haab et al. 1996). Wasson et al. (1995) fanden im randomisierten Vergleich TUR/kontrolliertes Zuwarten nach 3 Jahren keine erhöhte Harninkontinenz- bzw. Impotenzrate bei chirurgischer Versorgung.

Für Blasenhals- und Urethrastrikturen nach TUR geben McConnell et al. (1994) eine Rate von 3,1%, für Impotenz von 13,6% an.