Leistungsbereich
Herztransplantation
Allgemeine Informationen
Am 3. Dezember 1967
führte der südafrikanische Chirurg Christian Barnaard in Kapstadt die weltweit
erste Herztransplantation durch. Bereits ein Jahr später erfolgten weltweit
über 100 Herztransplantationen. Allerdings gelang es erst in den achtziger
Jahren durch die Einführung neuer Medikamente, die die Abstoßung des
Spenderorgans wirksam unterdrückten, den Transplantationserfolg auch
langfristig zu sichern.
Dieser Aufschwung verlief
nahezu parallel mit der Entwicklung der elektronischen Datenverarbeitung, die
den Aufbau großer Registerdatenbanken ermöglichte, die sowohl für
wissenschaftliche Fragestellungen als auch zur Qualitätssicherung genutzt
werden konnten. So enthält die Datenbank der 1981 gegründeten International
Society for Heart and Lung Transplantation (ISHLT) auf freiwilliger Basis
übermittelte Informationen zu 103.000 der seit 1982 weltweit durchgeführten
Herztransplantationen.
In Deutschland besteht
seit 2004 für alle Transplantationszentren eine Verpflichtung zur Teilnahme an
der externen vergleichenden Qualitätssicherung für den Leistungsbereich
Herztransplantation. Der Aufbau des Verfahrens erfolgt schrittweise. Im Jahr
2004 wurden zunächst Daten zum stationären Aufenthalt der Patienten erfasst. In
der BQS- Bundesauswertung 2005 wurden dann erstmalig Ergebnisse zum
1-Jahres-Follow-up nach Herztransplantation veröffentlicht. Mit der
BQS-Bundesauswertung 2006 liegen nun Daten über den weiteren Verlauf bis zum
Ende des zweiten Jahres nach Transplantation vor.
Stand 31.03.2008