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Aktuelle Qualitätsindikatoren 2007

Stand 30.06.2008

Bezeichnung des Qualitätsindikators

Kennzahl

Anpassung des Referenz- bereichs

Anpassung der Rechenregeln

Vergleichbarkeit mit Vorjahresergebnissen1

1 - Verwendung der linksseitigen Arteria mammaria interna

28243

>= 85%

Nein

Im Jahr 2007 wurden zusätzlich „off-pump“-Eingriffe dokumentationspflichtig. Diese wurden auch 2006 zu einem Teil an die BQS berichtet. Ihr Anteil am Gesamtkollektiv verschiebt sich jedoch durch die Dokumentationspflicht.

2 - Postoperative Mediastinitis

80265 - bei Patienten mit elektiver oder dringlicher Operationsindikation ohne präoperative Mediastinitis bzw. Wundinfektion des Thorax

Nein

Die Kennzahl wird ausschließlich über das Datenfeld „Mediastinitis“ ausgewertet und nicht mehr über die zusätzliche Abfrage „Rethorakotomie wegen Mediastinitis“ bzw. „Sternumrevision“.

Im Jahr 2007 wurden zusätzlich „off-pump“-Eingriffe dokumentationspflichtig. Diese wurden auch 2006 zu einem Teil an die BQS berichtet. Ihr Anteil am Gesamtkollektiv verschiebt sich jedoch durch die Dokumentationspflicht.

 

80266 - bei Patienten mit Risikoklasse 0 oder Risikoklasse 1

Nein

Die Kennzahl wird ausschließlich über das Datenfeld „Mediastinitis“ ausgewertet und nicht mehr über die zusätzliche Abfrage „Rethorakotomie wegen Mediastinitis“ bzw. „Sternumrevision“.

Im Jahr 2007 wurden zusätzlich „off-pump“-Eingriffe dokumentationspflichtig. Diese wurden auch 2006 zu einem Teil an die BQS berichtet. Ihr Anteil am Gesamtkollektiv verschiebt sich jedoch durch die Dokumentationspflicht.

3 - Postoperative Retentionsstörung

80267

Nein

Neu: als postoperative Retentionsstörung wird neben einem definierten Anstieg des postoperativen Kreatininwertes die postoperativ neu aufgetretene chronische Dialysepflichtigkeit gewertet.

Im Jahr 2007 wurde im Datensatz Herzchirurgie erstmals zwischen akuter und chronischer postoperativer Dialysepflichtigkeit unterschieden. Die Ergebnisse können daher nicht mit den Vorjahresergebnissen verglichen werden.

4 - Neurologische Komplikationen

82340

Nein

Die postoperativen neurologischen Komplikationen mit einer Dauer der klinischen Symptomatik > 24 h wurden zu einer Kennzahl zusammengefasst. Gleichzeitig werden nur noch die Patienten erfasst, bei denen zum Zeitpunkt der Entlassung eine klinisch relevante Komplikation vorliegt (Rankin >= 2).

Im Jahr 2007 wurde im Datensatz Herzchirurgie erstmals zwischen akuter und chronischer postoperativer Dialysepflichtigkeit unterschieden. Die Ergebnisse können daher nicht mit den Vorjahresergebnissen verglichen werden.

5 - Letalität

28269 - In-Hospital-Letalität bei allen Patienten, die in ihrer ersten Operation isoliert koronarchirurgisch operiert wurden

Nein

 

Im Jahr 2007 bestand erstmals Dokumentationspflicht für koronarchirurgische Operationen ohne Einsatz der Herz-Lungen-Maschine (so genannte „off-pump“-Koronarchirurgie). Für diese Patienten werden in einigen wissenschaftlichen Publikationen abweichende nicht-adjustierte In-Hospital-Letalitätsraten berichtet. Ein Vergleich mit den Vorjahresergebnissen ist daher mit methodischen Einschränkungen verbunden.

 

70419 - In-Hospital-Letalität bei Patienten mit elektiver oder dringlicher Operationsindikation

Nein

 

Im Jahr 2007 bestand erstmals Dokumentationspflicht für koronarchirurgische Operationen ohne Einsatz der Herz-Lungen-Maschine (so genannte „off-pump“-Koronarchirurgie). Für diese Patienten werden in einigen wissenschaftlichen Publikationen abweichende nicht-adjustierte In-Hospital-Letalitätsraten berichtet. Ein Vergleich mit den Vorjahresergebnissen ist daher mit methodischen Einschränkungen verbunden.

 

83470 - Verhältnis der beobachteten In-Hospital-Letalität zur erwarteten In-Hospital-Letalität nach logistischem KCH-SCORE 2.0 (2007)

Nein

Anpassung des KCH-SCORE

Im Jahr 2007 bestand erstmals Dokumentationspflicht für koronarchirurgische Operationen ohne Einsatz der Herz-Lungen-Maschine (so genannte „off-pump“-Koronarchirurgie). Für dieses Therapieverfahren werden in der Literatur im Vergleich zur Koronarchirurgie mit Verwendung der Herz-Lungen-Maschine abweichende Sterblichkeitsraten berichtet. Da sich die beobachtete Sterblichkeit des Gesamtkollektivs auf das Ergebnis dieser Kennzahl auswirkt, sollte dies beim Vergleich der Vorjahresergebnisse berücksichtigt werden.

 

83471 - Risikoadjustierte In-Hospital-Letalität nach logistischem KCH-SCORE 2.0 (2007)

Ja; <= 4,9% (Toleranzbereich; 90%-Perzentil)

Anpassung des KCH-SCORE

Im Jahr 2007 bestand erstmals Dokumentationspflicht für koronarchirurgische Operationen ohne Einsatz der Herz-Lungen-Maschine (so genannte „off-pump“-Koronarchirurgie). Für dieses Therapieverfahren werden in der Literatur im Vergleich zur Koronarchirurgie mit Verwendung der Herz-Lungen-Maschine abweichende Sterblichkeitsraten berichtet. Da sich die beobachtete Sterblichkeit des Gesamtkollektivs auf das Ergebnis dieser Kennzahl auswirkt, sollte dies beim Vergleich der Vorjahresergebnisse berücksichtigt werden.

 

65560 - Verhältnis der beobachteten In-Hospital-Letalität zur erwarteten In-Hospital-Letalität nach logistischem EuroSCORE

Nein

 

Im Jahr 2007 bestand erstmals Dokumentationspflicht für koronarchirurgische Operationen ohne Einsatz der Herz-Lungen-Maschine (so genannte „off-pump“-Koronarchirurgie). Für dieses Therapieverfahren werden in der Literatur im Vergleich zur Koronarchirurgie mit Verwendung der Herz-Lungen-Maschine abweichende Sterblichkeitsraten berichtet. Da sich die beobachtete Sterblichkeit des Gesamtkollektivs auf das Ergebnis dieser Kennzahl auswirkt, sollte dies beim Vergleich der Vorjahresergebnisse berücksichtigt werden.

 

66772 - Risikoadjustierte In-Hospital-Letalität nach logistischem EuroSCORE

Nein

 

Im Jahr 2007 bestand erstmals Dokumentationspflicht für koronarchirurgische Operationen ohne Einsatz der Herz-Lungen-Maschine (so genannte „off-pump“-Koronarchirurgie). Für dieses Therapieverfahren werden in der Literatur im Vergleich zur Koronarchirurgie mit Verwendung der Herz-Lungen-Maschine abweichende Sterblichkeitsraten berichtet. Da sich die beobachtete Sterblichkeit des Gesamtkollektivs auf das Ergebnis dieser Kennzahl auswirkt, sollte dies beim Vergleich der Vorjahresergebnisse berücksichtigt werden.

 

47942 - 30-Tage-Letalität: Follow-up-Rate

Nein

 

 

 

47944 - 30-Tage-Letalität in Krankenhäusern mit einer Follow-up-Rate >= 97%

Nein

 

Im Jahr 2007 bestand erstmals Dokumentationspflicht für koronarchirurgische Operationen ohne Einsatz der Herz-Lungen-Maschine (so genannte „off-pump“-Koronarchirurgie). Für diese Patienten werden in einigen wissenschaftlichen Publikationen abweichende nicht-adjustierte In-Hospital-Letalitätsraten berichtet. Ein Vergleich mit den Vorjahresergebnissen ist daher mit methodischen Einschränkungen verbunden.

 

47954 - 30-Tage-Letalität in Krankenhäusern mit einer Follow-up-Rate >= 97% bei Patienten mit vollständiger Dokumentation zum EuroSCORE

Nein

 

Im Jahr 2007 bestand erstmals Dokumentationspflicht für koronarchirurgische Operationen ohne Einsatz der Herz-Lungen-Maschine (so genannte „off-pump“-Koronarchirurgie). Für diese Patienten werden in einigen wissenschaftlichen Publikationen abweichende nicht-adjustierte In-Hospital-Letalitätsraten berichtet. Ein Vergleich mit den Vorjahresergebnissen ist daher mit methodischen Einschränkungen verbunden.

1 Vorjahresergebnisse, die mit den – ggf. weiterentwickelten – Rechenregeln 2007 aus den Vorjahresdaten neu berechnet wurden.


2006 zusätzlich verwendete Qualitätsindikatoren

Bezeichnung des Qualitätsindikators

Kennzahl

Begründung der Streichung

2 - Postoperative Mediastinitis

28245 - bei Patienten mit elektiver oder dringlicher Operationsindikation ohne präoperative Mediastinitis bzw. Wundinfektion des Thorax

Ersetzt durch 80265. Erfahrungen aus dem Strukturierten Dialog der Jahre 2004 bis 2007 haben gezeigt, dass die auffälligen Mediastinitisraten bei einer Reihe von Krankenhäusern durch Fehldokumentationen bedingt waren. Diese Krankenhäuser haben eine Sternumrevision auch dann dokumentiert, wenn diese aus anderen Gründen erfolgte.

76329 - bei Patienten mit Risikoklasse 0 oder Risikoklasse 1

Ersetzt durch 80266. Erfahrungen aus dem Strukturierten Dialog der Jahre 2004 bis 2007 haben gezeigt, dass die auffälligen Mediastinitisraten bei einer Reihe von Krankenhäusern durch Fehldokumentationen bedingt waren. Diese Krankenhäuser haben eine Sternumrevision auch dann dokumentiert, wenn diese aus anderen Gründen erfolgte.

3 - Postoperative Retentionsstörung

47907

Ersetzt durch 80267. Bis zum Jahr 2006 wurde im Datensatz Herzchirurgie nicht zwischen akuter und chronischer postoperativer Dialysepflichtigkeit unterschieden. Die Überarbeitung des Datensatzes machte auch eine Anpassung der Rechenregeln erforderlich.

4 - Neurologische Komplikationen

47916 - bei Patienten ohne neurologische Vorerkrankungen und Dauer des zerebrovaskulären Ereignisses zwischen > 24 h bis <= 72 h

Ersetzt durch 82340. Nach der Anpassung des Auswertungskonzeptes fokussiert der Indikator auf den für den Patienten bedeutsameren Scheregrad der schlaganfallbedingten Behinderung zum Zeitpunkt der Entlassung und nicht auf die Dauer der neurologischen Symptomatik während des stationären Aufenthaltes.

47917 - bei Patienten ohne neurologische Vorerkrankungen und Dauer des zerebrovaskulären Ereignisses > 72 h

Ersetzt durch 82340. Nach der Anpassung des Auswertungskonzeptes fokussiert der Indikator auf den für den Patienten bedeutsameren Scheregrad der schlaganfallbedingten Behinderung zum Zeitpunkt der Entlassung und nicht auf die Dauer der neurologischen Symptomatik während des stationären Aufenthaltes.

28272 - In-Hospital-Letalität bei Patienten mit Notfall- oder Notfall(Reanimation / ultima ratio)-Operationen

Der Anteil von Notfalleingriffen liegt bei etwa 10 – 15% pro Jahr und variiert zwischen den Krankenhäusern erheblich. Da es sich hier auch um ein sehr heterogenes Patientenkollektiv handelt, erscheint eine vergleichende Qualitätsdarstellung aus Sicht der BQS-Fachgruppe Herzchirurgie nicht sinnvoll.


2005 zusätzlich verwendete Qualitätsindikatoren

Bezeichnung des Qualitätsindikators

Kennzahl

Begründung für Streichung

2 - Postoperative Mediastinitis

47902 - bei Patienten mit CDC-Risikoklasse 0

In diesem Leistungsbereich werden methodenbedingt weniger als 20% der operierten Patienten der Risikoklasse 0, also der Gruppe der Patienten ohne präoperative Risikofaktoren nach den Kriterien der CDC, zugeordnet. Ursächlich hierfür ist die Einstufung der überwiegenden Anzahl der Patienten in die ASA-Gruppen 3 und 4. Diese Einstufung erscheint angesichts des Risikoprofils der in diesem Leistungsbereich behandelten Patienten plausibel, führt jedoch dazu, dass diese Patienten bei der Auswertung der risikoadjustierten Mediastinitis mindestens der Risikoklasse 1 zugeteilt werden. Für die vergleichende risikoadjustierte Darstellung der Ergebnisse zu diesem Qualitätsindikator wurden daher Patienten der Risikoklassen 0 und 1 zusammengefasst.


2004 zusätzlich verwendete Qualitätsindikatoren

keine