Leistungsbereich
Koronarchirurgie, isoliert
Allgemeine Informationen
Die koronare
Herzerkrankung ist nach der arteriellen Hypertonie die häufigste Erkrankung des
Herz-Kreislauf-Systems in den Industrieländern.
Unter koronarer
Herzerkrankung (KHK) versteht man eine Verengung der Herzkranzgefäße. Häufigste
Ursache ist die Gefäßverkalkung (Arteriosklerose). Sind die Herzkranzgefäße in
erheblichem Umfang (mehr als 70%) verengt und können deshalb das Herz nicht
mehr ausreichend mit Blut versorgen, spricht man von einer
behandlungsbedürftigen koronaren Herzkrankheit.
Eine nicht ausreichende
Durchblutung des Herzmuskels kann Brustschmerzen verursachen (Angina pectoris).
Sie können anfallartig auftreten und in den linken Arm, den Schulterbereich
oder den Bauchraum ausstrahlen.
Im Falle eines
vollständigen Verschlusses eines Herzkranzgefäßes stirbt das betroffene
Herzmuskelgebiet ab. Dies entspricht einem akut lebensbedrohlichen Herzinfarkt.
Als Behandlungsoptionen
bei koronarer Herzerkrankung stehen die medikamentöse Behandlung, die
Behandlung mittels Herzkatheter (Dilatation oder Stent) und die Operation
(Bypass) zur Verfügung.
In diesem
BQS-Leistungsbereich werden Qualitätsaspekte der operativen Versorgung
verengter Herzkranzgefäße mittels körpereigener Venen oder Arterien (Arteria
mammaria interna, Arteria radialis) betrachtet. Für die Analyse werden
ausschließlich isolierte koronarchirurgische Operationen unter Verwendung der
Herz-Lungen-Maschine herangezogen.
Stand 31.03.2008