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Leistungsbereich

Dekompression bei Sulcus-ulnaris-Syndrom

Allgemeine Informationen

Beim Sulcus-ulnaris-Syndrom handelt es sich um eine Kompression des Nervus ulnaris im Bereich des dorsalen Epicondylus humeri medialis. Der Nerv verläuft hier durch die als Sulcus nervi ulnaris bezeichnete Knochenrinne, deren Dach proximal von straffem Bindegewebe und distal vom Arcus tendineus des Musculus flexor carpi ulnaris gebildet wird.

Eine Schädigung des Nervs an dieser Stelle kann durch Veränderungen des Knochenkanals nach Frakturen im kondylären Humerusbereich, direkt den Nerv im Sulcus treffende Traumen, pathologische Prozesse im Ellenbogengelenk (Arthrose, chronische Polyarthritis), Gicht, Tumoren und anatomische Varianten in oder über dem Dach des Sulcus nervi ulnaris verursacht sein.

Charakteristische Symptome sind Parästhesien in den vom Nervus ulnaris innervierten Fingern sowie Schmerzen bei forcierter Beugung des Ellenbogengelenkes.

Das Prinzip der in diesem Leistungsbereich betrachteten operativen Therapie des Sulcus-ulnaris-Syndroms besteht in der Dekompression des Nervus ulnaris vom distalen Oberarm bis zum proximalen Unterarm, ggf. mit Verlagerung und Neueinbettung des Nervs.

Die Vielfalt der Ursachen für ein Sulcus-ulnaris-Syndrom lässt keine einheitliche Empfehlung zum operativen Vorgehen zu.

Der einfachste Eingriff ist die Dekompression, bei der alle den Nerven komprimierenden Strukturen gespalten werden. Knöcherne Veränderungen im Bereich der Ulnarisrinne können eine Glättung der Rinne erforderlich machen.



Stand 31.03.2008