Rationale
Nach Ergebnissen internationaler prospektiv-randomisierter
Multicenter-Studien besteht eine Indikation zur operativen Therapie der
symptomatischen Karotisstenose, wenn der Stenosegrad über 50% (gemäß den
NASCET-Kriterien) beträgt. (Evidenzgrad Ia, Empfehlungsgrad A nach den
Kriterien der American Heart Association, Biller et al. 1998).
Bei diesen Patienten ist das Risiko im Verlauf der folgenden
5 Jahre einen ipsilateralen Schlaganfall zu erleiden gegenüber Patienten mit
alleiniger medikamentöser Therapie deutlich vermindert.
Die absolute Risikoreduktion beträgt für symptomatische
Karotisstenosen mit einem Stenosegrad von >= 70% (NASCET) 16%. Bei einem
Stenosegrad von 50 bis 69% (NASCET) liegt die Reduktion des absoluten Risikos,
innerhalb der nächsten fünf Jahre einen ipsilateralen Schlaganfall zu erleiden,
immerhin noch bei 4,6% (Eckstein 2004).
Patienten mit < 30%igen Stenosen (NASCET) werden durch
die Operation gefährdet (Empfehlungsgrad A nach den Kriterien der American
Heart Association).
Stand 31.03.2008