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Rationale

Das Prinzip der Operation besteht in der Dekompression des Nervus medianus durch die Spaltung des Retinaculum flexorum. Eingriffe am Nerven selbst sind nur in Ausnahmefällen notwendig. Intraneurale Neurolysen, zu denen die interfaszikulären Neurolysen zu rechnen sind, können die segmentale Durchblutung am Nerven schädigen sowie die Narbenbildung fördern und sollen deshalb nur bei schweren Fibrosen und Reoperationen angewandt werden (Skorpik & Zachs 1998).

Im Jahr 2004 publizierte die Cochrane Collaboration eine systematische Übersicht zu verschiedenen OP-Verfahren beim Karpaltunnelsyndrom (Scholten et al. 2004). Die Durchführung einer interfaszikulären Neurolyse führte in mehreren prospektiv-randomisierten Studien im Langzeitverlauf nicht zu einer Verminderung karpaltunnelassoziierter Symptome im Vergleich zur reinen Dekompression. In der genannten Publikation wurde allerdings eine Tendenz zu schlechteren Ergebnissen im Langzeitverlauf beobachtet.



Stand 31.03.2008