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Rationale

Eine mögliche Komplikation der extrakapsulären Linsenextraktion ist der Riss der hinteren Linsenkapsel, durch den es zum Prolaps (Vorfall) des Glaskörpers in die Vorderkammer kommen kann. Dieses Ereignis macht in der Regel die so genannte vordere Vitrektomie (Entfernung des vorgefallenen Glaskörperanteils) erforderlich.

Der Glaskörperprolaps (andere Bezeichnungen: Glaskörperverlust; vitreous loss) mit vorderer Vitrektomie ist eine Komplikation, die in der Literatur mit einer Häufigkeit von 0,15% (Wollensak 1993), von 0,8% (Powe et al. 1994) und von 1,5% (Lundstroem et al. 2001) angegeben wird. Nach Phakoemulsifikation mit Implantation einer künstlichen intraokulären Linse wird bei erfahrenen Operateuren eine Rate bis 0,5% berichtet (Hagan & Davison 1998), bei in der Ausbildung stehenden Operateuren liegt die Rate deutlich höher und kann 1,8% (Corey & Olson 1998) oder auch 5,0% (Albanis et al. 1998) betragen.

Ziel ist es, möglichst wenig Patienten mit dieser Komplikation zu haben. Kommt es zu dieser Komplikation, soll jeder einzelne Verlauf detailliert analysiert werden. Ziel der Analyse ist es zu klären, ob vermeidbare Umstände im Krankenhaus an der Verursachung der Komplikation beteiligt waren, die in der Zukunft in systematischer Weise verbessert werden können.



Stand 31.03.2008