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Interpretationshilfe für Patienten(Stand: 21.06.2007)
Qualitätsziel Warum kann das Erreichen dieses Ziels als gute Qualität angesehen werden? Häufig ist zur vollständigen Klärung jedoch ein operativer Eingriff erforderlich, bei dem Gewebe zur weiteren Untersuchung entnommen wird (Biopsie). Als Orientierungshilfe für den operierenden Arzt werden die zweifelhaften verkalkten Geweberegionen, die sehr klein sein können, vom Radiologen in einer vorgeschalteten Röntgenuntersuchung markiert. Dafür werden Metallstifte aus Titan, sogenannte Markierungsdrähte, während einer Röntgen- oder Ultraschalluntersuchung so platziert, dass der Chirurg im dichten Brustdrüsengewebe an Hand dieser Wegweiser zum auffälligen Gewebe geleitet wird und dieses gezielt entnehmen kann. Im Anschluss an den Eingriff (postoperativ) soll derselbe Radiologe, der vor dem chirurgischen Eingriff (präoperativ) das fragliche Gewebe gekennzeichnet hat, an Hand des entnommenen Gewebes überprüfen: Wurde tatsächlich das zuvor markierte, verdächtige Gewebe vollständig entfernt? Dieser Vorgang wird als „postoperatives Präparatröntgen“ bezeichnet und der Radiologe erfüllt damit eine wichtige Kontrollfunktion. Ohne seine erneute Überprüfung besteht das Risiko, dass das auffällige Gewebe nur unvollständig entfernt wurde. Das birgt die Gefahr, dass sowohl der Chirurg wie auch die Patientin sich in trügerischer Sicherheit wiegen. Wie werden die Ergebnisse zu diesem Qualitätsindikator ermittelt?
Aus diesen Angaben wird eine Kennzahl berechnet, deren Ergebnis in Prozent angegeben wird. Sie gibt an, für wie viele Patientinnen mit präoperativer Markierung durch Mammographie ein postoperatives Präparatröntgen dokumentiert ist. Wie kann man die Versorgungsqualität bewerten?
Dieser Referenzbereich beschreibt gute Qualität, die nachweislich erreichbar ist. Wie sind die Ergebnisse in Deutschland?
Damit wurden bei 84 von 100 Brustkrebspatientinnen im Jahr 2006 in Deutschland vor der Operation im Krankenhaus markierte Bereiche nach der Operation durch eine Röntgenuntersuchung kontrolliert. Wie sind die Krankenhausergebnisse einzuschätzen?
Aus Ergebnissen von Krankenhäusern, die das Qualitätsziel nicht erreichen, kann nicht automatisch auf schlechte Qualität geschlossen werden. Daher werden diese Ergebnisse im Strukturierten Dialog gemeinsam durch eine Gruppe von Fachexperten und das Krankenhaus analysiert. Dabei wird geprüft, ob in einem Krankenhaus mit auffälligen Ergebnissen Verbesserungsmaßnahmen erforderlich sind. Autoren:
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