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Stellungnahmen zum QI

Anfrage der Fachkommission Operative Gynäkologie Bayern:

Nach Ansicht von Mitgliedern der Fachkommission Operative Gynäkologie Bayern ist die deutliche Abweichung der Gesamtrate 2005 (65%) vom Referenzbereich (95%) dadurch zu erklären, dass die Abfragesystematik bzw. die Rationale für das Qualitätsziel moderne, stereotaktische Diagnoseverfahren nicht ausreichend berücksichtigt.

BQS-Fachgruppe (25.01.07):

Bei allen Patientinnen, bei denen präoperativ eine Drahtmarkierung gesteuert durch Mammographie zur Identifikation der zu entfernenden Gewebsläsion durchgeführt wurde, muss intraoperativ eine Präparatradiographie erfolgen. Dies ist unabhängig von einer möglicherweise vorangegangenen Anwendung stereotaktischer Diagnoseverfahren.

Anfrage des Fachausschusses Saarland:

Da der Fachausschuss (Saarland) davon ausgeht, dass Häuser, die die apparativen Voraussetzungen haben, mammographisch präoperatives Material auch postoperativ zur Kontrolle röntgen, wird ”nur“ die Dokumentationsqualität, nicht aber die Prozessqualität überprüft. Das Ergebnis aus dem Strukturierten Dialog im Saarland aus dem Jahr 2004 war häufig, dass es zu Abweichungen kam bei Häusern, die die apparativen Voraussetzungen zum Präparatröntgen gar nicht haben, aber durch Fehldokumentation anderer präoperativer radiologischer Verfahren auffällig wurden. Bitte um Überdenken des Qualitätsindikators und folgender Vorschlag zur Veränderung: Definition: präoperative Markierung bei okkultem Mikrokalk, Grundgesamtheit: alle Operationen mit Indikation okkulter Mikrokalk, Zähler: Anzahl präoperativer Markierungen bei offenen Biopsien bei okkultem Mikrokalk.

BQS-Fachgruppe (25.01.07):

Die Angaben aus der LQS Saarland (nur Dokumentationsfehler bei auffälligen Krankenhäusern) decken sich nur teilweise mit den Angaben der anderen Bundesländer, bei denen im Strukturierten Dialog in zahlreichen Einzelfällen ein fehlendes Präparatröntgen bei vorheriger tatsächlicher Drahtmarkierung nachgewiesen werden konnte. Die BQS-Fachgruppe sieht somit diesen Indikator als hoch relevant an.

Der Indikator Präparatröntgen bewertet nicht die Indikationsstellung zur Drahtmarkierung, sondern die korrekte Durchführung nach Indikationsstellung. Qualitätsindikatoren können immer nur Ausschnitte aus der Versorgung darstellen und müssen sich aus Effizienzgründen notgedrungen auf die wesentlichen Schritte des Behandlungsprozesses beziehen. Der vom Fachausschuss vorgeschlagene Indikator zur Indikationsstellung ist über den Datensatz 2007 nicht abbildbar, da das Vorhandensein von Mikrokalk nicht mehr abgefragt wird.



Stand 31.03.2008