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Evaluation von Qualitätsindikatoren anhand methodischer Gütekriterien

Gütekriterium: Indikatorevidenz

  1. Informationsgrundlage für die Bewertung:
    Leitlinien:

    Kreienberg R, Kopp I, Lorenz W, Budach W, Dunst J, Lebeau A, Lück H-J, v. Minckwitz G, Possinger K, Sauerbrei W, Sauerland S, Souchon R, Thomssen C, Untch M, Volm T, Weis J, Schmitt-Reißer B, Koller M, Heilmann V. Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms der Frau: Eine nationale S3-Leitlinie. Deutsche Krebsgesellschaft e.V., Informationszentrum für Standards in der Onkologie (ISTO), (Hrsg.). Frankfurt a. M.; 2004. .
    http://www.uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/032-045.htm (Recherchedatum: 17.04.2007).

    Schulz KD, Albert US. Stufe-3-Leitlinie Brustkrebs-Früherkennung in Deutschland. München, Wien, New York. Zuckschwerdt Verlag; 2003.

  2. Kernaussage des Gütekriteriums:

    „Es besteht wissenschaftliche Evidenz, dass bei Vorhandensein des gemessenen Prozesses ein verbessertes Ergebnis auftritt (Zusammenhang zwischen Prozess und Outcome).“

  3. Bewertungsstufen:

    Die Bewertung der Indikatorevidenz erfolgt in zwei Schritten:

    Schritt 1: Der Kernaussage wird eine Evidenzstärke gemäß ÄZQ (AWMF & ÄZQ, 2001) zugeteilt. Informationsgrundlage ist die bewertete Literatur.

    Schritt 2: Die Evidenzstärke wird nach einheitlichem Schema in einen Grad der Indikatorevidenz mit folgenden Bewertungsstufen überführt:

    • Sehr hohe Indikatorevidenz
    • Hohe Indikatorevidenz
    • Mittlere Indikatorevidenz
    • Niedrige Indikatorevidenz
  4. Bewertung durch die BQS/Bestätigung durch BQS-Fachgruppe:

    Schritt 1: Evidenzstärke aus vorliegenden Leitlinien / Publikationen: II

    Schritt 2: Hohe Indikatorevidenz

    Bewertung durch die Fachgruppe

    Die Einstufung der Indikatorevidenz gründet sich auf Empfehlungen der beiden deutschen S-3-Leitlinien „Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms der Frau“ (Kreienberg et al. 2004) und „Brustkrebs-Früherkennung in Deutschland“ (Schulz & Albert 2003).

    Die Empfehlungen der beiden Leitlinien zur Analyse der Hormonrezeptoren gründen sich auf Studien des Evidenzlevels I. Für die im Qualitätsindikator geforderte und in den Leitlinien als Standard angegebene immunhistochemische Bestimmungsmethode liegt lediglich die Evidenzstärke II vor. Für den Indikator wurde deshalb die niedrigere Evidenzstärke II angenommen.

  5. Ergebnis der Bewertung:

    Das Vorhandensein des gemessenen Prozesses führt zu einem verbesserten Ergebnis: Hohe Indikatorevidenz

Leistungsbereich: Mammachirurgie
Qualitätsindikator: Hormonrezeptoranalyse
(BQS-KeZ 46201)