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Rationale

Die Indikationsstellung muss kritisch erfolgen, da die Operation auch eine Verschlechterung der Nasenatmung bedingen kann und da - wie bei jedem Eingriff - Komplikationen auftreten können.
Eine nicht ausreichende Indikationsstellung gefährdet den von Patient und Operateur erwarteten Erfolg der Operation.

Die Kriterien des Qualitätsziels „Häufig ausreichende Indikation“ orientieren sich an den Indikationen zur Operation der Nasenseptumdeviation gemäß der Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (Ganzer 1996). Hierzu gehören die ständig oder intermittierend behinderte Nasenatmung mit Folgen wie beispielsweise Mundatmung, Nasennebenhöhlenerkrankungen, Schnarchen, Otitis media, Mittelohrbelüftungsstörungen oder besondere Kopfschmerzformen.
Formveränderungen der äußeren Nase und des Nasenstegs als alleinige Operationsindikation entsprechen nicht der Anforderung des Qualitätsziels.

Ein methodisches Problem besteht darin, dass die einzelnen Indikationen über Messwerte schwer erfassbar sind. So ist beispielsweise der Stellenwert einer Rhinomanometrie, also der Prüfung des nasalen Atemwegwiderstands, fraglich. Die Beurteilung der Ergebnisse zu diesem Qualitätsindikator ist aus diesen methodischen Gründen eingeschränkt, aber derzeit nicht besser operationalisierbar.
Die Fachgruppe HNO weist darauf hin, dass eine retrospektive Betrachtung anhand des Operationsergebnisses besser wäre, wie z. B. die Erfassung funktioneller Verbesserungen nach sechs Monaten.



Stand 31.03.2008