Rationale
Das C-reaktive Protein (CRP) ist ein Entzündungsparameter,
der in der Akutphase aussagekräftig ist und bei massiven Entzündungsprozessen
stark ansteigt (Leitlinien-Konferenz des Klinikums der Universität zu Köln
2001; British Thoracic Society 2004). Die im Serum gemessene Konzentration des
C-reaktiven Proteins eignet sich zur Verlaufsbeurteilung des Krankheitsbildes
(Empfehlungsgrad C lt. Höffken et al. 2005). Wenn die antimikrobielle Therapie
frühzeitig begonnen wird, kann bei wirksamer Therapie am Tag 4 und spätestens
am Tag 5 nach der Aufnahme (am 4. oder 5. stationärem Tag) mit einem
nennenswerten Abfall des Wertes gerechnet werden. Unverändert hohe CRP-Werte
trotz antimikrobieller Therapie können auf ein Therapieversagen oder auf eine
sekundäre infektiöse Komplikation hinweisen (Höffken et al. 2005). Daher ist
die Verlaufskontrolle erforderlich, um erforderlichenfalls Therapieänderungen
oder weitere Diagnostik vornehmen zu können. Eingeschlossen in die Auswertung
werden alle Patienten mit einer Verweildauer von mindestens 4 Tagen.
Stand 31.03.2008