Evaluation von Qualitätsindikatoren anhand methodischer Gütekriterien
Gütekriterium: Hohe Bedeutung für das Versorgungssystem
- Informationsgrundlage für die Bewertung:
Häufigkeit und/oder Schweregrad eines unerwünschten Ereignisses (hohes Risiko) |
Häufigkeit: bei 77.883 Patienten wurden die klinischen Stabilitätskriterien nicht bestimmt
(Quelle: BQS-Bundesauswertung 2005)
Schweregrad: höheres Letalitätsrisiko, stationäre Wiederaufnahme häufiger erforderlich und seltenere Erreichung das Aktivitätsniveau, das den Patienten vor der Erkrankung möglich war, bei Entlassung in nicht stabilem Zustand |
Hohe Fallzahl im beobachteten Versorgungsbereich |
Im Jahr 2004 wurden lt. Angabe der deutschen Krankenhausgesellschaft DKG 200.653 Patienten mit einer Pneumonie als Hauptdiagnose im Krankenhaus behandelt (Quelle: DKG Zahlen-Daten-Fakten 2006):
In der externen Qualitätssicherung des Jahres 2005 wurden 186.691 Patienten mit einer (ambulant erworbenen) Pneumonie erfasst – davon
140.194 Patienten, die regulär entlassen wurden
(Quelle: BQS-Bundesauswertung 2005) |
Hohe Kosten |
Kosten der Wiederaufnahme, verzögerte Rekonvaleszenz und ggf. Letalität |
Bekannte oder vermutete hohe Versorgungsvariabilität |
0% bis 100%
(Quelle: BQS-Bundesauswertung 2005) |
Insgesamt niedriges Versorgungsniveau |
Ja; Bei 44,45% wurden die klinischen Stabilitätskriterien bestimmt
(Quelle: BQS-Bundesauswertung 2005) |
- Kernaussage des Gütekriteriums:
Der Indikator erfasst wesentliche Aspekte der Lebensqualität, Morbidität und/oder Mortalität.
- Bewertungsstufen:
1 = Trifft nicht zu
2 = Trifft eher nicht zu
3 = Trifft eher zu
4 = Trifft zu
- Bewertung durch die BQS-Fachgruppe:
Mittelwert: 3,50
Spannweite: Trifft eher nicht zu – Trifft zu
Gerundetes Ergebnis: 3
- Ergebnis der Bewertung:
Der Indikator erfasst wesentliche Aspekte der Lebensqualität, Morbidität
und/oder Mortalität: Trifft eher zu
Leistungsbereich: Ambulant erworbene Pneumonie
Qualitätsindikator: Bestimmung der klinischen Stabilitätskriterien
(BQS-KeZ 68914)