Bezeichnung des Qualitätsindikators
Diese Bezeichnung wird für den Qualitätsindikator einheitlich in der BQS-Bundesauswertung und im BQS-Qualitätsreport verwendet.
Qualitätsziel
Beschreibung des Ziels, das als Ausdruck guter Qualität angestrebt werden soll.
Das Qualitätsziel ergänzt den Satz: „Gute Qualität ist, wenn ...“
Indikatortyp
Es erfolgt eine Einteilung in:
- Indikationsstellung
- Prozessindikator
- Ergebnisindikator
- (Struktur)
Diese Einteilung weicht von der Einteilung der NQMC (National
Quality Measures Clearinghouse, umfangreiche US-amerikanische
Qualitätsindikatoren-Datenbank, Informationen: http://www.qualitymeasures.ahrq.gov)
ab. Bei der NQMC werden zusätzlich die Dimensionen „Zugang zur
Versorgung (Access)“ und „Patientensicht (Patient experience)“
betrachtet, die Indikationsstellung ist bei der NQMC unter
„Prozessindikator“ subsumiert.
Aus folgenden Gründen weicht die BQS von der Vorgehensweise der NQMC ab:
- Die Dimension „Zugang zur Versorgung (Access)“ ist in den
derzeitigen deutschen Versorgungsstrukturen des Gesundheitswesens
praktisch nicht relevant, da eine flächendeckende Krankenversicherung
mit ungehindertem Zugang zur medizinischen Grundversorgung für alle
Versicherten Realität ist.
- Die Dimension „Patientensicht (Patient experience)“ ist aufgrund
der derzeitigen methodischen Rahmenbedingungen des Verfahrens noch
nicht erfassbar. Zukünftig sollte diese Dimension in die externe
Qualitätsbetrachtung Eingang finden.
- In Leistungsbereichen, die die Qualität einer Operation oder
Intervention betrachten, spielt die Indikationsstellung für die
Leistung eine exponierte Rolle. Um es einfach zu formulieren: wenn eine
Leistung nicht indiziert ist, nützt die beste Ergebnisqualität nichts.
Daher ist die Betrachtung der Indikationsstellung als eigenständige
Dimension der Versorgungsqualität erforderlich, um die Gesamtleistung
einer Einrichtung bewerten zu können.
Diagnostische oder therapeutische Teilschritte für die Operation oder Intervention werden als Prozessindikatoren betrachtet.