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Datengrundlage

Für das Verfahrensjahr 2003 wurden der BQS 582.710 Datensätze aus 939 Krankenhäusern übermittelt.

Daten für den Leistungsbereich Geburtshilfe konnten im Jahr 2003 in zwei unterschiedlichen Datensatzformaten dokumentiert werden. Im ersten Halbjahr 2003 war es noch möglich, aufgrund einer Übergangsregelung Daten im Format der BQS-Spezifikation 5.0.1 zu senden. Es liegen in diesem Format 67.403 Datensätze aus 395 Krankenhäusern vor.

Der größte Teil der gesendeten Daten wurde jedoch im für das gesamte Verfahrensjahr bevorzugten Format der BQS-Spezifikation 6.0 dokumentiert und übermittelt. Hier erhielt die BQS 515.307 Datensätze aus 902 Krankenhäusern. In der Auswertung wurden die (Mutter-) Datensätze des Formats 5.0.1 auf das Datensatzformat 6.0 überführt, so dass alle gelieferten Datensätze gemeinsam ausgewertet werden konnten.

Die Vollständigkeit der gelieferten Datensätze wurde im Jahr 2003 auf Basis der Anzahl vereinbarter Fallpauschalen und Sonderentgelte für 2002 ermittelt (Quelle: VdAK LKA V2/V3 2004). Dieses Verfahren wird im Kapitel „Datenmanagement“ ausführlich dargestellt. Aufgrund der dort beschriebenen Besonderheit dieser Bewertungsgrundlage sind Vollständigkeiten über 100% möglich.

Bezogen auf diese Basis hat sich die gesamte Vollständigkeit der Datensätze des Leistungsbereichs Geburtshilfe über alle Bundesländer gegenüber dem Vorjahr leicht verringert und lag insgesamt bei 90%. Dieser Wert ist für einen Leistungsbereich im dritten Jahr nach der bundesweit verpflichtenden Einführung als stark verbesserungsfähig einzuschätzen. Die Beteiligung der Krankenhäuser ist dagegen relativ gut. Sie lag bei 104%.

Die Beteiligung der Bundesländer im Verfahrensjahr 2003 variiert stark und weist, bezogen auf das Verhältnis von ausgewerteten zu erwarteten Datensätzen, eine hohe Spannweite von 70 bis 172% auf.

Als weitere Basis zur Bewertung der Vollständigkeit wurden vorläufige Daten des Statistischen Bundesamtes herangezogen. Die Krankenhaus-Statistik 2003 wird erst Mitte des Jahres 2004 vorliegen.

Eine Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes bezieht sich auf erste, vorläufige Ergebnisse aus der Statistik der Geburten, die auf den Angaben der Standesämter beruht. Danach wurden 715.290 Kinder im Jahr 2003 lebend geboren. Diese Angabe kann derzeit noch nicht weiter aufgegliedert werden. Wenn man aber davon ausgeht, dass sich die Zahl der Totgeborenen seit mehr als zehn Jahren nicht wesentlich geändert hat und bei ca. 0,38% (ca. 2.700) liegt, kann man auf eine Gesamtzahl von ca. 718.000 Geborenen schließen. Ebenfalls relativ konstant bleibt in jedem Jahr die Anzahl der nicht stationär durchgeführten Entbindungen (ca. 10.000 pro Jahr). Damit ist es möglich, die Zahl der erwarteten Datensätze auf 708.000 zu schätzen.

Gemessen an der vergleichsweise geringen Zahl der an die BQS gelieferten Datensätze (582.710) stellt sich die Frage, wie die relativ hohe Differenz von ca. 125.000 Datensätzen erklärbar ist. Ende April 2004 wurde dazu eine Umfrage in den Landesgeschäftsstellen für Qualitätssicherung durchgeführt, in der zum Vergleich gefragt wurde, wie viele Datensätze auf Landesebene eingegangen sind. Auf diese Umfrage haben 14 von 16 Landesgeschäftsstellen geantwortet.

Aus den Antworten geht hervor, dass das Datenaufkommen auf der Landesebene weitgehend den Erwartungen entsprach, jedoch nicht alle Daten an die Bundesebene übermittelt wurden. Gründe für die Nichtübermittlung von Daten sind vor allem darin zu sehen, dass Datensätze im Format der BQS-Spezifikation 5.0.1 auch für das zweite Halbjahr 2003 sowie über das bundesweit gültige Ende der Datenübermittlungsfrist hinaus von den Krankenhäusern entgegengenommen wurden. Beide Verfahrensweisen entsprechen nicht den bundesweit gültigen Vorgaben für 2003. Sie erklären aber den Verlust von ca. 38.000 Datensätzen. Der Verbleib von 87.000 weiteren Datensätzen konnte nicht ermittelt werden.