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Zusammenfassung

Seit Einführung des ersten voll implantierbaren Herzschrittmachers durch Elmquist und Senning im Jahre 1958 ist die Herzschrittmachertechnik kontinuierlich weiterentwickelt worden. Heutzutage stellen Herzschrittmacher für eine Reihe von Herzrhythmusstörungen eine sichere und relativ einfach durchzuführende Behandlungsmöglichkeit dar.

Von der Fachgruppe Herzschrittmacher wurden 19 Qualitätsziele definiert, von denen vier aus den Bereichen Indikationsstellung, Systemauswahl sowie Ergebnisqualität für die Berichterstattung im BQS-Qualitätsreport ausgewählt wurden.

Das Qualitätssicherungsverfahren Herzschrittmacher hält sich bei der Beurteilung der Indikationsstellung und der Systemauswahl eng an die gültigen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, Herz- und Kreislaufforschung. Für die wichtigsten Herzrhythmusstörungen wurde im Detail überprüft, ob sich aus den Daten eine Indikation zur Schrittmacherversorgung ableiten lässt und ob das jeweils empfohlene Schrittmachersystem gewählt wurde.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass in 95,90% der Schrittmacherimplantationen die Empfehlungen der Leitlinie zur Indikationsstellung eingehalten wurden. Dies ist auch im internationalen Vergleich ein hervorragendes Ergebnis.

58 von 693 Krankenhäusern mit mindestens 20 Fällen lagen außerhalb des von der Fachgruppe angesetzten Referenzbereichs von ≥90%. Für diese Krankenhäuser wird der Strukturierte Dialog auf der Landesebene eingeleitet.

Zu den wichtigsten postoperativen Komplikationen zählen die Sondendislokationen oder -fehllagen, die einen erneuten Eingriff notwendig machen können. Da die Sondendislokation eine Komplikation ist, die in engem Zusammenhang mit dem operativen Eingriff steht, ist die Dislokationsrate als Ergebnisindikator gut geeignet. Orientiert an den Standards des dänischen Herzschrittmacherregisters sollte sie für Vorhof- und Kammersonden je unter 3% liegen.

Insgesamt wurden bei 2,20% der Patienten Sondendislokationen dokumentiert. Bezogen auf Patienten mit implantierten Vorhofsonden betrug die Rate 1,82%, bezogen auf Patienten mit implantierten Ventrikelsonden 1,21%. Für Vorhofsondendislokationen lag die Spannweite der Krankenhausergebnisse mit mindestens 20 Fällen bei 0,0 bis 19,4%. Bei den Ventrikelsondendislokationen betrug die Spannweite 0,0 bis 19,0%.

131 von 492 Krankenhäusern liegen mit ihren Ergebnissen für Vorhofsonden, 125 von 700 Krankenhäusern für Ventrikelsonden außerhalb des Referenzbereiches. Mit diesen Krankenhäusern soll im Strukturierten Dialog nach Ursachen gesucht und Handlungsbedarf identifiziert werden.

Die Fachgruppe ist der Auffassung, dass auch mit den Krankenhäusern mit weniger als 20 dokumentierten Fällen, deren Ergebnis bei diesem Qualitätsindikator außerhalb des Referenzbereichs lag, ein Strukturierter Dialog geführt werden soll.