Ausblick
Daten zu Komplikations-, Revisions-, aber auch Erfolgsraten in der
Revisionsendoprothetik sind rar und wenig systematisch publiziert. Die
Häufigkeitszunahme der Primärimplantation als Standardbehandlung der
ausgeprägten Hüftgelenkarthrose erklärt einerseits die bisher zu
verzeichnende Zunahme an Wechseloperationen, andererseits kann das
schwedische Endoprothesenregister für das Jahr 2002 eine Abnahme an
Wechseloperationen feststellen. Die Autoren zeigen sich erfreut über
die daraus abzuleitende Qualitätsverbesserung bei der Erstimplantation;
sie schließen aber in ihrer differenzierten Betrachtung der
unterschiedlichen Prothesenverankerungstechniken den Kommentar an, dass
bestimmte Prothesentypen ein kontinuierlich anwachsendes
Revisionsrisiko gezeigt hätten (The Swedish National Hip Arthroplasty
Register 2002). Ob sich diese Aussagen auch auf das deutsche
Versorgungssystem übertragen lassen, kann in Zukunft gegebenenfalls ein
zu etablierendes nationales Endoprothesenregister beantworten.