Ausblick
Die operative Versorgung extrakranieller Karotisstenosen stellt ein
hocheffektives Verfahren zur Primär- und Sekundärprophylaxe des
ischämischen Schlaganfalls dar, für das angesichts der Ergebnisse der
Bundesauswertung 2003 in Deutschland insgesamt eine gute
Versorgungssituation besteht.
Eine neue Behandlungsoption besteht in der perkutan durchführbaren
Ballondilatation extrakranieller Karotisstenosen mit oder ohne
Stentimplantation (stentgestützte Karotis-PTA), die von Radiologen,
Neuroradiologen, Angiologen und Kardiologen angewandt wird und
zunehmend Verbreitung findet. Insbesondere von neurologischer Seite
wird hierzu jedoch kritisch angemerkt, dass dieser Eingriff häufig bei
Patienten durchgeführt wird, die eher von einer alleinigen
medikamentösen Therapie profitiert hätten.
Die Fachgruppe Gefäßchirurgie hat sich daher einstimmig für die
Einführung der externen vergleichenden Qualitätssicherung bei der
stentgestützten Karotis-PTA ausgesprochen. Eine weitere Beratung zu
diesem Themenkomplex soll nach der Veröffentlichung erster Ergebnisse
einer deutschlandweiten Vergleichsstudie (SPACE-Studie) im Spätsommer
2004 erfolgen.