Einleitung
Das Karpaltunnelsyndrom ist mit einer geschätzten
Inzidenz von 1% in der Allgemeinbevölkerung das häufigste
Kompressionssyndrom peripherer Nerven (Skorpik & Zachs 1998). Die
chronische Form dieser Erkrankung tritt vorwiegend im mittleren und
höheren Lebensalter auf und bevorzugt beim weiblichen Geschlecht.
Ursache ist eine Kompression des Nervus medianus im Karpaltunnel, die
durch eine Vielzahl von Erkrankungen hervorgerufen werden kann.
Charakteristische Symptome sind nächtliche Schmerzen und Kribbelparästhesien im Versorgungsgebiet des Nervus medianus.
Konservative Therapieversuche helfen meistens nur vorübergehend.
Die in diesem Leistungsbereich betrachtete operative Dekompression des
Karpaltunnelsyndroms gehört zu den häufigsten Operationen in
Deutschland. Jährlich werden ca. 300.000 Eingriffe durchgeführt, von
denen etwa 90% ambulant erfolgen.