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Einleitung

Die Verschleißerkrankung des Kniegelenks ist eine alterskorrelierte Erkrankung, die insbesondere den weiblichen Teil der älteren Bevölkerung betrifft. Die Erkrankung ist schmerzhaft, entwickelt sich progredient und führt mit zunehmender Ausprägung zu erheblichen Einschränkungen der Bewegungsfähigkeit und zur Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit im alltäglichen Leben. Ausprägung bzw. Ausmaß der Arthrose – es kann lediglich ein Teilbereich (Kompartiment) oder das gesamte Kniegelenk betroffen sein – beeinflussen die Wahl des Behandlungsregimes, die Wahl des Implantats und nicht zuletzt die Prognose (Callaghan et al. 1995).
Unter „Totaler Kniegelenkendoprothetik“ versteht man den Ersatz des lateralen und medialen Hauptkompartiments mit oder ohne prothetischem Ersatz oder Teilersatz der Kniescheibe.

Ziel des endoprothetischen Gelenkersatzes ist die Wiederherstellung der physiologischen Beinachse, Herstellung einer stabilen Bandführung und schmerzfreien Gelenkbeweglichkeit sowie die möglichst uneingeschränkte Gehfähigkeit des Patienten bei langer Lebensdauer (Standzeit) der Prothese.

Galten die Verfahren zum alloplastischen Kniegelenkersatz noch in den 1980er Jahren als unausgereift, so haben sich Implantate, Operationsverfahren und Erfahrung der Operateure dahingehend verbessert, dass inzwischen regelhaft Standzeiten von über zehn Jahren für die Kniegelenk-Totalendoprothesen erreicht werden.

Entsprechend wird der künstliche Kniegelenkersatz von den Patienten „nachgefragt“, was sich im rapiden Zuwachs der Implantationszahlen von 1999 auf 2000 mit bis zu über 20% (Healy et al. 2002, Robertson et al. 2001) ausdrückte. Im Verfahren der externen vergleichenden Qualitätssicherung ist eine Steigerung der dokumentierten Fälle von über 30% für die Jahre 2002 auf 2003 festzustellen.