Ausblick
Der Erfolg einer unikompartimentalen Kniegelenk-Endoprothese hängt –
neben einer optimalen operativen Technik – in besonderem Maß von der
richtigen Indikationsstellung ab (Brown 2001). Nach Aussagen einer
Indikations-Evaluationsstudie sind nach strenger Abwägung aller
wesentlichen klinischen Parameter nur 4,3% der Gonarthrose- Patienten
für den unikondylären Gelenkersatz geeignet (Ritter 2004).
Diese Größenordnung findet sich auch im Verhältnis der für die externe
Qualitätssicherung dokumentierten Fälle wieder. Bezogen auf alle
Kniegelenk-Endoprothesen-Erstimplantationen wurden 5,10% als
Knie-Schlittenprothesen implantiert (4.832 Knie-Schlittenprothesen und
90.004 Knie-Totalendoprothesen). Damit handelt es sich um ein
Kleinmengenverfahren, das für den Krankenhausvergleich nur mit
methodischen Einschränkungen eingesetzt werden kann. Lediglich 46 von
434 Krankenhäusern hatten im Jahre 2003 20 oder mehr unikondyläre
Kniegelenkprothesen implantiert. Daher wurde die
Dokumentationsverpflichtung für diesen Leistungsbereich ab dem Jahr
2004 ausgesetzt.
In der Zukunft wird allerdings möglicherweise eine Neubewertung
erforderlich sein, da mit weiterer Verbreitung so genannter minimal
invasiver Techniken in diesem Bereich mit ansteigenden
Implantationszahlen zu rechnen ist. So berichtet das schwedische
Knieendoprothesenregister (Annual Report 2003) ein Ansteigen der
minimal invasiven Implantationstechnik von 15% (1999) auf 46% beim
unikondylären Gelenkersatz im Jahr 2002.