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Einleitung

Patienten mit Kniegelenkverschleiß weisen u.a. in Abhängigkeit von der Verschleißursache eine unterschiedliche Beteiligung der drei Gelenkkompartimente auf. Ausprägung und Ausmaß der Arthrose beeinflussen die Wahl des Behandlungsregimes, die Wahl des Implantats und die Prognose (Callaghan 1995). Der Operationserfolg einer unikompartimentalen Kniegelenk-Endoprothese hängt – neben einer optimalen operativen Technik (Weale 2000, Lindstrand et al. 2000, Robertsson et al. 2001) – in besonderem Maße von der richtigen Indikationsstellung ab (Brown 2001).

Die ideale Indikation für die unikondyläre Schlittenprothese wird in der medialen posttraumatischen Arthrose nicht allzu aktiver Patienten mittleren Alters gesehen. Der Kapsel-Bandapparat und das femoropatellare Gleitlager sollten intakt und funktionstüchtig, die Achsenverhältnisse weitgehend physiologisch sein (Jerosch et al. 1997, Agneskirchner & Lobenhoffer 2003). Neuere „minimal-invasive“ Operationstechniken versprechen postoperativ im Vergleich zur Totalendoprothese schnellere Schmerzfreiheit und Mobilität. Als ein weiterer Vorteil wird angesehen, dass bei Lockerung die Wechseloperation einer Schlittenprothese als unkomplizierter eingeschätzt wird als die Wechseloperation einer Totalendoprothese.