Datengrundlage
Für das Verfahrensjahr 2003 wurden der BQS 87.913 Datensätze aus 77 herzchirurgischen Krankenhäusern übermittelt.
Herzchirurgische Eingriffe konnten im Jahr 2003 in zwei unterschiedlichen Datensatzformaten dokumentiert werden. Im ersten Halbjahr 2003 war es möglich, aufgrund einer Übergangsregelung Daten im Format der BQS-Spezifikation 5.0.1 zu senden. Es liegen in diesem Format 19.426 Datensätze aus 57 Krankenhäusern vor.
Der größte Teil der gesendeten Daten wurde jedoch im für das gesamte Verfahrensjahr bevorzugten Format der BQS-Spezifikation 6.0 dokumentiert. Hier erhielt die BQS 68.487 Datensätze aus 77 Krankenhäusern. Diese konnten in der Bundesauswertung 6.0 vollständig ausgewertet werden.
Eine gemeinsame Auswertung der beiden gelieferten Datensatzformate war nicht möglich, da die Datenfelder des alten und neuen Datensatzformates nicht ohne Informationsverlust aufeinander bezogen werden konnten.
Für den Leistungsbereich kombinierte Koronar- und Aortenklappenchirurgie wurden im Jahr 2003 6.561 Operationen von 77 Krankenhäusern dokumentiert. 1.369 davon liegen im Format der BQS-Spezifikation 5.0.1 vor. Sie wurden aus 57 Krankenhäusern übermittelt. Innerhalb der Datensätze im Format der BQS-Spezifikation 6.0 wurden 5.192 kombinierte koronar- und aortenklappenchirurgische Operationen in 77 Krankenhäusern dokumentiert, das entspricht 7% der für die externe Qualitätssicherung dokumentierten herzchirurgischen Leistungen.
Die methodische Prüfung der Vollständigkeit der herzchirurgischen Datensätze im Bundesdatenpool 2003 wurde auf Basis der von den Krankenhäusern im Jahr 2002 erbrachten Leistungen durchgeführt. Die Zahl der Fälle, die im Jahr 2002 abgerechnet wurden, wurde von den Krankenhäusern, die in 2003 zur Dokumentation in der Herzchirurgie verpflichtet waren, gegenüber der BQS offen gelegt. Die erwartete Anzahl herzchirurgischer Datensätze betrug auf dieser Basis 83.832.
Eine Aufteilung dieser erwarteten Datensätze auf die vier Leistungsbereiche Koronarchirurgie, Aortenklappenchirurgie, kombinierte Koronar- und Aortenklappenchirurgie sowie Mitralklappenchirurgie war nicht möglich, weil nicht alle Krankenhäuser in ihrer Auskunft über abgerechnete Fälle in 2002 nach einzelnen Fallpauschalen und Sonderentgelten unterschieden haben. Daher ist hier eine Betrachtung der Vollständigkeit mit Bezug auf einzelne Leistungsbereiche und einzelne Krankenhäuser nicht möglich.
Aus diesem Grunde wird die krankenhausbezogene Vollständigkeit der Datenübermittlung für alle Leistungsbereiche der Herzchirurgie gemeinsam dargestellt.
Sowohl bezogen auf die Anzahl der gelieferten Datensätze als auch auf die Anzahl der beteiligten Krankenhäuser ist die Teilnahme als sehr gut zu bewerten. Alle registrierten Krankenhäuser haben ihre Daten übermittelt. Die Vollständigkeit der Datensätze liegt bis auf wenige Ausnahmen im Bereich zwischen 80 und 100%. Vollständigkeiten über 100% wurden erreicht, wenn ein Krankenhaus in 2003 mehr Datensätze dokumentiert hat, als in 2002 abgerechnet worden sind; geringere Vollständigkeiten können auf eine Reduzierung der erbrachten Leistungen gegenüber dem Vorjahr oder auf unvollständige Dokumentationsraten hinweisen.
Zwei Krankenhäuser haben zwar Daten gesendet, konnten jedoch bezüglich ihrer Vollständigkeit nicht bewertet werden, da die abgerechneten Zahlen des Jahres 2002 der BQS nicht mitgeteilt wurden.