Logo + Home
 
   BQS Online    BQS Outcome    BQS Qualitätsindikatoren Datenbank

Datengrundlage

Für die Dokumentation der Herzkatheterinterventionen im Leistungsbereich Koronarangiographie/ Perkutane transluminale Koronarangioplastie (PTCA) stand in 2003 eine Teildatensatzstruktur zur Verfügung. Je Aufenthalt war einmal ein Basisdatensatz zu dokumentieren. Angaben zur Prozedur erfolgten danach in einem Teildatensatz „Prozedur“, dem ein weiterer Teildatensatz zugeordnet wurde, welcher die Angaben zur Koronarangiographie und/oder zur PTCA enthielt. Aus der Zuordnung des Prozedur-Teildatensatzes war ersichtlich, ob es sich um ein ein- oder zweizeitiges Vorgehen handelte.

Für das Verfahrensjahr 2003 wurden der BQS 174.758 Teildatensätze PTCA aus 335 Krankenhäusern sowie 492.388 Teildatensätze Koronarangiographie aus 401 Krankenhäusern übermittelt.

Im ersten Halbjahr 2003 war es noch möglich, aufgrund einer Übergangsregelung Daten im Format der BQS-Spezifikation 5.0.1 zu senden. In diesem Format konnten PTCA in zwei verschiedenen Datensätzen dokumentiert werden: im Datensatz PTCA (20/2) sowie im Datensatz Koronarangiographie/ Perkutane transluminale Koronarangioplastie (21/3). Die Teildatensätze wiesen keine Unterschiede auf, so dass die Dokumentationen aus beiden Datensätzen in der Auswertung 5.0.1 zusammengeführt werden konnten. Nach dieser Zusammenführung lagen für die PTCA 30.027 Datensätze aus 203 Krankenhäusern vor. Es wurden außerdem 83.562 Datensätze aus 259 Krankenhäusern für die Koronarangiographie dokumentiert.

Der größte Teil der gesendeten Daten wurde jedoch im für das gesamte Verfahrensjahr bevorzugten Format der BQS-Spezifikation 6.0 dokumentiert und übermittelt. Die BQS erhielt für die PTCA 144.731 Datensätze aus 322 Krankenhäusern, von denen 143.630 ausgewertet werden konnten. Für die koronarangiographischen Eingriffe erhielt die BQS 408.826 Datensätze aus 382 Krankenhäusern, von denen 405.262 Datensätze ausgewertet werden konnten.

Eine gemeinsame Auswertung der beiden gelieferten Datensatzformate war nicht möglich, da die Datenfelder des alten und neuen Datensatzformates nicht ohne Informationsverlust aufeinander bezogen werden konnten.

Die Vollständigkeit der gelieferten Datensätze wurde in 2003 auf Basis der Anzahl vereinbarter Fallpauschalen und Sonderentgelte für 2002 (Quelle: VdAK LKA V2/V3 2004) ermittelt. Eine Erläuterung dieses Verfahrens ist im Kapitel „Datenmanagement“ ausführlich dargestellt.

Die Vollständigkeit der Datensätze bezüglich der PTCA über alle Bundesländer hat sich ebenfalls gegenüber dem Vorjahr stark verbessert und lag insgesamt bei 143%. Dieser Wert ist für einen Leistungsbereich im dritten Jahr nach der bundesweit verpflichtenden Einführung als sehr gut einzuschätzen, ebenso die Beteiligung der Krankenhäuser, die bei 121% lag. Die Beteiligung der Bundesländer im Verfahrensjahr 2003 variiert auch hier sehr stark und weist, bis auf ein Bundesland, welches keine Daten geliefert hat, und bis auf ein Bundesland, zu welchem keine ausreichenden Angaben über vereinbarte Leistungen vorliegen, bezogen auf das Verhältnis von ausgewerteten zu erwarteten Datensätzen eine sehr hohe Spannweite von 93 bis 374% auf.

Als weitere Basis zur Bewertung der Vollständigkeit der Datengrundlage wurde der 19. Bericht über die Leistungszahlen der Herzkatheterlabore in der Bundesrepublik Deutschland (Mannebach & Horstkotte 2003) hinzugezogen. Für den stationären Bereich wurden dort für 2002 nach Umfragen in den Herzkatheterlabors 179.360 PTCA aus 289 Krankenhäusern angegeben. Für die 174.458 gelieferten Datensätze ergibt sich damit eine Vollständigkeit von 97% (2002: 78%). Bezogen auf die Anzahl der teilnehmenden Krankenhäuser zeigt sich, dass sich im Vergleich zu den 289 im Jahr 2002 freiwillig an der zitierten Umfrage teilnehmenden Krankenhäusern 335 Häuser an der externen vergleichenden Qualitätssicherung beteiligt haben (116%).

Die Vollständigkeit der Datensätze bezüglich der Koronarangiographie über alle Bundesländer hat sich gegenüber dem Vorjahr stark verbessert und lag auf Basis der VdAK-Bewertung insgesamt bei 168%. Auch dieser Wert ist für einen Leistungs-bereich im dritten Jahr nach der bundesweit verpflichtenden Einführung als außerordentlich gut einzuschätzen. Die Beteiligung der Krankenhäuser ist ebenfalls sehr gut. Sie lag bei 110%. Die Beteiligung der Bundesländer im Verfahrensjahr 2003 variiert stark und weist, bis auf ein Bundesland, welches lediglich 1% der erwarteten Daten geliefert hat, bezogen auf das Verhältnis von ausgewerteten zu erwarteten Datensätzen eine sehr hohe Spannweite von 114 bis 508% auf.

Die Fachgruppe stellt bei Würdigung des hohen Datenaufkommens 2003 dennoch fest, dass aufgrund der fehlenden Datenlieferung aus einem Bundesland u.U. große Leistungsvolumina der Qualitätsbetrachtung entzogen wurden und eventuelle länderspezifische Charakteristika nicht bewertet werden können.