Ausblick
Die Adjustierung der 30-Tage-Letalität nach dem logistischen
EuroSCORE wird in der Literatur kontrovers diskutiert. Die notwendige
vollständige Erhebung eines 30-Tage-Follow-up wird derzeit nur von etwa
20% der Krankenhäuser mit herzchirurgischen Abteilungen durchgeführt.
Eine Bewertung der Letalitätsrate unter Berücksichtigung des
Risikoprofils der behandelten Patienten ist daher nur für eine
Minderheit der Krankenhäuser möglich.
Zusätzlich hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass der logistische
EuroSCORE die erwartete 30-Tage-Letalität überschätzt.
Für die Bundesauswertung 2004 ist daher die Entwicklung eines
logistischen Regressionsmodells vorgesehen, das eine verbesserte
Risikoadjustierung ermöglicht.
Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt wird die Überarbeitung des Datensatzes
Herzchirurgie sein, um den deutschen herzchirurgischen Zentren einen
Vergleich auch auf europäischer Ebene im Rahmen des EACTS-Reports zu
ermöglichen.